Echo Mountain
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Lauren Wolk

Echo Mountain

übersetzt aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
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Details zum Buch
Ellie geht ihren eigenen Weg
  • Erscheinungsdatum: 15.03.2021
  • empfohlen ab 11 Jahren
  • 384 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-26959-0
  • Deutschland: 17,00 €
  • Österreich: 17,50 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-27032-9
  • E-Book Deutschland: 12,99 €

Inmitten der wilden Schönheit der Natur lernt Ellie, gegen alle Widerstände auf sich selbst zu vertrauen. Lauren Wolk über ein mutiges Mädchen

Ellie liebt das Leben am Echo Mountain. Zwischen Balsamtannen, Wildbienen und Bergbächen finden sie und ihre Familie ein Zuhause, müssen dafür aber auch hart arbeiten. Als ein schrecklicher Unfall geschieht und der Vater ins Koma fällt, begibt sich Ellie auf die Suche nach einer Heilmethode. Eine Suche, die die Geschichten des Berges und seiner Bewohner zum Vorschein bringt und die sie bis zur alten Cate führt. Diese ist bekannt für ihr Heilwissen, benötigt aber selbst dringend Hilfe. Mit Mut und Beharrlichkeit versucht Ellie, die Menschen zu retten, die ihr am meisten bedeuten, und lernt, gegen alle Widerstände auf sich selbst und ihre Intuition zu vertrauen.

Lauren Wolk

Lauren Wolk

Lauren Wolk ist Schriftstellerin, Dichterin und bildende Künstlerin. Sie studierte an der Brown University Literatur, arbeitete u. a. als Redakteurin, Feuilletonistin und Lehrerin und ist derzeit stellvertretende Leiterin des ...

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Echo Mountain

Presse

„Ellies Verständnis der Zusammenhänge deutet früh an, dass da ein Mädchen mit heilenden Kräften heranwächst. Daher rührt die bisweilen regelrecht lyrische Sprache, die Birgitt Kollmann für das amerikanische Original gefunden hat. Wolk wiederum findet auch eine Sprache für die Sprachlosigkeit zwischen Ellie, ihrer älteren Schwester Esther und ihrer Mutter.“ Eva-Maria Magel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.9.21

„Herzergreifend!“ Britta Selle, MDR KULTUR, 1.4.2021

„Lauren Wolk erzählt so eindringlich von Glück und Unglück, Schmerz und Traurigkeit, Verzicht und Verantwortung, aber auch von großer Liebe und Zuversicht, dass man immer wieder berührt ist. Das hat viel mit dem poetischen Ton der Autorin zu tun wie auch mit der sehr einfühlsamen Übersetzung von Birgit Kollmann. Ellie erzählt mit fester, starker Stimme …, sie findet zarte Bilder für ihre hochsensiblen Empfindungen.“ Sylvia Schwab, Deutschlandfunk Kultur, 26.6.2021

„Erwachsene, die im Koma liegen, an lebensgefährlichen Infekten laborieren und unter schweren Verlusten leiden. Ein Kind, das unter einer vermeintlichen Schuld und einem realen Gewissenskonflikt ächzt. Das klingt nach deprimierender Kost. Und doch ist Lauren Wolk … ein herzerwärmendes, atmosphärisches und optimistisches Buch gelungen. Das liegt an der sinnlichen Sprache … . Und vor allem am animistischen Touch, mit dem Ellie die Welt wahrnimmt. … Fürsorglich und sensibel sein und zugleich mutig und tatkräftig.“ Gunda Bartels, Tagesspiegel Online, 31.3.2021

„Wenn Birgitt Kollmann ein Buch übersetzt hat, kann es nicht … schlecht sein. … Ellie ist wirklich ein liebenswertes Mädchen … . Ein schönes Buch für alle, die Tiere lieben.“ Agnes Sonntag, Spiegel Online, 30.3.2021

„Lauren Wolks Sprache hat auch in der gelungenen Übersetzung von Birgitt Kollmann einen ganz eigenen Rhythmus, fast wie ein Gedicht … Mit der Begegnung zwischen Ellie und Cate kommt … ein scharfer Witz hinzu und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. … Ein Buch zum Abtauchen in eine völlig andere Welt.“ Katharina Mahrenholtz, NDR Kultur, 29.3.2021

„Es ist eines meiner Lieblingsbücher dieses Frühjahrs, ich habe es im Rausch in einer Nacht durchgelesen. ... Das Buch ist einfach toll. Der erste Teil ist wie ein langer ruhiger Fluss. Sehr viel Naturbeschreibung, Gedanken und dann kommt Fahrt auf, als Ellie die alte Frau auf dem Berg trifft ... Die Handlung wird rasant ... Ich bin gerne in Ellies Kopf eingetaucht.“ Katharina Mahrenholtz, NDR Kultur, 27.3.2021

