Strandbadrevolution

Strandbadrevolution

Kurt Palm

Liebeskummer, Langeweile, Rolling Stones & der Plan von der Revolution – mit Kurt Palm in die wilden 70er!

Im Sommer 1972, in dem die Amerikaner Nordvietnam bombardieren, bereitet Ernst, der sich nach seinem Idol von den Rolling Stones Mick nennt, mit seinen Freunden im Strandbad die Revolution vor. Während sein Vater meistens in der Garage beschäftigt ist und seine Mutter die Tiefkühltruhe zum Bersten anfüllt, sollte Mick eigentlich für die Französisch-Nachprüfung lernen, lässt sich jedoch von zwei bislang im Bad noch nie gesichteten Mädchen ablenken. Doch schließlich endet dieser Sommer nicht nur für Candy, den jüngsten der Freunde, mit einer Katastrophe. Kurt Palm erzählt, wie lange ein Sommer in der Provinz in Österreich sein kann und wie kurz und unerbittlich das Leben.


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 Kurt Palm, geboren 1955 in Vöcklabruck, Studium der Germanistik und Publizistik, schreibt Romane und Sachbücher, dreht Filme und inszeniert Opern und Theaterstücke. Einem breiten Publikum bekannt wurde Palm mit der gefeierten ...

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Presse

"Mit Witz, aber niemals nach dem Kalauer schielend erzählt Palm." Michael Wurmitzer, Der Standard, 08.04.17

„Palm nimmt seine Figuren ernst, ihren Liebeskummer, ihre Leidenschaft für Musik und ihre Sorge um die Welt, während die USA Nordvietnam bombardieren. ... Man hätte von Palm ein groteskes Pointenfeuerwerk erwartet, umso mehr überrascht der feinsinnige Humor, der sich aus den recht lakonisch dargestellten Situationen und Dialogen ergibt." Friederike Leibl, Presse am Sonntag, 26.02.17

„Kurt Palm amüsiert mit 'Strandbadrevolution' sehr. ... Seine Witze sind mitunter erbarmungslos." Peter Pisa, Kurier, 25.02.17

„Kurt Palms Roman erzählt in ironischer Manier von der Komödie des Erwachsenwerdens in der Revolte-Zeit, von der Nervosität der Männchen und der Gelassenheit der Mädchen unter der Glocke des Stumpfsinns autoritären Familienlebens und dem ganzen Mief allgemein.“ Helmut Schödel, Süddeutsche Zeitung, 01.03.17

„Eine Hommage auf Tagträumerei, jugendliche Unbeschwertheit, die Härte des Schicksals und die ungeheure Macht der Musik." Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten, 02.03.17

„Mit 'Strandbadrevolution' legt Palm ein überraschend ernsthaftes, stringentes Erzählwerk vor, in dem er zwischen Komik und Tragik pendelt." Sebastian Fasthuber, Falter, 19.04.17

„Ein Buch, so abwechslungreich wie die Pubertät selbst." Lina Brünig, WDR5 Bücher, 06.05.17

5 Fragen an …

Kurt Palm

„Strandbadrevolution“ spielt in der österreichischen Provinz, in den 70er Jahren. Wie ist die Idee dazu entstanden?
In meiner Jugend war ich ein großer Stones-Fan, und als ich vor ein paar Jahren wieder einmal „Let it bleed“ hörte, habe ich mich gefragt, wie das damals eigentlich war. Also das mit der Rockmusik, dem politischen Erwachen und dem Versuch, bei Konzerten in Turnhallen Mädchen anzubaggern. Das war der Ausgangspunkt meiner Überlegungen. Daraus ist dann eine fiktive Geschichte mit autobiographischen Einsprengseln geworden.

Haben Adorno, Camus und die Rolling Stones auch einen Beitrag zu Ihrer Sozialisation geleistet?
Adorno und Camus insofern, als ich ihre Bücher zwar besaß, aber diese natürlich nicht gelesen hatte. Natürlich deshalb, weil sie für einen 17-Jährigen viel zu komplex waren. Bei den Stones war das etwas anderes, zu denen hatte ich sofort eine emotionale Beziehung. Mick Jagger war der große Hero meiner Jugend, obwohl die tragischen Ereignisse rund um das Konzert in Altamont im Dezember 1969 mein Jagger-Bild schon ordentlich ins Wanken gebracht haben. Weshalb sich die Stones für Idioten wie die Hell’s Angels als Security entschieden, habe ich nie verstanden.

„Strandbadrevolution“ ist, trotz vieler witziger Szenen, eine Geschichte des Scheiterns. Die Geschichte geht eigentlich für niemanden gut aus. War Ihnen das beim Schreiben von Anfang an klar?
Nein, das hat sich beim Schreiben so ergeben. Wenn man über diese Zeit schreibt – das Buch spielt ja im Sommer 1972 – läuft man Gefahr, die Zeit zu verklären. Das wollte ich keinesfalls. Und letztendlich ist die Generation der heute 60- bis 70-Jährigen ja politisch tatsächlich total gescheitert.

Sie richten unter Ihren Figuren ein ordentliches Massaker an; es gibt, sozusagen, eine hohe Abgangsrate. Die, die überlebt haben, wie Mick, der Ich-Erzähler, sind, wenn ich mich nicht irre, nicht unbedingt die Glücklicheren?
Das Buch hat einen witzigen und ironischen Grundton, so lange es um die Ereignisse im Sommer 1972 geht. Wenn ich als Autor aber einen Blick in die Zukunft werfe und darüber berichte, was aus den einzelnen Figuren geworden ist, wird dieser ironische Grundton gebrochen. Das war mir wichtig, auch wenn es weh tut, über den Tod von an sich liebenswerten Figuren schreiben zu müssen.

Was bedeutet dieser Roman für Sie, im Rahmen ihrer anderen künstlerischen Arbeiten, und was werden wir als nächstes von Ihnen lesen?
Ich habe zwei Jahre an diesem Roman geschrieben und habe das Gefühl, dass er sich zwar wesentlich von meinen anderen Büchern unterscheidet, aber trotzdem ein unverwechselbarer „Palm“ ist. Zumindest hoffe ich das. Ein Journalist hat über einen meiner Filme einmal geschrieben, dass dieser ein “Trip durchs wilde Kurtpalmistan“ wäre. Wenn das auch auf „Strandbadrevolution“ zutrifft, bin ich schon zufrieden.
Mein nächster Roman heißt „Das Monster vom Attersee“, das wird eine Trash-Horror-Krimi-Geschichte, in der es um Mord, Totschlag und politische Intrigen geht. Ein lesbisches Vampirpärchen aus Tschetschenien kommt darin ebenso vor wie eine mit Ebola-Viren infizierte Innenministerin. Und natürlich treibt in dem Buch auch ein Monsterfisch sein Unwesen.

Die Fragen stellte © Martina Schmidt.

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