Papa stirbt, Mama auch
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Maren Wurster

Papa stirbt, Mama auch

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Details zum Buch
  • Erscheinungsdatum: 26.07.2021
  • 160 Seiten
  • Hanser Berlin
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-27112-8
  • Deutschland: 20,00 €
  • Österreich: 20,60 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-27184-5
  • E-Book Deutschland: 15,99 €

Ein Buch, das uns alle betrifft: Maren Wursters zutiefst berührende Reflektion über Fürsorge und Übergriffigkeit, Krankheit und Tod – und die Suche nach der eigenen Geschichte.

Ein persönliches, in seiner Offenheit radikales, überraschend tröstliches Buch über den Abschied von den Eltern – und der literarische Versuch, die eigene Herkunft zu ergründen. Der Vater liegt auf der Intensivstation, die demenzkranke Mutter wird in einem Pflegeheim betreut. Dazwischen steht die Tochter, selbst Mutter eines kleinen Kindes, und muss sich kümmern, weiß aber nicht, wie. Sie fängt an, sich zu erinnern: an ihre Kindheit, an das Ferienhaus in Spanien, aber auch an die Sucht des Vaters und die Unnahbarkeit der Mutter. Und während sie das Leben der Eltern vom Moment des Sterbens aus erzählt, begreift sie nach und nach, was die beiden eigentlich für Menschen waren, was für ein Mensch sie selbst geworden ist.

Maren Wurster

Maren Wurster

Maren Wurster, geboren 1976, studierte Filmwissenschaften und Philosophie in Köln und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2017 erschien ihr Roman Das Fell. Sie erhielt mehrere Stipendien, zuletzt 2019 das ...

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Presse

„Das Sterben der Eltern nutzt Wurster, um ihre Kindheit zu beschreiben, nicht um damit abzurechnen. Sie tastet sich zum eigenen Ich. Zu dem, woher man kommt und warum man so geworden ist. … Maren Wursters Schreiben ist eines, das bei sich angekommen ist. Ein Schreiben, was sich nur vor sich selbst verantworten muss, wie ein Kind, das groß geworden ist. Was für ein friedliches Buch der eigenen Identität gegenüber.“ Laura Ewert, ZEIT Online, 04.08.2021

„Maren Wurster nimmt uns nicht nur mit in ihr eigenes Abschiednehmen, ihr Buch führt wirklich in das Reich des modernen Sterbens …. Und sie zeigt, wie gut und menschlich, oder eben manchmal auch miserabel, es dort um die Menschlichkeit bestellt ist. Und das ist dieses Buch beides: politisch und privat, so sachlich wie poetisch, und bei aller Wut, bei allen Störgefühlen, es handelt auch immer vom großen Glück, von Liebe und Versöhnung.“ Gesa Ufer, RBB Radioeins, 29.07.2021

„Bestürzend …. Eine literarische Konfrontationstherapie mit den größten Ängsten eines (erwachsenen) Kindes.“ Marlen Hobrack, Die Zeit, 02.09.2021

„Der schwierige Abschiedsweg, zugleich ein Plädoyer für die Fürsorgearbeit, ist mit den Reflexionen verschiedener Denker unterlegt und so feinfühlend offen erzählt, dass es Mut macht. Ihr Schreiben wird zur ‚Archäologie des Verlustes‘, die weit in die Familiengeschichte zurückreicht: hellwach, radikal und ungemein tröstlich.“ Bettina Hesse, WDR5, 07.08.2021

„‘Papa stirbt, Mama auch‘ ist ein aufwühlendes Buch, ein schönes, kein selbstgerechtes. Das Abrechnen und Abwiegen der Beziehung zu den Eltern ist immer auch ein Abrechnen und Abwiegen der Beziehung zu sich selbst.“ Lisa Schneider, ORF FM4, 02.08.2021

„In ‚Papa stirbt, Mama auch‘ erzählt Maren Wurster aufwühlend und persönlich von der Pflege der eigenen Eltern. … Maren Wurster gelingt ein Buch, das den Verfall zweier geliebter Angehöriger beschreibt und vielen Lesern trotzdem Trost spenden dürfte.“ Jana Zahner, Südwest Presse, 07.08.2021

„Wurster hat einen nüchternen Ton gewählt und einen sehr skrupulösen Zugang. Da wird alles in Zweifel gezogen, nichts beschönigt. Die Demenz ist brutal, nicht schrullig. Und dass sie den Vater der Mutter vorzieht, daraus macht Wurster kein Hehl. … Und gerade weil dieses Memoir ‚live‘ geschrieben ist, weil die Autorin beim Schreiben eben noch nicht wusste, ob etwa ihr Entschluss, die Eltern nach Berlin ins Pflegeheim zu holen, sich als schrecklicher Fehler erweisen würde, entfaltet der Text eine ruhige Kraft.“ Bettina Steiner, Die Presse, 13.08.2021

