Ein untadeliger Mann

Ein untadeliger Mann

Jane Gardam

Das bewegende Leben eines Mannes im British Empire – Jane Gardam erzählt es mit hinreißender Ironie und Warmherzigkeit.

Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel – seine Garderobe, seine Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere in Hongkong. Nun ist er alt und muss mit dem Tod seiner Frau Betty zurechtkommen, so wie er immer mit allem zurechtgekommen ist. Seine perfekte Haltung täuscht alle und manchmal sogar ihn selbst. Doch mit Bettys Tod bricht etwas in ihm auf, und behutsam beginnt Feathers, vergangene Ereignisse ans Licht zu holen. An einem kalten englischen Wintermorgen setzt er sich ans Steuer seines Wagens und fährt los, das eigene Leben zu erkunden. Mit Jane Gardams meisterhaftem Roman über ein Leben im British Empire ist eine große Autorin zu entdecken.


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Jane Gardam

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Jane Gardam wurde 1928 in North Yorkshire geboren. Als einzige Schriftstellerin wurde sie gleich zweimal mit dem Whitbread/ Costa Award ausgezeichnet. Mit Ein untadeliger Mann stand sie auf der Shortlist des Orange Prize und mit Letzte ...

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Ein untadeliger Mann

Presse

"Jane Gardam mag 85 Jahre alt sein, aber sie schreibt kein bisschen altmodisch oder altbacken. Sie erzählt von einem Leben voller Dramen, bleibt dabei aber ganz leise, schafft mit ihrer Sprache eine ungeheuer gute Atmosphäre, ist nie rührselig, im Gegenteil. Sie hat einen unglaublich guten, staubtrockenen Humor, der einen laut auflachen lässt. ... Ein wunderbares Buch." Christine Westermann, WDR 2 Bücher, 24.01.16

"Das neue It-Girl der englischen Literatur heißt Jane Gardam und ist fast neunzig. ... Die Übersetzung von Isabel Bogdan ist ein großartiger Gegenbeweis zu der oft bemühten These, so leicht und witzig wie die Engländer könne man leider nicht sein, in diesem schweren Deutsch. ... So böse es auch wird in diesem Buch, man kann sich darauf verlassen, dass man lächeln muss oder gelegentlich laut lachen. Dabei ist das Schönste noch nicht berichtet, dass es sich um Band eins einer Trilogie handelt." Susanne Mayer, Die Zeit, 21.01.16

"Mit trockenem englischen Humor schildert Jane Gardam die Strategien und Techniken, mit denen Menschen versuchen, den Zumutungen zu begegnen, die das Leben mit all seinen Zwängen, Pflichten und Andorderungen stellt. ... Eine berührende Studie über die Einsichten. Melancholien, Verluste und Herausforderungen des Alters, darüber, wie man diese letzte Wegstrecke mit Würde, Selbstbestimmung und feiner Ironie zurücklegen sollte." Barbara von Becker, Bayern 2 Diwan, 16.01.16

"Jane Gardam schildert ihre Roman mit der für sie typischen Mischung aus Spott und Warmherzigkeit. In England wird die hierzulande bisher unbekannte Schriftstellerin schon lange verehrt – für die Leichtigkeit, mit der sie Jahrhunderte und Kontinente durchmisst, für ihrer witzigen Dialoge, aber vor allem für ihre Figuren, die alles sind: tadellos und fehlerhaft, kindisch und erwachsen, aber niemals langweilig." Brigitte, 11.11.15

"Ein Buch über Selbstdisziplin und den Schutz, den sie bietet, aber auch den Preis, den der Rückzug in die Unverletzlichkeit kostet. Charmant und klug – leichter kann man kaum nachdenken, über das Leben, verpasste Gelegenheiten und wie man im Alter, aller Mühsal zum Trotz, den Kopf oben behält. Sehr, sehr britisch." Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur, 10.11.15

"Jane Gardams 'Ein untadeliger Mann' ist ein großartiger Roman. Er beginnt wie eine possierliche Genregeschichte über blumenumrankte britische Lebensart und verwandelt sich im Seitenumdrehen in eine handlungsreiche von Klugheit und Empathie durchtränkte große Betrachtung über das Leben mit seinen unaustilgbaren Schmerzen, Kämpfen und Widersprüchen." Eberhard Falcke, SWR2 Buch der Woche, 09.11.15

"Jane Gardam erzählt mit so viel Witz und Feingefühl, dass man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen kann." Verena Gonsch, NDR, 08.11.15

"Ein erzählerisches Meisterstück: Melancholie und Witz gehen in diesem ungemein britischen, von Isabel Bogdan elegant übersetzten Roman eine perfekte Allianz ein. Das ist unterhaltsam, anrührend und hat literarische Finesse." Rainer Moritz, Die Welt, 10.10.15

"Filths Lebensbeichte wird keinen Leser aus den Fängen lassen. Die Geschichte klingt so fern und doch kommen wir alle darin vor. Kunstvoll sind alle Enden miteinander verknüpft, mit unfassbarer Leichtigkeit politische Hintergründe dezent vermittelt, die Einblicke ins Leben beharrlich, unbestechlich und von großer Zartheit und Würde. Große Romankunst." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 29.09.15

