Einsteins Hirn
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Details zum Buch
Roman
  • Erscheinungsdatum: 23.01.2023
  • 544 Seiten
  • Zsolnay
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-552-07334-0
  • Deutschland: 28,00 €
  • Österreich: 28,80 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-552-07351-7
  • E-Book Deutschland: 20,99 €

Wie im „Floß der Medusa“ erzählt Franzobel eine neue erfundene wahre Geschichte: Der Pathologe Thomas Harvey stiehlt Einsteins Hirn und behält es sein Leben lang.

Am 18. April 1955 kurz nach Mitternacht stirbt Albert Einstein im Princeton Hospital, New Jersey. Seinem Wunsch entsprechend wird der Körper verbrannt und die Asche an einem unbekannten Ort verstreut. Vorher jedoch hat der Pathologe Thomas Harvey Einsteins Hirn entfernt, danach tingelt er damit 42 Jahre durch die amerikanische Provinz. Mit ihm erlebt Harvey die Wahl John F. Kennedys zum Präsidenten und die erste Landung auf dem Mond, Woodstock und Watergate und das Ende des Vietnamkriegs; und irgendwann beginnt das Hirn, mit Harvey zu sprechen.
Franzobels neuer Roman ist ein hinreißender Trip durch wilde Zeiten und zugleich die Lebensgeschichte eines einfachen, aber nicht gewöhnlichen Mannes, den Einsteins Hirn aus der Bahn wirft.

Franzobel

Franzobel

Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Bei Zsolnay erschienen zuletzt der Krimi Rechtswalzer (2019) sowie die in ...

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Einsteins Hirn

Presse

"EIne genial-verschrobene Zeitreise." Bern Melichar, Kleine Zeitung, 29.01.23

"Franzobel hat es spürbar große Freude bereitet, diesen Roman zu schreiben. Er sprüht über vor Absurditäten, ist voll mit witzigen sprachlichen Einfällen und zeigt zugleich die tragisch-traurige Seite seiner Protagonisten." Joachim Dicks, NDR Kultur, 27.01.23

"Franzobel ist ein Phänomen.“ Alexander Košenina, FAZ, 26.01.23

"Eine herrlich abgedrehte Geschichte mit viel Herz – und noch mehr Hirn.“ Theresa Hübner, WDR5 Bücher, 21.01.23

"Sanfte Ironie, Franzobels Lust am mäandernden Erzählen und sein Einfallsreichtum machen den Text zu einem Leseabenteuer, bei dem man gerne über sein eigenes kleines Universum hinausdenkt.“ Andreas Puff-Trojan, Münchner Merkur, 23.01.23

"Der Roman hat etwas Faustisches in seiner rastlosen, zerstörerischen Begierde nach Erkenntnis." Volker Blech, Berliner Morgenpost, 23.01.23

"Eine heiter-böse Wissenschaftsparabel, die auch einen brandaktuell gewordenen Aspekt von Einsteins Denken aufgreift: seine Warnung vor einem nuklearen Inferno im 21. Jahrhundert." Georg Leisten, Südwest Presse, 23.01.23

"Franzobels Erzählen ist Barock statt Bauhaus. Ein furioses Vergnügen wie einst Forrest Gump.“ Wolfgang Popp, Ö1 Mittagsjournal, 23.01.23

"Den durchaus ernsten Hintergrund der Romanhandlung lockert Franzobel mit seinem Einfallsreichtum, seinem Witz und seiner Hochbegabung für Absurdes auf." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 23.01.23

"Zum veritablen Erzähler mutiert, ist Franzobel stets bemüht kleine, mit kühnen Wortfindungen gefüllte Sprengkapseln unterzubringen." Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 23.01.23

"Eine unglaublich komische und gleichzeitig geistreiche Reise durch vier Jahrzehnte, in der Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen." Simone Hoepke, Kurier, 21.01.23

5 Fragen an …

Franzobel

Lieber Franzobel, Albert Einsteins Hirn wurde unmittelbar nach seinem Tod von dem Pathologen Thomas Harvey entnommen. In Ihrem Roman Einsteins Hirn heißt es einmal, es sei „die Geschichte einer Obsession“. Wie ist das zu verstehen?
Für Thomas Harvey entpuppt sich dieses Hirn als Lebensaufgabe. Trotz aller Widrigkeiten weigert er sich beharrlich, es herzugeben. 1955 ist er ein gutsituierter Pathologe, der mit Frau und Kindern in einer Villa in Princeton lebt. 42 Jahre später kommt er als Hilfsarbeiter gerade so über die Runden, ist dreimal geschieden, aber das Hirn besitzt er noch. Die halbe Welt ist hinter dem Hirn her, Einsteins Nachlassverwalter, Journalisten, die berichten, dass es in einem Marmeladeglas unter Umzugsschachteln liegt, aber Harvey schafft es immer wieder abzutauchen.