„Die Erzählung entwickelt sich zu der ungewöhnlich komplexen Geschichte eines Mädchens, das mit allen Sinnen das Leben um sich herum erfahren, begreifen, verstehen und verändern möchte. Die Welt der Gefühle und Gedanken wird mit großer Liebe fürs Detail beschrieben. … Eine stilsichere Sprache mit sehr poetischen Sprachbildern. Dadurch erscheint der schwere Weg Ellies zu größerer Klarheit über das Leben und zu mehr Vertrauen zu sich selbst geradezu in einem naturphilosophischen Licht. Übersetzerin Birgitt Kollmann überträgt diese traurigschöne Melodie aus Naturbeschreibung, gesprochener Sprache und den Selbstreflexionen der jungen Erzählerin nahtlos ins Deutsche.“ Siggi Seuß, Süddeutsche Zeitung Online, 11.03.2021

„Ellie scheut vor wenig zurück. … Ein Mädchen mit ungewohnten Ideen und enormer Tatkraft.“ Roswitha Budeus-Budde, 3sat Kulturzeit, 5.3.2021

„Ein großartiger Roman, … sprachlich unglaublich gut. … Es geht natürlich auch um emanzipierte Frauen. Es ist absolut aktuell, es ist keine Weltflucht, sondern es ist ein Buch gegen die Entfremdung der Moderne von der Umwelt und deswegen ein Buch, das zur Pandemie, aber auch für die Generation Fridays for Future wunderbar passt.“ Christiane Raabe, Deutschlandfunk, 6.3.2021

„Eine Geschichte über Mut und Schuld und über die Kraft von Neugier und Starrsinn.“ LUCHS-Jury, Die ZEIT, 4.3.2021

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5 Fragen an …

Lauren Wolk

Liebe Frau Wolk, was hat Sie dazu inspiriert, Echo Mountain zu schreiben?
Als Erstes bin ich immer von Orten inspiriert, bei Echo Mountain waren das also die Berge in Maine, aber auch Vorstellungen inspirieren mich. Nicht die Handlung: Sie kommt zuletzt und offenbart sich erst nach und nach, während ich schreibe. Nicht einmal die Charaktere: Auch sie entwickeln sich erst im Verlauf der Geschichte. Aber Vorstellungen, Konzepte. Sie beginnen als kleine Samenkörner und wachsen mit der Zeit, gedeihen, blühen. Als ich mich darauf vorbereitete, Echo Mountain zu schreiben, habe ich mich mit der Vorstellung beschäftigt, was es bedeutet, andere zu heilen. Sich selbst zu heilen. Den Körper und die Seele. Herausforderungen und Leid zu meistern, mit den Mitteln, die einem zur Verfügung stehen.
In meinem Leben habe ich Menschen geholfen, geheilt zu werden, indem ich noch vor den Ärzten herausgefunden habe, was ihnen fehlt. Das hat sich so gut angefühlt. Dieses Gefühl hat mich zu Echo Mountain inspiriert und zu Ellie, dem starken, klugen, mutigen Mädchen, das sich aufmacht, ein Heilmittel für die Probleme zu finden, die ihr Leben in der Wildnis durcheinanderbringen.

Gibt es ein reales Vorbild für den Handlungsort, den Echo Mountain? Und wenn ja – waren Sie schon einmal dort?
Vor vielen Jahren kaufte meine Mutter ein Stück Land auf einem Berg in Sumner, Maine. Mount Tom. In den Oxford Hills. Dort errichtete sie eine kleine Unterkunft. Ohne Strom und ohne Wasserleitungen. Sehr abgelegen und wild. Im Laufe der Jahre bin ich so oft wie möglich dorthin gefahren, um abzuschalten, in die Natur einzutauchen, Luft zu holen. Es ist dort nicht ganz so wie auf dem Echo Mountain, den ich geschaffen habe, aber ich habe genug Zeit in den Wäldern verbracht, um zu wissen, wie sich Ellie und ihre Familie gefühlt haben dürften, als sie ihr neues Leben an einem solchen Ort begannen.

Wie würden Sie Ellie, die Protagonistin, beschreiben?
Von all den Charakteren, die ich geschaffen habe, ist Ellie mir am ähnlichsten. Einfühlsam. Empathisch. Sehr erpicht darauf, sich nützlich zu machen. All diese Eigenschaften sind positiv, sie können aber auch belastend wirken. Ellie leidet, weil sie ein bisschen zu viel fühlt, ein bisschen zu viel denkt. Wenn sie die Wahl hätte, würde sie sich zwar selbst treu bleiben, aber vielleicht mit etwas mehr Raum zum Atmen. Ihr Mut, ihre Intelligenz und ihre Widerstandsfähigkeit machen sie sehr stark, besonders für jemanden in ihrem Alter, aber sie braucht auch Menschen, die sie verstehen und sie so akzeptieren, wie sie ist. Glücklicherweise findet sie diese am Echo Mountain.

