Versprechen kann ich nichts
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Valeria Parrella

Versprechen kann ich nichts

übersetzt aus dem Italienischen von Verena von Koskull
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Details zum Buch
Roman
  • Erscheinungsdatum: 15.02.2021
  • 144 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-26919-4
  • Deutschland: 19,00 €
  • Österreich: 19,60 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26995-8
  • E-Book Deutschland: 14,99 €

„Zutiefst persönlich, elegant und so frei, wie die Frauen von denen Parrella erzählt.“ (Vanity Fair)

Elisabetta arbeitet als Lehrerin im Jugendgefängnis von Neapel. Als ihr Mann stirbt, stürzt sie sich in die Arbeit. Morgens durchquert sie die Stadt, lässt Lärm und Trauer hinter sich und verspürt Erleichterung, sobald sich das Tor hinter ihr schließt. Doch wie weit geht ihre Verantwortung für die Jugendlichen? Als die eigensinnige Almarina in der Anstalt landet, wird dies für Elisabetta zur persönlichen Prüfung. Kann sie der jungen Frau, die vor dem gewalttätigen Vater aus Rumänien geflohen ist, helfen? Oder ist es in Wirklichkeit sie selbst, die Halt sucht? Die Geschichten der Frauen verbinden sich zu einem Porträt des heutigen Italiens – ein leuchtender Roman über die Frage nach dem richtigen Handeln.

Valeria Parrella

Valeria Parrella

Valeria Parrella, 1974 geboren, studierte Sprachwissenschaften und arbeitete als Buchhändlerin und Schauspielerin. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen ihr Erzählungsband ...

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"'Versprechen kann ich nichts‘ ist ein Büchlein von 137 Seiten, die sich lesen wie ein literarisches Schwergewicht. Es geht um Liebe, Hoffnung und den Glauben, dass - egal wie das Leben uns mitspielt - immer eine ganze Zukunft vor uns liegt. Man sollte nur bereit sein, seine Räume zurückzuerobern und sie mit seiner Seele und seinem Geist zu bewohnen.“ Annette König, Die BuchKönig bloggt / SRF1, 13.04.2021

"Parrella umkreist ihre Protagonistinnen. Ihre Worte deuten vieles nur an, lassen manches im Dunkeln. Genau deswegen hallt dieser kleine Roman noch lang nach dem Lesen nach." Jutta Sommerbauer, Die Presse am Sonntag, 11.04.2021

5 Fragen an …

Valeria Parrella

Sie haben einen Roman geschrieben, der in Nisida, dem Jugendgefängnis von Neapel, spielt. Wie kamen Sie auf diese Idee? Was ist das Besondere an diesem Ort?
Gemeinsam mit anderen neapolitanischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern habe ich vier Jahre lang Kurse für kreatives Schreiben in der Jugendstrafanstalt Nisida gegeben. Dabei sind bereits zahlreiche Erzählungen entstanden, die in einem kleinen lokalen Verlag erschienen sind und deren Gewinn an das Gefängnis zurückfloss. Aber in dem Thema steckte noch viel mehr. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass in der Regel angenommen wird, dass Gefängnisse schlimme, überfüllte Orte sind. Dabei ist das Gefängnis von Nisida ein sehr besonderer Ort: Die Jugendlichen finden dort vieles von dem, was sie vorher nicht hatten. Dieser Beobachtung wollte ich in meinem Roman nachgehen.

Erzählt wird Ihr Roman aus Perspektive von Elisabetta Maiorano, die mit großer Hingabe und beeindruckender Geduld als Lehrerin in der Jugendstrafanstalt arbeitet. Woher nimmt sie die Leidenschaft für ihre Arbeit?
Elisabetta Maiorano ist zwar eine erfundene Figur, aber ich glaube, dass diese Leidenschaft für ihre Arbeit unter Lehrerinnen und Lehren sehr verbreitet ist. Bei meinen Eltern, die auch Lehrer sind, und auch als Schülerin habe ich das häufig beobachtet. Bei Elisabetta kommt hinzu, dass sie selbst beschlossen hat, im Gefängnis zu unterrichten. Niemand hat ihr diese Aufgabe zugewiesen, sie hat sie selbst gewählt. Die Rolle, die sie im Gefängnis einnimmt, geht über die normale Lehrerinnenrolle hinaus: Es geht nicht nur um die zu vermittelnden Inhalte, sondern um die ursprüngliche, lateinische Bedeutung des Wortes magister: Eine Lehrerin oder ein Lehrer bringt dir nicht nur etwas bei, sondern kann dir den Weg weisen.

Alles ändert sich für Elisabetta, als eines Tages die junge Rumänin Almarina das Klassenzimmer betritt. Was verbindet die beiden Frauen?
Im allerersten Moment können sich die beiden Frauen nicht ausstehen. Elisabetta verhält sich sehr distanziert, und Almarina nimmt Elisabetta nicht ernst. Doch irgendwann beginnen beide zu verstehen, dass die Schwierigkeiten zwischen ihnen vor allem von ihrer jeweiligen Verletzlichkeit kommen – beide haben in der Vergangenheit schlimme Erfahrungen gemacht: Elisabetta ist seit kurzem Witwe und Almarinas Körper wurde unglaubliches Übel zugefügt. Durch ihre Wunden finden die beiden Frauen zueinander.

Interessanterweise wird der Raum hinter den Mauern für Elisabetta zu einem Ort, an dem sie sich wohler fühlt, ruhiger ist als in der vermeintlich freien Gesellschaft. Und gleichzeitig treffen viele ihrer Schülerinnen und Schüler im Gefängnis das erste Mal auf Personen, die sich wirklich um sie kümmern. Ist das nicht ein Paradox?
Einer Arbeit nachzugehen macht einen immer unabhängiger und freier, vor allem Frauen und vor allem Frauen in Süditalien. Wir befinden uns im Jahr 2020, aber über viele Jahre hinweg war das ein großer Teil der weiblichen Emanzipation. Damit spiele ich in meinem Roman, denn hier findet die Arbeit in einem Gefängnis statt. Ähnlich verhält es sich mit dem anderen Paradox im Roman, und ich bin fest davon überzeugt, dass das der Realität entspricht: Einige der Jugendlichen sind unglaublich frühreif und gezwungen, straffällig zu werden – sich zu prostituieren, zu stehlen – und ihre Jugend auf der Straße zu verpulvern. In Nisida finden sie Freiheiten – die Freiheit, Sport zu machen, die Freiheit, zu lesen, die Freiheit, Erwachsenen zu begegnen, die sie respektieren.

Wie hat Ihre persönliche Erfahrung in Nisida Ihr Schreiben beeinflusst?
In den Schreibkursen habe ich die Häftlinge kennengelernt, mit ihnen gemeinsam gelesen und geschrieben. Ich habe nicht nur in Nisida Kurse gegeben, sondern in unterschiedlichen Gefängnissen in ganz Italien. In Italien sind viele Gefängnisse überfüllt, und um diese Tatsache ein wenig abzumildern, gibt es unterschiedliche Projekte. Viele dieser Projekte stellen Lesen oder Schreiben in den Mittelpunkt. Dafür braucht man kein Handy oder Computer, sondern nur einen Stift, ein Blatt Papier oder ein Buch, und einen Kopf, der denken kann.

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