Fliege fort, fliege fort
Paulus Hochgatterer

Fliege fort, fliege fort

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Details zum Buch
Roman
  • Erscheinungsdatum: 23.09.2019
  • 288 Seiten
  • Deuticke Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-552-06403-4
  • Deutschland: 23,00 €
  • Österreich: 23,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-552-06406-5
  • E-Book Deutschland: 16,99 €

Der meisterhafte neue Roman von Paulus Hochgatterer: Psychiater Horn und Kommissar Kovacs, das Duo aus den Bestellern "Die Süße des Lebens" und "Das Matratzenhaus" ermitteln.

Der Sommer hält Einzug in Furth am See. Während sich die Hotelterrassen füllen und die Schüler auf ihre Zeugnisse warten, nehmen besorgniserregende Ereignisse ihren Anfang. Auf immer grausamere Weise werden Gewalttaten gegen ältere Menschen verübt. Die Opfer scheint nur eins zu verbinden – das Bestreben zu schweigen. Schließlich verschwindet auch noch ein Kind. Der Psychiater Raffael Horn und Kommissar Ludwig Kovacs – das aus den Bestsellern "Die Süße des Lebens" und "Das Matratzenhaus" bekannte Ermittlerduo – beginnen die spärlichen Anhaltspunkte zu verknüpfen und in lang vergangene dunkle Geschichten einzutauchen. Der meisterhafte neue Roman von Paulus Hochgatterer – Spannung auf höchstem literarischen Niveau.

Paulus Hochgatterer

Paulus Hochgatterer

Paulus Hochgatterer, geboren 1961 in Amstetten/Niederösterreich, lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Er erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Österreichischen Kunstpreis 2010. Bei Deuticke ...

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Presse

"Es ist ein gleichsam unvollendetes, aber atmosphärisch hochgradig verdichtes Erzählmosaik, das er nach und nach vor uns ausbreitet; doch auch von "erzählen" mag man kaum sprechen, ist dieser Roman doch so konsequent aus Figurenperspektive geschrieben, dass die Anwesenheit einer Erzählinstanz auch nicht ansatzweise spürbar wäre." Katharina Granzin, taz, 12.10.19

„Hochgatterer ist erneut ein Kunstwerk gelungen, das tief in unsere Psychen und Gesellschaft blicken lässt.“ Klaus Zeyringer, Der Standard, 28.09.19

„Unterschwelliges Grauen, das den Leser packt“. Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung, 26.09.19

„Ein Roman, der den Schmerz, den er erzählt, durch die Spannung, die er herstellt, nicht verrät.“ Katja Gasser, ORF, 22.09.19

„Ein packender und virtuos komponierter Roman, ein beunruhigendes Buch, das lange nachhallt.“ Kristina Pfoser, Ö1 Morgenjournal, 20.09.19

„Bei Hochgatterer bilden Inhalt und Form eine Einheit. Nichts an seiner Sprache wirkt forciert. Mit wenigen Sätzen versteht er es, Atmosphären zu erschaffen.“ Sebastian Fasthuber, Falter, 18. September 2019

„Schreibkunst von ungeheurem Sog.“ Heinz Sichrovsky, news, 13.09.19

5 Fragen an …

Paulus Hochgatterer

Furth am See, der Kommissar Ludwig Kovacs, der Psychiater Raffael Horn – wie fühlt es sich für Sie an, Paulus Hochgatterer, zwölf Jahre nach der Süße des Lebens und mehr als sieben Jahre nach dem Matratzenhaus wieder in das Soziotop dieser fiktiven österreichischen Kleinstadt einzutauchen?
Es ist tatsächlich ein wenig so wie im realen Leben. Trifft man Menschen, die man mag, aber schon Jahre nicht gesehen hat, freut man sich über das Vertraute, das einem da entgegentritt. Auf der anderen Seite merkt man, dass sich offensichtlich manches verändert hat. Die Menschen sind älter geworden, daher in gewissen Dingen souveräner und gelassener, in anderen vielleicht ungeduldiger und ruppiger. Vor allem aber merkt man, dass man von vielem, was in der Zwischenzeit passiert ist, gar nichts weiß und das macht einen in erster Linie neugierig.

Auch als Autor geht es einem so? Kann man auf die eigene Geschichte neugierig sein?
Selbstverständlich. Ich möchte jetzt gar nicht über die tausendfach durchgekaute strukturalistische Frage nach dem Souverän in der Erzählung sprechen – Wer ist der wahre Herrscher, der Autor oder der Text? –, sondern deutlich machen, dass sich auch die Figuren, die ihr Leben hauptsächlich im Kopf eines Autors führen, weiterentwickeln und ihre Verhaltensweisen und Beziehungen ändern, selbst wenn der Autor über Jahre kaum etwas mit ihnen zu tun hat. Aber keine Sorge ? Ludwig Kovacs sitzt nach wie vor regelmäßig im Gastgarten seines Freundes Lefti und Raffael Horn ist nach wie vor mit Irene, der wunderbaren Cellistin, verheiratet.

Und Joseph Bauer, der etwas verhaltensoriginelle Benediktinerpater?
Der darf natürlich nicht fehlen, vor allem nicht in einer Geschichte, in der es zentral darum geht, dass das Richtige und das Böse manchmal ganz nah beisammen liegen. Auch Joseph Bauer ist übrigens noch mit derselben Frau beisammen. Seine musikalischen Hörgewohnheiten haben sich allerdings ein wenig geändert.

Fliege fort, fliege fort. Was hat es mit dem Titel des Romans auf sich?
Die Geschichte hat weder mit Luftfahrt noch mit Ornithologie zu tun, auch nicht mit Eskapismus, wie man auf einer metaphorischen Ebene vielleicht vermuten könnte. Der Titel ist ein Zitat aus Goethes Faust I. Am Beginn der Schlussszene, bevor Faust zu Gretchen in den Kerker tritt, hört man von außen ein Lied, das Gretchen aus dem Mund ihres getöteten Kindes singt. Es beginnt mit: »Meine Mutter, die Hur, die mich umgebracht hat« und endet mit: »Da ward ich ein schönes Waldvögelein. Fliege fort, fliege fort.«

Es geht in diesem Buch also auch wieder um Kinder?
Es geht in der Geschichte um Kinder und um die Dinge, die ihnen widerfahren, das entspricht sozusagen meinem literarischen Lebensprogramm. Es geht um ein Verbrechen, sonst wäre diese Geschichte ja nicht auch ein Kriminalroman. Letztlich geht es in dem Buch natürlich um jene Fragen, um die es im Roman immer gehen muss: Was ist Gerechtigkeit? Was macht den Menschen böse? Wem gehört die Rache?

Termine

Paulus Hochgatterer: "Fliege fort, fliege fort"

Bad Fischau-Brunn
Forum Bad Fischau-Brunn/Schloss Fischau,
Wiener Neustädter Str. 3,
2721 Bad Fischau-Brunn

Paulus Hochgatterer: "Fliege fort, fliege fort" | Zur Veranstaltungs-Website

Salzburg
Literaturhaus Salzburg,
Strubergasse 23,
5020 Salzburg

Podiumsdiskussion zum Film "Abschied von Eltern" mit Paulus Hochgatterer

Krems an der Donau
Kino im Kesselhaus,
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30,
3500 Krems an der Donau

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