"Jane Gardam ist eine Entdeckung. Mit einer meisterlichen Balance aus Zuneigung und Distanz fächert Gardam das Leben ihres Helden auf, das auch ein Abbild der britischen Geschichte des 20. Jahrhunderts ist." Claudia Voigt, Literaturspiegel, 26.09.15

"Ein warmherziges, kluges und humorvolles Buch über das untergehende British Empire, geschrieben von einer Autorin mit großem Einfühlungsvermögen." Franziska Wolffheim, Brigitte Wir, 16.09.15

"Gardam dosiert Ironie und Psychologie meisterhaft. Zum einen erscheint Sir Ed wie der Inbegriff des englischen Gentleman, der mit steifer Oberlippe und einwandfreien Manieren seine emotionalen Defizite tarnt, was durchaus seine komischen Momente hat – gleichzeitig macht Gardam energisch die Überforderung kenntlich, mit der zum Ende seines Lebens die Vergangenheit auf ihn einstürzt. Es ist als würde ein geliebter Kaschmirpullover Masche um Masche aufgerippelt." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.15

"Ein ergreifendes, wunderbares Buch." Dirk Liebenow, NDR Kulturspiegel, 25.08.15

"Gardam erzählt die brutale Geschichte dieser Raj-Waise, die sich überall fremd und 'ohne Hintergrund' fühlt, auf mehreren Zeitebenen und in genau nuancierten Abstufungen von Sand, Creme und Beige mit viel Feingefühl und Empathie, aber zugleich jenem Gran urenglischer, stählerner Ironie, die diese Lektüre dunkler Erfahrungen zu einer hellen Freude macht." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.15

Lesen Sie Jane Gardam!

Lesen Sie Jane Gardam!

Von Daniel Schreiber

Nur wenige Schriftsteller werden von ihren Lesern so leidenschaftlich verehrt wie die Britin Jane Gardam. Ihrer Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang wegen stellt die englischsprachige Literaturkritik sie regelmäßig in eine Reihe mit Katherine Mansfield und Alice Munro, mit Jane Austen und Charles Dickens. In den vergangenen 35 Jahren hat sie 32 Romane, Erzählungsbände und Kinderbücher geschrieben und große Literaturpreise gewonnen. Es ist geradezu verrückt, dass sie in Deutschland kaum jemand kennt. Mit der Veröffentlichung von Ein untadeliger Mann kann sie nun auch hier entdeckt werden.

Lesen Sie Jane Gardam! Ihre Bücher werden Ihnen eine Lektüreerfahrung schenken, die Sie aus Ihrer Jugend kennen und seither immer wieder gesucht haben: Sie sorgen dafür, dass man alles aus der Hand legt, seine Pläne für den Tag verwirft, seine Arbeit komplett vergisst.

Ihre Sprache erinnert an kühles, sanft perlendes Mineralwasser – so klar ist sie und frisch. Menschen werden geboren und sterben, Kriege beginnen und enden, exotische Krankheiten sorgen für Unglück, die Geografie ganzer Kontinente verändert sich – und doch strahlt Gardams Stil sie durchgehend aus, jene Tschechow’sche Leichtigkeit. Es gelingt ihr, den Leser glauben zu machen, dass das, was auf der Buchseite steht, wirklich so passiert ist. Jede Figur, die sie beschreibt, wird vor dem inneren Auge zu einem lebendigen Menschen.

Lesen Sie Jane Gardam! Ihr Blick auf das Leben ist gnadenlos und liebevoll zugleich. Nur wenige Schriftsteller sind imstande, die Unsicherheiten und Selbsttäuschungen, die Verwirrungen und Verblendungen der Menschen des zurückliegenden Jahrhunderts so souverän auszuleuchten wie sie. Menschen, die ein oder zwei Weltkriege miterlebten, den Zusammenbruch aller bestehenden Ordnungen, und die sich dennoch verliebten, Karrieren hatten, Familien gründeten und Gemeinschaften aufbauten. Wenn Jane Gardam eine Botschaft hat, dann die, dass das, worauf es im Leben letztlich wirklich ankommt, Freundlichkeit und Empathie sind, Gemeinschaft und innere Integrität. Das ist nicht neu. Aber auf eine so berührende Art und Weise wie in Gardams Romanen hat man diese Botschaft noch nie gelesen.

Daniel Schreiber, 1977 geboren, ist freier Autor und schreibt u.a. in der Zeit, dem Philosophie Magazin, der Weltkunst und der taz. Er lebt in Berlin.

Leseproben

Kommentare

Frank Eisele
13.07.2015

Was hatte ich eine tolle Zeit mit „Old Filth“. Mein Buch des Jahres 2015, absolut! Da wird sich vermutlich auch nichts mehr dran ändern.
(Schwaaz Vere-Buchhandlung, Bad Saulgau)


Bettina Zobel
29.06.2015

“Vielen Dank für das schöne Wochenende mit diesem wunderbaren Buch!” (Buchhaus Stern-Verlag, Düsseldorf)


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