Kriegslicht
Michael Ondaatje

Kriegslicht

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Details zum Buch
Roman
    übersetzt aus dem Englischen von Anna Leube
  • Erscheinungsdatum: 11.08.2018
  • 320 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-25999-7
  • Deutschland: 24,00 €
  • Österreich: 24,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26133-4
  • E-Book Deutschland: 17,99 €
  • E-Book Österreich: 24,70 €

Wie viele Geheimnisse verträgt ein Leben? – Der neue Roman von Michael Ondaatje, dem Autor von „Der englische Patient“.
Nach Kriegsende wird der vierzehnjährige Nathaniel mit seiner Schwester Rachel von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle „Falter“, der sie in Obhut genommen hat, und dessen exzentrische Freunde kümmern sich fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Und was hat es zu bedeuten, dass die Mutter nach langem Schweigen aus dem Nichts wieder zurückkehrt? „Meine Sünden sind vielfältig“, wiederholt sie, mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter als Spionin im Kalten Krieg aufzuspüren. Fünfundzwanzig Jahre nach dem „Englischen Patienten“ hat Michael Ondaatje ein neues Meisterwerk geschrieben.

Michael Ondaatje

Michael Ondaatje

Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman Der englische Patient (Hanser, 1993), für den er den Man Booker Prize und zum 50-jährigen Jubiläum des Preises im Jahr 2018 den Golden Man Booker ...

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Presse

"Das ist eine wirkliche literarische Tat (…) Sehr, sehr empfehlenswert." Denis Scheck, ARD Druckfrisch, 07.10.18

"Völlig klar ist (…), dass Michael Ondaatje ein überaus eindrucksvoller Roman gelungen ist." Harald Ries, Westfalenpost, 17.09.18

"Mal sentimental, dann wieder brutal, stets um Essenzen bemüht, kraftvoll, detailscharf und seinen Figuren zugewandt, so entwickelt er seinen poetischen Gegenentwurf zu unserer vorschnell nivellierenden Alleswisserei." Ulrich Steinmetzger, Badische Zeitung, 11.09.18

„Ondaatje beschreibt atmosphärisch so dicht, dass man gerne mit ihm nach den Bruchstücken welcher Wahrheit auch immer sucht. Der kanadische Schriftsteller ist eben ein Großmeister seiner Zunft“. Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 08.09.18

„Bereits Ondaatjes erster Satz packt den Leser und wird ihn 300 Seiten lang nicht mehr loslassen: ‚Im Jahr 1945 gingen unsere Eltern fort und ließen uns in der Obhut zweier Männer zurück, die möglicherwiese Kriminelle waren.‘“ Sigrid Löffler, Ö1 Ex libris, 02.09.18

"Ondaatjes Roman liest sich wie eine verspätete, fabelhafte B-Seite des ‚englischen Patienten‘: Wieder ist es eine große Erzählung über das Trauma des Krieges und die Träume danach." Christoph Farkas, Stern, 30.08.18

„Die Ondaatje-Atmosphäre nimmt einen in ‚Kriegslicht‘ erneut gefangen.“ Sacha Verna, NZZ am Sonntag, 26.08.18

„Ein packender Roman von der ersten bis zur letzten Seite.“ Sigrid Löffler, Deutschlandfunk Kultur, 23.08.18

"Ein atmosphärisch starkes Buch, das auch von den unausgesprochenen Traumata des Krieges erzählt." Christoph Schröder, Deutschlandfunk, 20.08.18

"Es sind Zwischenstufen, Grautöne, unmerkliche Übergänge sowie feinste Abschattierungen, die 'Kriegslicht' derart faszinierend anreichern." Tobias Döring, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.18

"Sensationell. Ein richtig aufregendes Thema." Thea Dorn, ZDF Literarisches Quartett, 10.08.18

"'Kriegslicht' ist ein Roman großer literarischer Könnerschaft, mit der Routine eines brillanten Autors geschrieben." Thomas E. Schmidt, Die Zeit, 09.08.18

"Michael Ondaatje fühlt sich als Autor wohl im Dunkel, dort wo unter der Oberfläche des für alle Sichtbaren eine zweite Welt existiert, in der sich seine Figuren bewegen … Wir haben es mit Agenten zu tun. Mit Menschen, die verschlüsselte Botschaften senden … Wenn Ondaatje loserzählt, wachsen seinem Roman Flügel." Verena Lueken, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 05.08.18

"Je länger Sie ihn lesen, desto wacher werden Sie es tun. Es sind so viele Schönheiten in diesen Text eingewoben ... Ein Glücksgefühl.“ Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 11.08.18

"Der Roman hat nur gut 300 Seiten, aber wirkt erfüllend wie ein Epos, der das Wesen einer Ära einfängt."Anne Haeming, Spiegel Online, 11.08.18

Im Gespräch

“Kriegslicht” ist zugleich Kriegs- und Spionageroman, Coming-Of-Age-Geschichte und Familiensaga. Hatten Sie das von Anfang an so geplant?
Überhaupt nicht! Es fing alles an mit der Idee von zwei Teenagern, die zu Beginn des Buchs von ihren Eltern verlassen werden. Und dann fing ich an darüber nachzudenken, was in ebenjener Zeit – 1945, kurz nach Kriegsende – passieren könnte, und zwar in London, eine Stadt, in der ich als Jugendlicher lebte und sie daher gut kannte. Ich wollte schon immer mal über ein London schreiben, wie es weniger bekannt ist, über das Abenteuer, all das Unbekannte zu entdecken, das es dort gibt – und für die beiden Teenager wird der Moment, wo sie von ihren Eltern verlassen werden, in diesem Sinne tatsächlich zum Ausgangspunkt eines Abenteuers, denn nun sind die Eltern nicht mehr da, um sie zu beschützen. So wurde das Ganze zur Coming-Of-Age-Geschichte, und noch später erst, als es dann auch darum ging, was die Eltern taten, wurde es zum Kriegsroman mit allen möglichen politischen Intrigenspielen. Und so ist das Buch zu dem geworden, was es ist.

In Nathaniels und Rachels Umfeld verkehrt eine bunte Mischung exzentrischer Charaktere. Wollen Sie damit auch zeigen, dass Kriege sich nicht nur über Gewinner und Verlierer definieren?
Es geht nicht darum, wer gewinnt oder verliert, sondern darum, wie wir vom Krieg betroffen sind – das ist wichtiger als der eigentliche Ausgang.

In “Kriegslicht” gewinnen die Charaktere merkwürdigerweise über das narrative Mittel des Lügens an Tiefe und Glaubwürdigkeit, ja Wahrhaftigkeit. Würden Sie das als paradox bezeichnen oder ist es vielmehr ein Spiegel des realen Lebens?
Wir sind immer umgeben von Varianten der Wahrheit. Und in Zeiten des Krieges und kriegerischer Intrigen nimmt das noch dreistere und kompliziertere Ausmaße an. Und klar, Lügen ist ein komplexes narratives Mittel, sofern wir von den Lügen überzeugt werden können. Aber am Ende der Geschichte müssen wir zu irgendeiner Art von Wahrhaftigkeit gelangen, wie bei jeder archäologischen Entdeckung.

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