5 Fragen an …

Maren Wurster

Liebe Maren Wurster, Papa stirbt, Mama auch ist ein sehr persönliches Buch, in dem es um den Abschied von deinen Eltern geht, die beide schwer krank sind. War es schwer, einen derart persönlichen Text zu schreiben?
Mir ist es schwergefallen, den Text zu ordnen und dann vor allem, ihn zu veröffentlichen. Geschrieben habe ich ihn aus einer inneren Notwendigkeit heraus, das war aufwühlend, aber nicht schwer. Ich habe mich auf meine Trauer eingelassen und beschrieben, was geschehen ist und was geschieht. Aus dieser Atmosphäre des Stillstands haben sich die Verluste und Verletzungen, die Liebe und die schönen Momente ineinander gewoben. Und dann dachte ich, dass andere Menschen sich darin mit ihren Erfahrungen und Gefühlen vielleicht wiederfinden können.

Dein Buch ist zugleich ein Versuch, die komplizierte Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern zu verstehen – gab es beim Schreiben Momente, die für dich selbst überraschend waren?
Ja, wie lange ich den Erzählfäden folgen konnte, die ich aufgegriffen habe. Mein Text ist eine Archäologie des Verlusts, indem ich mich an Momenten des Verlassen-Werdens in meiner Familie entlanghangele und ihnen bis in die Geschichte der Urgroßeltern folge. Es hat mich überrascht, wie Krankheit und Abschied, aber auch Geborgenheit und Zusammenhalt über die Generationen hinweg in das Leben meiner Eltern, mein eigenes Leben und das meines Kindes hineinwirken. Ich konnte mich und uns in diesem „tableau vivant“ sehen und verstehen.

Du schreibst teilweise über Ereignisse, die gerade stattfinden, etwa über die Covid-19-Erkrankung deiner Mutter und die Überforderung der Pflegekräfte – ist es gut oder schlecht, so wenig Distanz zum Geschehen zu haben, sie so unmittelbar in den Text einfließen zu lassen?
Als meine Mutter an Covid-19 erkrankt ist, zusammen mit fast allen anderen Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims, war ich wochenlang die einzige Angehörige, die überhaupt Zugang hatte. Ich wollte festhalten, welche Situation für alle Beteiligten entstanden ist, auch für die Pflegerinnen und Pfleger, die bis an ihre Grenzen gegangen sind. Mein Schreiben ist phänomenologisch, ich beobachte, beschreibe genau und möchte nicht werten. Das ermöglicht mir, auch „live“ zu schreiben – und den Leserinnen und Lesern, darin selbst eine Position zu finden. Zugleich war das keine bewusste Entscheidung. Die Dinge sind geschehen und haben sich überschlagen und ich musste sie schreibend festhalten.

Dein Buch dreht sich im Kern um sehr aktuelle Themen wie weibliche Care-Arbeit und die Zustände in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Was denkst du, muss sich ändern, damit Betroffene und Angehörige entlastet werden?
Wir müssen Fürsorgearbeit als grundlegende Arbeit für unsere Gesellschaft verstehen, die Fürsorge für unsere Mitmenschen, für unsere Kinder, unsere Eltern und auch für die Umwelt. Diese Leistung ist elementar für alle anderen Bereiche. Die aktuelle Krise führt uns das deutlich vor Augen. Die US-Soziologin Riane Eisler sagt, dass Empathie und Kooperation den wahren Wohlstand einer Gesellschaft zeigen. Und wenn wir so denken, diesen Wertewandel herbeiführen, dann führt das zu einem anderen Miteinander, in dem die Pflegearbeit einen ganz anderen gesellschaftlichen Stellenwert bekommt und auch ganz anders vergütet wird.

Was bedeutet würdevolles Sterben und wie hat sich dein Blick auf dieses Thema nach deinen Erfahrungen der letzten Jahre verändert?
Nicht die Lebensverlängerung, sondern die Frage, wie ein Mensch seine letzte Lebenszeit erfahren möchte und darf, halte ich für entscheidend: in geborgener Atmosphäre, mit seinen Liebsten und dank Medikamenten ohne Schmerzen. Dazu gehört auch der berechtigte Wunsch, sein Leben beenden zu wollen. Der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio sagt, Sterbebegleitung sei auch liebevolles Unterlassen. Ich teile dies. Der Text übt insofern auch Kritik an der Intensivmedizin und darüber hinaus an den Quarantäne-Maßnahmen, die zu menschenunwürdigen Situationen führen.

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