Frausein
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Mely Kiyak

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Details zum Buch
  • Erscheinungsdatum: 17.08.2020
  • 128 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-26746-6
  • Deutschland: 18,00 €
  • Österreich: 18,50 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26851-7
  • E-Book Deutschland: 13,99 €

„Ich bin eine Frau. Ich bin es gerne. Davon möchte ich erzählen.“ Was Frausein bedeutet, zeigt sich in jedem einzelnen Leben: Mely Kiyak erzählt von den Gesprächen über Weisheit und Nichtwissen, die sie als Mädchen mit dem Vater führte. Von den Cousinen, die vom Begehren erzählten. Vom Aufwachsen zwischen Ländern und Klassen, zwischen „Herkunftsgepäck“ und Neugier auf unbekannte Erfahrungen. Vom Alleinsein, von Selbsterkundung, von Familie. Was ist Weiblichkeit, wenn man den öffentlichen Blick überwindet und zurückbleibt mit sich selbst? Aufrichtig, lebenslustig, zärtlich und entwaffnend klug erinnert Mely Kiyak daran, dass es die Verhältnisse sind, die einem beibringen, wie man liebt und lebt.

Mely Kiyak

Mely Kiyak

Mely Kiyak, geboren 1976, lebt in Berlin und veröffentlichte mehrere Bücher und Essays, Theaterstücke und andere Texte. Für Zeit Online schreibt sie die wöchentliche politische Kolumne „Kiyaks Deutschstunde“, für das Gorki ...

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Frausein

Presse

"Ihr kluges Buch, mit großer Kraft, viel Humor und einer Portion Melancholie erzählt, zeigt, wie sie sich die verschiedenen Fragmente ihrer Biografie nach und nach aneignete. […] Es geht hier nicht ums 'Frausein', sondern ums Menschsein – eine Hommage an die Würde eines jeden Menschen, gleichgültig welcher Herkunft.“ Alexandra Senfft, Der Freitag, 24.09.2020

"'Frausein' will kein Appell sein, keine Kampfschrift, keine Abrechnung. Vielmehr ist es eine Art autobiografische Prosa, eine Mischung aus Erinnerungen, Analysen, die Kiyaks Augenkrankheit, ihr Aufwachsen zwischen den Kulturen, aber auch das eigene Frauwerden, ganz persönliche Aspekte geschickt in den gesellschaftlichen Kontext einbettet - und dadurch auch etwas übers Frausein in Deutschland verrät. Ein vielschichtiges, glänzend geschriebenes Bekenntnis, das außerdem zeigt, dass einen die eigene Herkunft eben nur zum Teil ausmacht und man sie manchmal auch loslassen muss." Carolin Gasteiger, Süddeutsche Zeitung, 10.09.20

"Ein radikales, zärtliches und glänzend geschriebenes Buch. […] Es ist das von Kiyak völlig souverän und minimalistisch inszenierte Hin und Her zwischen Rollen, Ländern, Erzähltraditionen, die ihr Buch so unglaublich dicht machen. […] So ist Mely Kiyaks 'Frausein' ein Buch, das einen hinreisst in seiner strahlenden, ruhigen, aber keineswegs versöhnlichen Menschlichkeit.“ Milo Rau, WOZ - Die Wochenzeitung, 03.09.20

"Man liest einen Essay, der in seiner sprachlichen Klarheit und Schönheit an die großen Essayistinnen des angelsächsischen Raums denken lässt, an die Didions, Cusks und Solnits. Da schillert es sprachlich, und obgleich Kiyak aus ihrem Leben erzählt, ist der literarische Formwillen spür- und lesbar.“ Marlen Hobrack, taz, 29.08.20

"'‘Frausein' ist eine Folge von Beobachtungen, von Szenen und Dialogen. Umwerfend komisch ist die Schilderung ihrer Großmutter, die sich gerne in Schimpfkanonaden hineinsteigerte, in verbale Vernichtungsfeldzüge, die aus ihr eine einsame Frau machten. [...] Wie Mely Kiyak das erzählt! […] Sie weiß, wie man ein Publikum unterhält, ja es in Spannung versetzt und wie man – damit untrennbar verbunden – schöne Literatur macht. Das ist ihr noch niemals so geglückt wie in diesem Buch, das ihr persönlichstes und ihr weltoffenstes zugleich ist." Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 24.08.20

