Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten
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Elyas Jamalzadeh, Andreas Hepp

Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten

Details zum Buch
  • Erscheinungsdatum: 14.02.2022
  • 256 Seiten
  • Zsolnay
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-552-07289-3
  • Deutschland: 22,00 €
  • Österreich: 22,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-552-07298-5
  • E-Book Deutschland: 16,99 €

„Eigentlich flüchtet jeder“, sagt der afghanische Flüchtling Elyas Jamalzadeh. Ein spannendes und humorvolles Buch über seine tragische Fluchtgeschichte

„Stell dir mal vor, du bist dein Leben lang nervös, merkst alles, bist ständig auf der Hut. Ich wurde schon nervös geboren. Ich war illegal. Jedes Jahr, jeden Tag, jede Minute konnte es passieren.“ Die afghanischen Eltern von Elyas Jamalzadeh lebten schon im Iran, als er auf die Welt kam. Er wurde als Flüchtling geboren. 2014 macht er sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. Mit beeindruckender Unmittelbarkeit wird hier eine Reise beschrieben, die man kaum überleben kann. Dass Jamalzadeh Humor und Ehrgeiz nie eingebüßt hat, hilft ihm beim Ankommen in einem fremden Land. Er lernt Deutsch, beginnt eine Ausbildung und verliebt sich. Ein tragisches, ein komisches Buch, ein Buch, das niemanden kaltlässt!

Elyas Jamalzadeh

Elyas Jamalzadeh

Elyas Jamalzadeh, geboren in Teheran als Kind afghanischer Kriegsflüchtlinge. Laut seiner Mutter schneite es am Tag seiner Geburt. Er floh mit seinen Eltern 2014/15 nach Österreich und begann eine Lehre als Friseur.

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Andreas Hepp

Andreas Hepp

Andreas Hepp, geboren in Wels, studierte unter anderem Germanistik und arbeitet heute als Deutschlehrer an einer Linzer Privatschule.

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Presse

"Ein Buch, dass kein Mitleid will, sondern Aufmerksamkeit und mehr Toleranz für Flüchtende. [...] Elyas Jamalzadeh schafft es, uns durch seinen Witz nicht in Betroffenheit oder gar Mitleid versinken zu lassen. Immer wieder reißt er uns mit seinem Lebenswillen aus den bedrückenden Bildern der Kindheit im Iran und der schrecklichen Erlebnisse der Flucht heraus. Diese feine Balance ermöglicht es uns, an dem Erzähler und seiner Geschichte dranzubleiben. […] Elyas Jamalzadeh betreibt keine Schwarzweißmalerei. […] Spannend und wertvoll!" Andreas Gstettner-Brugger, FM4, 10.05.22

"Sein Bericht ist eine Erinnerung daran, über den Zahlen von Geflüchteten nicht die einzelnen Schicksale zu vergessen." Jeanette Schäfer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.22

"Eine dramatische Geschichte, mit Humor und ohne großes Pathos erzählt. Sollte zur Pflichtlektüre werden!" Sebastian Fasthuber, Falter, 9.3.22

"Ein ganz besonderer Sound voll ironischem Humor und erzählerischer Unmittelbarkeit.“ Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 26.02.22

"Ein ziemlich einzigartiger Stil." Teresa Schaur-Wünsch, Die Presse, 25.02.22

"Elyas Jamalzadeh und Andreas Hepp schaffen es auf leicht lesbare Weise, eine Vorstellung zu vermitteln, was so eine Flucht, so ein Ankommen bedeutet. Das ausbeuterische System Schlepperei bekommt man durch diese Lektüre realitätsnah mit. […] Die Tonalität ist überdreht, selbstironisch und originell, manchmal auch salopp. […] Dieses Buch zu lesen erweitert Horizont und Empathie." Juliane Fischer, Salzburger Nachrichten, 22.2.22

"Tatsächlich findet Elyas Jamalzadeh für die lebendig geschriebene Erzählung seines dramatischen Lebens einen leicht zugänglich, niemals mitleidheischenden Ton. Selbst wenn er detailreich seine Flucht nach Österreich schildert, lässt er es sich nicht nehmen knochentrockene und immer wieder ironische Kommentare einzubauen. Sein Buch ist vor allem eines: schonungslos […] und der beeindruckende Bericht eines Menschen, der an keinen einzigen Tag seines Lebens einen Ort gekannt hat, den er Heimat hätte nennen können." Ivo Kaufmann, Ö1-Kontext, 18.2.22

"Ein berührendes Buch! Bewegend und doch humorvoll erzählt." Sybill Dolenz, ORF, 15.2.22

"Ein eindrucksvoller "Roadmovie"-Roman in einem bemerkenswert humorvollen Grundton" APA, 14.2.22

"Hier wird alles ausgepackt, ungeschönt und in einnehmendem Erzählstil unter die Lesenden gebracht." Claudia Stelzel-Pröll, Kurier, 13.2.22

