Boum
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Lisa Eckhart

Boum

Erscheinungsdatum: 22.08.2022

Details zum Buch
Roman
  • Erscheinungsdatum: 22.08.2022
  • 368 Seiten
  • Zsolnay
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-552-07307-4
  • Deutschland: 25,00 €
  • Österreich: 25,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-552-07329-6
  • E-Book Deutschland: 18,99 €

Nach ihrem Bestseller „Omama“ nimmt Lisa Eckhart ihre Leser mit nach Paris – eine sprachgewaltige und bitterböse Satire.

Der Liebe wegen kommt Aloisia, eine junge Österreicherin, nach Paris, während die französischen Zeitungen unermüdlich über einen Serienmörder berichten. Le Maestro Massacreur bringt scheinbar wahllos Straßenmusiker um. Ein melancholischer Kommissar und der angesehene Terrorexperte Monsieur Boum ermitteln. Doch mit Clopin, dem König der Bettler, in dessen zwielichtigem „Turm der Wunder“ Aloisia rasch Anschluss findet, hat niemand gerechnet.
Lisa Eckharts neuer Roman ist Märchen, Horrorgeschichte, Erotikkrimi, Comic und Computerspiel in einem. Und er ist eine bitterböse Satire, vor der nichts und niemand sicher ist …

Lisa Eckhart

Lisa Eckhart

Lisa Eckhart, geboren 1992 in Leoben, studierte in Paris und Berlin Germanistik und Slawistik. Sie tritt als Kabaretistin regelmäßig in Fernsehsendungen auf und steht mit Soloprogrammen auf der Bühne. Heute lebt sie in ...

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Hörprobe aus “Boum”, gelesen von Lisa Eckhart:

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5 Fragen an …

Lisa Eckhart

Liebe Lisa Eckhart, La boum oder unser Herz macht boum, boum oder krach, boum, bäng … Was hat es mit dem großen Boum auf sich in Ihrem neuen Roman?
Jeder kennt den Schreckmoment, wenn man durch die Stadt flaniert, und es plötzlich laut knallt. Diese Sekunden der Ungewissheit, in denen man sich fragt: War das ein terroristischer Anschlag? Oder nur mein verliebter Herzschlag? Der schöpferische Urknall oder der zerstörerische Endknall? Boum hat viele solcher Schreckmomente, und jedes Mal bleiben dem Leser nur Sekunden, um in Deckung zu gehen.

Sie haben die Omama im Österreich der Nachkriegszeit porträtiert, jetzt schicken Sie ein junges Mädchen nach Paris. Warum haben Sie die Stadt der Liebe zum Schauplatz Ihres neuen Buches auserkoren?
Nach einem Landroman musste der nächste ein Stadtroman sein. Schon alleine, um der Frage zu entgehen, wo es denn nun besser sei. Ich wollte klarstellen: Beide sind schlimmer. Paris war dagegen eine Herzensangelegenheit. Die Darstellungen dieser Stadt kennen nur noch zwei Extreme: Disneyeske Romantisierung und depressive Entzauberung. Beides wird ihr nicht gerecht. Boum ist der Versuch, Paris zu befreien und zugleich in ihrem Namen die Welt zu erobern. Beim Schreiben war ich sozusagen Charles de Gaulle und Napoleon in einer Person.

Haben die französische Literatur und Philosophie Sie besonders geprägt?
Ich wuchs noch ohne das Internet auf. Zugang zu Pornographie hatte ich also nur über Bücher. Vorrangig von zwei Franzosen: Marquis de Sade und Georges Bataille. Als mir das nicht mehr pervers genug war, ging ich über zur Philosophie. Foucault, Derrida, Lacan. Es war, als hätte man mir die Schädeldecke abmontiert und Brausepulver über mein Gehirn ausgekippt. Heute lasse ich die Finger von dem Zeug. Nicht alle sind aus der Dekonstruktion so heil wieder rausgekommen wie ich.

Märchen, Horrorgeschichte, Erotikkrimi, Comic, Computerspiel, Satire – wie beschreibt man Boum in Ihren Augen am treffendsten?
Als Hochliteratur unter der Gürtellinie.

Und wie sollte man Ihren Roman nicht lesen?
Als Bildband französischer Schlossgärten des 18. Jahrhunderts. Oder als Rezept für eine Bouillabaisse. Wer sich in dem Roman langatmige Passagen über gallische Schweinezucht erhofft, dürfte ebenfalls enttäuscht werden. Doch höchstwahrscheinlich meint die Frage, ob man es autobiographisch lesen dürfe. Dazu vielleicht am besten ein Satz des guten alten Johann Wolfgang Von: „Kein Strich, der nicht erlebt und kein Strich so, wie er erlebt.“

Termine

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Hamburg
Magazin Filmkunsttheater,
Fiefstücken 8A,
22299 Hamburg

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Wien
Theater im Park,
Prinz-Eugen-Straße/Ecke Plößlgasse,
1030 Wien

Magna-Impulsforum: Hass im Leben - Hass im Netz: Werden die sozialen Medien überschätzt? Podiumsdiskussion mit Lisa Eckhart, Eva Glawischnig, Patrick Stegemann, Peter Strasser u.a. Moderation: Michael Fleischhacker

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