"'Frausein' ist ein schmales Buch, das sich nicht auf eine Textart einengen lässt: Es ist Poetik, Autobiographie und ein Schatz an Anekdoten. Mely Kiyak gräbt nach Erinnerungen und hält sie wie Scherben gegen das Licht. Und man kann nicht anders, als hinzusehen, und sich mitreißen zu lassen, um dann immer wieder zu blinzeln und ins Nachdenken zu kommen." Kristine Harthauer, SWR2 am Morgen, 18.08.20

"Kiyaks Spurensuche zielt nicht auf verallgemeinerbare Thesen, sondern auf das Individuelle. Auf die Genese eines weiblichen Ichs, das sich jenseits der üblichen Emanzipationskoordinaten nichts anders wünscht als eine frei gewählte Existenz. […] Diesem äußerlich kleinen, in klarer und melodischer Sprache verfassten Buch ist etwas Großes gelungen: Die sanfte Rückeroberung des weiblichen Ich aus der Macht der Normen." Ursula März, Deutschlandradio Kultur Lesart, 17.08.20

5 Fragen an …

Mely Kiyak

Ihr Buch Frausein versteht seinen Titel auf ganz unterschiedliche Weisen und trägt ihn in verschiedenste Lebensbereiche. Was hat es mit dem Frausein auf sich?
Beim Schreiben begriff ich mich als Frau, die die Tochter ihres Vaters und ihrer Mutter ist, die Cousine ihrer Cousinen, die Geliebte ihrer Männer, die Autorin ihrer Zeit – und keiner anderen. Was es mit dem Frausein auf sich hat, weiß ich nicht, wohl aber mit meinem. Frausein war der unbedingte Wunsch Archäologie zu betreiben und zu verstehen, wo Kontinuität aufhört und Selbstbestimmung beginnt. Und also pinselt man vorsichtig Erinnerungen ab, und beginnt zu rekonstruieren.

Wie viel davon ist individuell, wie viel ist allgemein?
Bevor ich Frausein schrieb, schrieb ich einen Text, der gar nicht meiner war. Er war zu allgemeingültig, ein Text im Namen aller. Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass ich mich im Plural mit anderen Frauen denken und beschreiben müsse. Ich wollte eine von vielen sein. Eine von ihnen. Aber das ist falsch.

Zu den schönsten Szenen im Buch gehören deshalb die sehr konkreten Gespräche mit den älteren Cousinen, die ziemlich handfeste Hinweise fürs Leben als Frau geben. Neben solchen Begleiterinnen spielt aber auch ein Mann eine ganz besondere Rolle: Ihr Vater. Er scheint ein Mensch zu sein, von dem sich manches abschauen lässt.
Womöglich macht es einen Unterschied, ob man die Tochter eines liebenden, humorvollen, nachsichtigen und großzügigen Vaters ist, oder nicht. Hielt man unseren Vater auf der Straße an und fragte, wie es den Kindern geht, bekam er einen Weinkrampf und stammelte: Ich liebe meine Kinder. Ein gleichermaßen befremdliches wie bumslustiges Schauspiel. Wir haben uns über unseren Vater lebenslang amüsiert. Vor allem mussten wir für seine Liebe nichts tun. Der Vater war alles mögliche, Geschichtenerzähler, Frühstückszubereiter, Zuhörer; ein wirklich netter Mensch.

Es ist auch ein Buch über den Körper, mit allem, was an Freud und Leid dazugehört. Gibt der menschliche Körper mehr Anlass zur Feier oder zur Verzweiflung?
Es ist ja beides angelegt im Körper, Schmerz und Lust. Aber grundsätzlich denke ich über Freude und Kummer ein wenig anders. Das Leben und seine Verhältnisse geben Anlass zur Feier oder zur Verzweiflung. Es ist alles in allem eine schöne Welt, in der man sich bewegt. Die Meere, die Wolken, die Pflanzen, die Tiere, man kann sein Glück kaum fassen, dass man ein Leben erwischt hat.

Das Buch ist eine ungeheuer aufrichtige Auseinandersetzung mit sich selbst. Sind Frauen anders allein als Männer?
Ich glaube, Schreibende sind anders allein.

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