Bei Regen im Saal

Bei Regen im Saal

Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino erkundet mit Witz und Genauigkeit den schmalen Grat zwischen Eigensinn und Absturz.

Das Leben ist eine schwierige Sache, aber noch schwieriger ist die Liebe. Man hat nicht nur mit den eigenen Ansprüchen zu tun, sondern auch noch mit denen der Frau. Und die will eines Tages nicht mehr zusehen, wie der promovierte Philosoph und Provinzblattredakteur an ihrer Seite sich selbst ins Abseits manövriert. So überrascht es den Mann nicht, dass er sich eines Tages seinen Kram aus Sonjas Wohnung abholen soll und ihre Hochzeitsanzeige findet. Aber auch die Normalität ist keine Rettung, denn ein ordnungsgemäßer Ehemann macht Sonjas Leben zwar ordentlicher, aber auch unendlich langweiliger. Ein Happy End im Abseits – sollte man das für möglich halten?


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Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren, lebt in Frankfurt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Kleist-Preis. Bei Hanser erschienen zuletzt Mittelmäßiges Heimweh (Roman, 2007), Das ...

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Presse

"Vielleicht sein bestes Buch." Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.14

"Genazino schenkt den leise schwindenden Männern in seinen Büchern durch seine Sprache weiterhin kleine Alltagsepiphanien, die ein einvernehmliches Auskommen mit dem gewöhnlichen Unglück ermöglichen." Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung, 30.07.14

"Genazinos Romane fallen zunehmend aus der Zeit, in der sie freilich nie wirklich feststecken. Das ist wieder eine Freude." Judith von Sternburg, Frankfurer Rundschau, 30.07.14

"Wilhelm Genazinos Poetik der Beharrlichkeit ist darum gleichzeitig ein Gegenentwurf zu einer literarischen Betriebsamkeit, die immer schneller und effizienter Wirklichkeit in Literatur verwandeln möchte und mitunter vergisst, dass sich an den Widerhaken einer stoischen Aufmerksamkeit die schönsten und bemerkenswertesten Geschichten verfangen". Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 29.07.14

"Genazino schreibt wie ein Musiker, der Melodie und Rhythmus bedient; äußere Handlung und Nachdenken sind unentwirrbar miteinander verwoben. Das nahezu stillstehende Leben produziert Bilder wie Edward Hopper." Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.14

"Man liest Genazinos Bücher ungefähr so, wie man sich Woody-Allen-Filme anschaut … Man wartet auf die kurzen Momente, da die alltäglichen Dinge zu schillern beginnen, in einem neuen Licht erscheinen und der Schrecken, der sich aufbaut, in Komik umschlägt." Claus-Ulrich Bielefeld, Die Welt, 26.07.14

"Genazino liefert die glaubwürdige Nutzanwendung auf die deutschen Zustände des Jahres 2014 mit ihren ganz anderen Verhältnissen, Ansprüchen und Toleranzen. Es atmet den Geist eines leicht muffigen, doch zarten Trosts; und man muss sich in den Mut der Verzagtheit finden, um ihn anzunehmen". Burkhard Müller, Die Zeit, 07.08.14

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