Der rote Swimmingpool

Der rote Swimmingpool

Natalie Buchholz

Wie viel Wahrheit verträgt die Liebe? Ein Debütroman über das Ende einer perfekten Familie und einen Sommer, in dem alles neu beginnt.

Adams Mutter ist schön und wird von allen bewundert, sein Vater ist lebenshungrig und erfolgreich. Nichts kann sie trennen, denkt Adam, der kein Kind mehr ist und noch kein Mann. Bis es dann doch passiert: Sein Vater verschwindet ohne ein Wort. Seine Mutter sagt ihm nicht, was los ist. Und Adam tut etwas, das er besser gelassen hätte. Leichtfüßig und mit großer Wärme erzählt Natalie Buchholz in ihrem Debütroman von einer Vorzeigefamilie, die sich selbst zerstört. Sie erzählt, wie eine große Liebe zerbricht und eine neue beginnt. Denn während Adam versteht, dass nichts im Leben perfekt ist, kommt der Sommer und mit ihm das Mädchen, das ihn dazu bringt, sich endlich auf seinen eigenen Weg zu machen.


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Natalie Buchholz, 1977 geboren, lebt mit ihrer Familie in München. "Der rote Swimmingpool" ist ihr erster Roman.

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Presse

"Buchholz erzählt die Geschichte von Adam mit leichtem und schnörkellösem Sound, die Sprache ist klar und rhythmisch, ohne sich einem Jugendjargon anzubiedern. Man glaubt, bei 'Der rote Swimmingpool' einen dieser Jugendromane in den Händen zu halten, die gererationenübergreifend funktionieren." Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung, 08.05.18

5 Fragen an …

Natalie Buchholz

Frau Buchholz, in Ihrem Roman erzählen Sie die Geschichte einer Familie, die perfekt zu sein scheint – bis die heile Welt plötzlich ins Wanken gerät. Können Sie zunächst etwas über Adam und seine Eltern erzählen? Adam kommt quasi aus dem Paradies; seine Mutter ist wunderschön, sie wird nicht nur von seinem Vater geliebt, begehrt und bewundert, sondern auch von Adams Freunden, den Nachbarn, dem Postboten, dem Bäcker… Es gibt niemanden, der sich ihrem Lächeln widersetzen kann, alle fühlen sich in ihrer Nähe wohl. Was Adam genießt. Adams Vater kommt ursprünglich aus ärmlichen Verhältnissen. Er hat sich von seiner Familie losgestrampelt, als ihm die Gelegenheit dazu geboten wurde. Er ist nach München gekommen, um Karriere zu machen. Und die hat er gemacht. Weil er immer alles erreicht, was er will. Er ist lebenshungrig, ein Familienmensch mit Geld, der seinem Sohn und seiner Frau eine Menge Liebe zu geben hat. Adam selbst steht die Welt offen. Es könnte nicht besser sein für ihn – eigentlich.

Was hat es mit dem roten Swimmingpool auf sich? Er ist ein Geschenk. Aus Liebe. Adams Mutter kommt ursprünglich aus Frankreich, vom Meer, in dem sie jeden Morgen schwamm. Adams Vater baute den Swimmingpool für sie, gemeinsam mit Adam, damit sie das Meer nicht mehr so vermisst. Die Fliesen wurden rot, blutrot. Das passt zur Adams Mutter, meint der Vater, der sich sowieso fragt, warum Swimmingpools immer irgendwie blau sein müssen.

Wie schafft Adam es, seinen eigenen Weg im Leben zu finden? Letztendlich weil er sich verliebt. Glücklich verliebt. Aber auch, weil er lernt, alte Erwartungen loszulassen. Er bekommt einen neuen, einen reiferen Blick auf die Verhältnisse und die Beziehung, in der er zu seinen Eltern steht. Er lernt, dass scheinbare Gewissheiten brüchig werden können. Gleichzeitig bricht er auf, es besser zu machen als seine Eltern – die Liebe macht ihn zuversichtlich.

Adam, die Hauptperson, wird im Laufe Ihres Romans achtzehn Jahre alt. Wie ist es Ihnen gelungen, sich so sehr in die Welt eines Jugendlichen einzufühlen? Durch Empathie. Bei einem kreativen Prozess schöpft man wohl immer auch aus eigenen Erinnerungen, die man mit sich trägt. Es fiel mir nicht schwer, mich in die Sorgen, Nöte, Wünsche und Hoffnungen eines jungen Menschen hineinzuversetzen. Wenn ich schrieb, war ich Adam. Ich bewegte mich in seinem Leben, in seiner Geschichte.

Der rote Swimmingpool fängt die Stimmung einer Jugend perfekt ein: endlose Sommer, Baden im See, Biertrinken, Lagerfeuer, die erste Liebe. Wo haben Sie diese Zeit verbracht? Beim Baden im See, biertrinkend am Lagerfeuer – mit meiner ersten Liebe (und ohne), aber immer mit dem Gefühl, man müsse dem endlosen Sommer das Versprechen abluchsen, wirklich endlos zu sein und nicht nur so zu tun, als ob.

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