Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war

Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war

Paulus Hochgatterer

Paulus Hochgatterer ist zurück! Mit einer berührenden Geschichte über Angst, Sehnsucht und Alltag im Krieg

Im Oktober 1944 taucht auf einem Bauernhof in Niederösterreich ein ungefähr dreizehnjähriges Mädchen auf, verstört und offenbar ohne Erinnerung. Nelli wird aufgenommen und wächst in die Familie hinein. Einige Monate später kommt eines Nachts ein junger Russe auf den Hof. Er hat nichts bei sich außer einer Leinwandrolle, die er hütet wie seinen Augapfel. Zwischen ihm und dem Mädchen entspinnt sich eine zarte Beziehung, die durch das Eintreffen einer Gruppe von Wehrmachtssoldaten jäh unterbrochen wird. Glanzvoll und fulminant erzählt Paulus Hochgatterer die Geschichte eines verschollenen Gemäldes – und von einem einfachen Mann, der zum Helden wird.


Über den Autor

Paulus Hochgatterer

Paulus Hochgatterer

Paulus Hochgatterer, geboren 1961 in Amstetten/Niederösterreich, lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Er erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Österreichischen Kunstpreis 2010. Bei Deuticke ...

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"Paulus Hochgatterer gelingt ein Kunststück: Er wählt eine begrenzte Perspektive, und doch gerät die Erzählung zu einem faszinierenden Rundumblick." Beatrix Kramlovsky, Die Presse, 05.08.17

„Der Autor zieht den Leser von der ersten Zeile an in den Bann (...) . Eine stilistische Glanzleistung. (...) Ein Meisterwerk der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur." Erich Klein, Falter, 02.08.17

„Wie Paulus Hochgatterer darüber schreibt, ist seine große Kunst. Niemals aufdringlich, vordergründig oder platt, seine Sätze deuten nur an, seine Sprache ist fast schon lakonisch, aber immer brillant. Es ist die Kraft des Nichtgesagten, die sein Schreiben auszeichnet.“ Christine Westermann, WDR5 Bücher, 29.07.17

„Fantastisch-realistisch erzählt Hochgatterer vom Versuch, das eigene Leben zu meistern, von Momenten des Glücks und jenen, in denen man zum Helden werden kann.“ Karoline Thaler, ORF, 30.07.17

„Hochgatterers grosse Kunst ist es, die Verwirrungen des Psychologischen in eine Sprache äusserster Klarheit zu transformieren. In eine Sprache, die nichts glättet und nichts beschönigt. In eine Sprache, die lebt. Vor allem dann, wenn es um den Tod geht. (...) Paulus Hochgatterer macht aus dieser Geschichte ein Kammerspiel der Gefahr, er zeigt, wie sich zarte Bande zwischen den Figuren ergeben, die dennoch zum Zerreißen gespannt bleiben. (...) Der österreichische Autor schreibt lakonische Sätze, die nichts ausschmücken, die so hart an der Kargheit sind, dass man das wuchtige Crescendo dieses Textes nur ganz allmählich bemerkt und sehr plötzlich vor dem dramatischen Finale steht.“ Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 26.07.17

„Paulus Hochgatterer ließ sich für sein neues Buch viel Zeit. Das Warten hat sich gelohnt. (...) Die Episode von den finalen Tagen wurde bereits gefühlte Hundert Male berichtet, verfilmt, besungen, dokumentiert aber selten so eindringlich erzählt wie von Paulus Hochgatterer in seinem neuen Buch. (...) "Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war" fasst scheinbar schwer Vereinbares in eindringliche Bilder. (...) Hochgatterer erzählt den letzten Akt jenes Dramas, in dem Lebensläufe und Zukunftspläne neu geordnet wurden, auf gut 100 Seiten. Man könnte das als Hybris abtun, wäre Hochgatterer nicht ein derart guter Schriftsteller, der kleine Einblicke in den großen Kreislauf eines Lebens ohne sicheren Morgen gewährt." Wolfgang Paterno, profil, 24.07.2017

„Hochgatterer spielt auf faszinierende Weise bis zuletzt mit der Erwartungshaltung und den innersten Wünschen seiner Leserschaft.“ Judith Hoffmann, Ö1, 22.07.17

„Dicht und voller Poesie." Cornelia Zetzsche, BR2, 16.07.17

5 Fragen an …

Paulus Hochgatterer

Wie ist die Idee zu Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war entstanden?
Der autobiografische Kristallisationspunkt des Buches ist eine Geschichte, die meine Mutter immer wieder von ihrem Vater erzählt hat, eine Geschichte, in der er, ein wortkarger Bauer, im Frühjahr 1945 einem Offizier der deutschen Wehrmacht begegnete. Dieses Ereignis hat mir einerseits unser aller Bedürfnis nach dem guten Ausgang von Geschichten vor Augen geführt, andererseits den historischen Umstand, dass ein einziges grauenhaftes Jahrzehnt das Leben von uns allen nach wie vor bestimmt. Vielleicht hat das Ganze auch damit zu tun, dass die Eltern meiner Generation jetzt sterben und uns damit die letzten Zeugen dieser Zeit verloren gehen.

Es gab für diesen Stoff also einen historischen Ausgangspunkt?
Historisch betrachtet sind jene Ereignisse Ausgangspunkt der Erzählung, die sich im März 1945 im westlichen Niederösterreich abgespielt haben: Bombenangriffe, ein in Brand geschossener Ölzug, amerikanische Soldaten, die man einfach umgebracht hat. Als ein zweiter Strang spielt die Frage, welche Bedeutung die Kunst im Dritten Reich hatte oder, allgemeiner, welche Gefahr Kunst für Diktaturen darstellt, eine wichtige Rolle.

Ist die „Möglichkeitsform“, die diesen Text zu einem ganz besonderen macht, beim Schreiben entstanden, oder war es für Sie von Anfang an klar, dass die Erzählung nach dieser Form verlangt …
und dass die eigentliche Hauptfigur ein junges Mädchen sein würde?
Dass das erwähnte Bedürfnis nach einem Helden, nach einem Fehlen des Schreckens, nach einem Nichtstattfinden des Todes, einer erzählerischen Umsetzung bedarf, war mir klar. Dass ausgerechnet ein Mädchen, dem die eigene Geschichte verloren gegangen ist, uns allen von der Erfüllung unserer Sehnsucht nach dem guten Ende erzählt, war eine schöne Überraschung.

Die Geschichte hat ein offenes Ende … Wir als Leser würden natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Werden Sie uns diesen Wunsch erfüllen?
Die Geschichte hat ein glückliches Ende. Zumindest heißt das letzte Kapitel so. Im Ernst: Ein Mädchen und ein Bild brechen auf und machen sich auf den Weg. Wenn die Menschen wissen wollen, wohin er die beiden führt, werde ich mir wohl etwas überlegen müssen.

Die Fragen stellte © Martina Schmidt

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