Wodurch sind Sie auf eigentlich auf das ungleiche Doppel Harvey/Einstein aufmerksam geworden?
Durch Zufall oder Schicksal. Ich konnte vor zehn Jahren den Teilchenbeschleuniger in Cern besichtigen. Seither fasziniert mich die moderne Physik, weil sie nicht nur unseren Hausverstand komplett auf den Kopf stellt, sondern auch alle großen philosophischen Fragen berührt. Als ich von Harvey und dem Hirn hörte, wusste ich sofort, das ist eine Geschichte, die ich schreiben muss. Am nächsten Tag habe ich damit begonnen.

Fast ein halbes Jahrhundert ist der reale Harvey, ein eher durchschnittlicher amerikanischer Familienvater, mit dem Hirn durch die USA getingelt und hat dabei sein ganzes Leben aufs Spiel gesetzt. Was ist da mit ihm passiert?
Was mit dem realen Harvey passiert ist, weiß ich nicht, aber im Roman beginnt das Hirn irgendwann mit ihm zu sprechen, und Harvey, der ein religiöser Mensch ist, versucht, ihm, dem von Ratio und Mathematik geprägten Verstand von Albert Einstein, Gott näher zu bringen. Er trifft auf Juden, die das Hirn für einen Dibbuk halten, landet bei einer hinduistischen Weltuntergangssekte, lernt einen Atheisten kennen, erlebt bei einem islamischen Gemüsehändler eine Wüsten-Vision und so weiter. Ein Roadtrip durch die verschiedensten Glaubenssysteme.

Rassendiskriminierung, Martin Luther King und Kennedy, Mondlandung und Woodstock, der Mord an John Lennon und ein Auftritt bei Oprah Winfrey. Harvey und Hirn haben nichts ausgelassen.
Zum Schluss hat der reale Harvey neben William Burroughs gelebt, was eine merkwürdige Pointe der Geschichte ist – der Pathologe und der Beat-Poet. Harveys Geschichte ist voll von solchen Zufällen. Mich haben die Auswirkungen der großen Geschichte auf einen einfachen Menschen interessiert, und Harvey ist einer, der oft wo hineingezogen wird. Ein paar Mal habe ich aber auch etwas geflunkert.

Wie schon bei Das Floß der Medusa und Die Eroberung Amerikas haben Sie akribisch recherchiert, auch in Princeton und anderen Orten im Osten der USA. An Einstein werden sich vermutlich viele erinnern wollen, wie war es mit Thomas Harvey?
Ich durfte seine ehemaligen Arbeitskollegen kennenlernen, Leute, mit denen er in einer Plastikfabrik in Lawrence, Kansas oder in einem Gefängnis in Wichita gearbeitet hat. Ich bin aber auch Quäkern begegnet, die mit Harvey bei der „Gesellschaft der Freude“ aktiv gewesen sind. Alle haben ein Bild von einem ruhigen, warmherzigen Kerl gezeichnet, der nur eine Marotte hatte – das Hirn von Albert Einstein. Dem versuchte ich gerecht zu werden.

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Stimmen

"So skurril es klingt, der Kern der Geschichte ist wahr: als Albert Einstein 1955 stirbt, entnimmt der Pathologe Thomas Harvey ohne das Wissen der Familie das Gehirn des toten Wissenschaftlers. Er will untersuchen, ob sich anhand des Organs der Ursprung von Einsteins Genialität feststellen lässt. Da ihm aber selbst die Expertise für eine solche Untersuchung fehlt, beginnt für ihn - und das Gehirn - eine über 40-jährige Odyssee. Nachdem er aufgrund des Organraubs seinen Job verliert, im weiteren Verlauf auch seine Ehe scheitert und - und hier trennt sich Fiktion von Realität - das Gehirn mit ihm zu sprechen beginnt, reisen Harvey und das Gehirn fortan quer durch die USA auf der Suche nach geeigneten Experten der Hirnforschung.
Franzobel hat den Roman wirklich penibel recherchiert, und neben Harveys Familiengeschichte wird der Leser quasi nebenher noch Zeuge der wichtigen Ereignisse der amerikanischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Kern der Geschichte aber ist die ungewöhnliche, Freundschaft, die sich zwischen Harvey und dem Gehirn entwickelt, deren Zwiegespräche das ganze Spektrum zwischen Banalitäten sowie den Kernfragen von Philosophie und Wissenschaft abdecken.
Eine wirklich gelungene Mischung, in der der Autor es schafft eine ohnehin schon absurd klingende historische Anekdote noch etwas absurder, aber zugleich auch so viel menschlicher und berührender zu machen." Kerstin Heberer, Buchhändlerin

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