Ich werde niemals schön genug sein, um mit dir schön sein zu können

Ich werde niemals schön genug sein, um mit dir schön sein zu können

Mira Gonzalez

"Nachdem ich das hier gelesen hatte, wollte ich erst Lyriker werden, dann Drogen nehmen, dann über Liebe nachdenken, und dann habe ich nichts davon gemacht, sondern nur das hier wieder gelesen." Sasa Stanisic

So wild, lustig und traurig klingt sie also, die Gegenwart. Mira Gonzalez ist 24, ein Star der jungen amerikanischen Literaturszene und vor allem kompromisslos ehrlich. Ihre Gedichte explodieren vor verblüffenden Geständnissen und wundersamen Erinnerungen, vor himmelschreiender Sehnsucht und abwegigen Bedürfnissen. Mal exzessiv selbstbezogen und grell, dann wieder empfindsam und feinnervig, treiben sie heutiges Leben ins Extrem. „Das Herz ist vor allem da, um Herztöne zu machen“, schreibt Mira Gonzalez. Wer ihre Gedichte liest, der weiß, dass das Herz noch viel mehr vermag.


Über den Autor

Mira Gonzalez

Mira Gonzalez

Mira Gonzalez wurde 1992 als Tochter einer bekannten Künstlerin und eines Punk-Bassisten in Los Angeles geboren. Auf Twitter ist sie unter @miragonz zu finden; 2015 veröffentlichte sie gemeinsam mit Tao Lin das Buch „Selected ...

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"Ihre Gedichte sind genau richtig für die Tage, an denen man vielleicht nicht gerade zugedröhnt auf einem Boulevard in L.A. liegen bleiben möchte. Sondern eher im Bett." Maren Keller, Literaturspiegel, 31.10.15

"Mira Gonzalez dichtet mit großer Lakonie wie auch Zärtlichkeit. Ihre Gedichte sind abgründig und philosophisch überhöht, herzzerreißend traurig und herzzerreißend komisch zugleich. Die US-Autorin fängt das Lebensgefühl einer ganzen Generation ein." Claudia Kramatschek, Deutschlandradio Kultur, 08.08.15

5 Fragen an …

Mira Gonzalez

Mira Gonzalez, was haben Sie heute vor?
Im Ozean schwimmen. Tacos essen. Lesen. Schlafen.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Leben? Was gefällt Ihnen nicht so sehr an Ihrem Leben?
Am besten an meinem Leben gefällt mir, dass ich immer mit liebenswerten Tieren zu tun haben kann. Was ich an meinem Leben am wenigsten mag, bin ich selbst.

Wie sind Sie Lyrikerin geworden?
Ich komme aus einer Musikerfamilie, und weil alle um mich herum immer an Songtexten arbeiteten, lag es nahe, dass ich schon in einem sehr jungen Alter anfing, Gedichte zu schreiben. Meine Urgroßmutter, Ann Stanford, war ebenfalls eine Dichterin. Gewissermaßen steckt mir die Lyrik also in den Knochen.

Was machen in Ihren Augen gute Gedichte aus?
Niemand sollte sich die Autorität anmaßen, einfach zu definieren, was ein „gutes“ Gedicht ist. Da geht es wirklich nur um persönlichen Geschmack. Ich mag Gedichte, die sich möglichst zeitgenössisch anfühlen und die Dinge wörtlich nehmen. So wenige Metaphern wie möglich, und Inhalte, auf die ich meine eigenen Erfahrungen beziehen kann.

Was ist für Sie der Unterschied zwischen Gedichten und Tweets?
Tweets sind ein sehr spezielles Format. So wie Haikus nur Haikus sind, wenn sie fünf, sieben und wieder fünf Silben aufweisen, ist ein Tweet nur dann ein Tweet, wenn er unter 140 Zeichen bleibt. Gedichte dagegen können so lang sein, wie man nur will. Außerdem besteht der Sinn eines Tweets darin, dem Publikum sofort Unterhaltung zu bieten, und dazu einen ganzen Gedankengang möglichst stark zu komprimieren. Oft bedeutet das, dass ich immer mehr wegstreichen muss, bis nur noch das absolut Notwendige stehenbleibt. Was ein ganz anderes Verfahren ist als das meiner Gedichte, bei denen ich gerade versuche, mehr Bilder und längere Sätze zu verwenden.

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