5 Fragen an …

Elyas Jamalzadeh und Andreas Hepp

Liebe beide, Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten erzählt die bewegenden Lebensgeschichte von Elyas. Ihr habt das Buch gemeinsam geschrieben. Woher kennt Ihr Euch?
Andreas Hepp: Auf Menschen zuzugehen, die neu oder am Rande einer Gruppe sind, ist mir ein großes Anliegen. So sind Elyas und ich 2016 nach einem Gottesdienst ins Reden gekommen. Da entwickelte sich bei mir ein großer Respekt für seine Ehrlichkeit und seine Zielstrebigkeit – gewürzt mit einer starken Prise ironischem Humor in allen Lebenslagen. Damals wurde das Fundament für eine wertvolle Freundschaft gelegt, die bis heute tiefer und tiefer wird.

Wie seid Ihr auf die Idee zu diesem Buch gekommen?
Andreas Hepp: An dieser Stelle darf ich einen besonderen Dank an Edith, eine Freundin von Elyas, aussprechen. Sie hat Elyas von Beginn an, seit er in Österreich ist, unterstützt und ermutigt, und sie war es auch, die uns die Idee für das Buch eingepflanzt hat – halb im Spaß sprachen wir immer wieder darüber. Als wir dann tatsächlich im Sommer 2020 auf einen zweiten Lockdown und somit genug Zeit zusteuerten, rief ich Elyas eines Augustabends an. Aus Spaß wurde Ernst: Wir steckten die Köpfe zusammen und begannen mit den Arbeiten am Buchprojekt.

Wie muss man sich Eure Zusammenarbeit genau vorstellen?
Andreas Hepp: Elyas, dieser unglaublich kreative Kopf, hat einfach ein natürliches Talent zum Erzählen. Wir vereinbarten über mehr als ein halbes Jahr etwa einmal pro Woche ein Treffen oder ein Telefonat. Ich stellte ihm ein paar Leitfragen und durfte die geballte Wucht, die tatsächliche Tragweite von dem mitfühlen, was es heißt, nie anzukommen, von puren Existenzängsten getrieben zu sein – zu flüchten. Dabei versuchte ich, diese unzähligen Einzelsituationen zu notieren, zu sortieren und für ein Buch zu formulieren. Mein größtes Anliegen war es, seinen direkten Erzählstil einzufangen und die Leserin/den Leser durch einen konzeptionell mündlichen Text in einen tragisch-humorvollen Dialog mit Elyas treten zu lassen.

Der erste Teil des Buches beschreibt das Leben als afghanischer Flüchtling in Teheran, der zweite Teil widmet sich der gefährlichen Flucht über das Mittelmeer, der letzte Teil beschreibt das Ankommen in Europa. Was ist Euch besonders leicht oder schwer gefallen beim Erzählen?
Elyas Jamalzadeh: Mir ist es schwer gefallen über die Flucht, speziell über das Mittelmeer zu sprechen. Alle Frauen und Kinder hatten Schwimmflügel und Schwimmwesten an, weil sie nicht schwimmen konnten. Stell dir vor: Du hast deinen Tod vor Augen. Du hast den Tod deiner Eltern vor Augen. Und du kannst nichts dagegen tun. Nur in der Dunkelheit sitzen, ohne zu wissen wohin, und jede Welle im Sturm kann deinen Tod bedeuten. Und genau deshalb wollten wir auch dieses Buch schreiben: Um dir praktisch zu zeigen, wie das ist, wenn jemand flüchtet, um sein Leben kämpfen muss. Leicht ist es mir dagegen gefallen von Österreich, von meiner Ankunft in Wien zu erzählen. Speziell in Bad Goisern und in Linz durfte ich später so viele unglaublich wertvolle Frauen und Männer kennenlernen, die mir geholfen und mich geprägt haben. Und mit einem dieser wertvollen Menschen darf ich nun sogar verheiratet sein.

Wenn Ihr Euch was wünschen dürft, mit welchem Gefühl sollen die Leserinnen und Leser das Buch zuklappen?
Elyas Jamalzadeh: Ich wünsche mir, dass du verstehst, was du im Leben hast. Egal ob viel oder nicht viel. Dass du dankbar bist. Ohne dankbar zu sein und einander zu helfen geht’s nicht im Leben, egal ob du flüchtest oder nicht. Und ich wünsche mir, dass du nicht vergisst, dass du mit diesem Buch auch armen Menschen in Griechenland und in der Türkei hilfst, weil wir einen Teil von unserem Gewinn an Menschen spenden, die dort Hilfe brauchen. Weil ich leider weiß, wie das ist, wenn man nicht weiß, ob man überlebt. Weil ich leider weiß, wie das ist: das mit dem Flüchten.

Interview: Bettina Wörgötter

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Linz
Hörsaal 1, PH OÖ,
Kaplanhofstraße 40,
4020 Linz

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