Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

Radek Knapp

Das neue Buch von Radek Knapp, der „immer noch mit diesem fassungslosen Blick eines Heranwachsenden auf die Welt sieht“ Elke Heidenreich

In seinem einzigartigen Stil erzählt Radek Knapp von der unfreiwilligen Emigration des zwölfjährigen Walerian von Polen nach Wien. Seine Schulkarriere ist kurz und endet mit seinem Hinauswurf. Als ihn seine Mutter ebenfalls auf die Straße setzt, kostet er in seiner neuen Bleibe das Gefühl der Freiheit aus – und die Bekanntschaft mit Schimmelpilz. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und dringt in immer tiefere Schichten des Wiener Lebens vor. Dort stößt er auf wenig Sympathie für Menschen von jenseits der Grenze und lernt einiges über die Grenzen des guten Geschmacks und der Legalität. Irgendwann versteht er, dass „zuhause“ überall sein kann – wenn es ihm gelingt, seinen eigenen Weg zu finden.


Über den Autor

Radek Knapp

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Radek Knapp, 1964 in Warschau geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und in der Nähe von Warschau. Sein Roman "Herrn Kukas Empfehlungen" ist ein Longseller. Außerdem erschienen von ihm u.a. die Erzählungssammlung ...

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Presse

„Ein weiteres, skurriles Wunderwerk dieses genialen Erzählers." Werner Krause, Kleine Zeitung, 26.03.17

„Radek Knapp ist ein Meister der Pointe und des bösen Humors." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 25.03.17

„Was dem Erzähler im Exil an Erfreulichem, an Widrigkeiten, an Verwunderlichem und auch an eher Unspektakulärem begegnet, schildert Knapp auf humoristische Weise. ... Im Tonfall erinnert Radeks Erzählung an den großen polnischen Satiriker Slawomir Mrozek." Thomas Rothschild, Die Presse, 11.03.17

„Radek Knapp erzählt Walerians Geschichte, wie wir es von ihm kennen: Ironisch, flott und witzig. Dennoch klingt hier ein tief melancholischer Grundton an. ... Eine Migrantenerzählung für Inländer erklärt.“ Kristina Pfoser, Ö1-Morgenjournal, 20.02.17

„Knapps Spezialität: Die migrantische Schelmengeschichte, liebevoll, gut gelaunt und lakonisch erzählt. ... Klischees entlarvt knapp stets treffsicher mit Ironie. ... Mit 'Der Mann, der Luft zum Frühstück aß' präsentiert sich Knapp einmal mehr als Fachmann für das, was im weitesten Sinn als 'Heimatangelegenheiten' bezeichnet werden kann – für Dagebliebene und Zugezogene. Eine erfrischende, augenzwinkernde Geschichte der Selbstermächtigung." Paula Pfoser, ORF.at, 17.02.17

„Knapp findet eine Sprache, die die zauberhafte Naivität der jungen Jahre und eine (früh-)reife Lakonie zusammenführt, sodass Mut und Humor zugleich sprechen." Friedrich Reip, Galore, Februar 2017

„Was fremd sein bedeutet, weiß Radek Knapp. Dass er mit so viel Humor und Wärme darüber schreiben kann, macht sein kleines Buch groß." Elke Heidenreich

5 Fragen an …

Radek Knapp

Warum schreiben Sie?
Erstens, weil ich nicht schlau genug war, um Autoschieber zu werden. Und zweitens hat mich schon immer folgende Szene fasziniert: Irgendwann in der Steinzeit sitzen unsere Vorfahren um ein Lagerfeuer, und draußen heulen die Wölfe. Plötzlich fängt einer an, eine Geschichte zu erzählen, damit sich die anderen nicht im Dunkeln fürchten. Dieser Jemand wollte ich sein.

Wovon handelt das neue Buch?
Von einem Mann, der von zwei Gangstern gefangen genommen wurde, und dem man nur Luft zu essen gab. Interessanterweise gab der Mann nicht klein bei, noch verlor er bei dieser zweifelhaften Nahrung an Kraft. Im Gegenteil, er wurde eines Tages so stark, dass er die Tür aufbrach und aus der Gefangenschaft flüchtete. Kurzum, die Geschichte meines Lebens.

Das skurrilste Ereignis des letzten Jahres?
Ich war in Berlin, und da kam nach der Lesung eine hübsche Blondine und sagte zu mir: Ich fühle mich vom Teufel besessen. Können Sie etwas dagegen tun? Ich sagte: Ich komme aus einem katholischen Land, wodurch ich bestens qualifiziert bin, das Böse überall zu bekämpfen. Sogar in Berlin, wenn es sein muss.

Wären Sie nicht Autor, was würden Sie lieber sein?
Astronaut. Es heißt, dass die Erde von oben gesehen am schönsten ist. Insbesondere jetzt, wo sie von Trump und Putin regiert wird.

Wären Sie gerne unsterblich?
Nein. Das Leben wäre dann nur noch ständige Wiederholung. Ich halte es so wie in dem Film “Und täglich grüßt das Murmeltier”. Dort erlebt der Hauptdarsteller immer wieder denselben Tag, bis er begreift: es ist klüger etwas einmal zu erleben, aber dafür ordentlich.

Die Fragen stellte © Martina Schmidt.

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