Im Buch spielen Heilpflanzen und naturnahe Behandlungsmethoden eine wichtige Rolle. Kannten Sie sich damit bereits aus oder mussten Sie das alles erst recherchieren?
An die Recherche gehe ich immer mit Bedacht heran, ich recherchiere nur das Nötigste, um meine eigenen Fragen beim Schreiben zu beantworten und um sicherzugehen, dass die Details historisch korrekt und authentisch sind. Für Echo Mountain musste ich genau recherchieren, welche medizinischen Methoden damals verbreitet waren – sowohl in der Stadt als auch in der Wildnis.
Ich bin gern möglichst unabhängig, daher habe ich im Laufe meines Lebens so einiges über natürliche Heilmittel gelernt, vor allem von meiner Mutter und meiner Großmutter, aber als mich die Arbeit an Echo Mountain immer tiefer in die Welt der Medizin führte, las ich noch viel über Heilpflanzen und Bienen … und ich habe mich auch mit konventionellen Methoden, wie sie vor hundert Jahren praktiziert wurden, beschäftigt. Echo Mountain ist also eine Kombination aus dem, was ich bereits wusste und dem, was ich beim Schreiben gelernt habe.

Welcher Satz im Buch ist Ihr Lieblingssatz?
Der Anfangssatz: „Der Erste, dem ich das Leben gerettet habe, war ein Hund.“ Nicht weil er der beste Satz im Buch ist, sondern weil er wie aus dem Nichts zu mir kam und mir die Tür zu einer Geschichte öffnete, die ich unglaublich gern geschrieben habe. Und weil er so viel in so wenigen Worten sagt. Er wirft die Frage auf, was es heißt, jemandem das Leben zu retten, und deutet gleichzeitig an, dass es auch einen Zweiten geben muss, wenn es einen Ersten gibt.
Ich denke immer sehr lange über ein Buch nach, bevor ich mit dem Schreiben anfange, und dann, wenn mir mein Bauchgefühl sagt, dass ich soweit bin, lasse ich den ersten Satz in mir aufsteigen. Das ist normalerweise dann, wenn ich etwas in meiner Werkstatt baue, dusche oder im Garten arbeite … niemals am Schreibtisch. Der Anfangssatz kommt zu mir und das war’s: Das Buch hat begonnen. Ich weiß nie, in welche Richtung eine Geschichte führen wird, aber zu wissen, wo sie anfängt, ist alles, was ich brauche.

Leseproben

Kommentare

23.03.2021

Natur, Familie, Freundschaft, Heilkunst, (Selbst-)Vertrauen und noch viel mehr – ein kleines Juwel

Ellie lebt 1934 mit Mutter, Schwester und kleinem Bruder auf einer kleinen Farm auf dem Echo Mountain in Maine, die sie sich aus blankem Überlebenswillen in harter Arbeit nach dem Börsenkrach aufgebaut haben. Fernab der Zivilisation, die sie in der Stadt bisher hatten, haben sie nahezu alles verloren und müssen in der Wildnis neu anfangen. Da geschieht der schreckliche Unfall, der ihren Vater ins Koma schickt und für den Ellie verantwortlich gemacht wird. Sie weiß es besser, hält aber aus Rücksicht und Liebe zu ihrer Familie still. Mit aller Macht und entgegen dem Wunsch ihrer Mutter setzt sie alles daran, ihren Vater aus dem Koma zurückzuholen. Dabei trifft sie auf „die Hexe“ Cate und auf deren Hund Captan. Und auch auf Larkin, der ihr über lange Zeit heimlich kleine Schnitzereien geschenkt hat sowie dessen Mutter. Und alle, die sie trifft, benötigen auf irgendeine Art und Weise Heilung – körperlich oder seelisch. Ellie will allen helfen – ob sie es schafft, müsst ihr selbst lesen.

Dass Ellie ein ganz besonderes Mädchen ist, merkt man spätestens dann, wenn sie erzählt, wie sie mit den Tieren mitleidet, die sie zum Überleben töten müssen und welche Freude sie an der Natur hat. Sie ist ein mutiges, naturverbundenes, intelligentes, fleißiges und mutiges Mädchen, das einem sofort ans Herz wächst. Es ist wundervoll, ihren Gedankengängen zu folgen und mitzuerleben, warum sie so handelt, wie sie es eben tut. Sie ist herzensgut und liebenswert und die Welt braucht mehr Menschen wie Ellie.

Wolk´s Schreibstil ist detailreich, bildhaft und teilweise ein bisschen philosphisch/poetisch, was aus dem Buch etwas ganz Besonderes macht. Es regt zum Nachdenken an und vermittelt eine so wichtige Botschaft: urteile nicht, ohne die Fakten zu kennen, in jedem steckt oft viel mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Es ist eine Ode an die Familie, an den Zusammenhalt und zeigt auf, dass es immer richtig ist, Verantwortung zu übernehmen. Ein Buch über die Liebe – zur Familie, zu Freunden, zur Natur, zu Tieren, zum Leben und zu sich selbst. Für mich ganz klar ein weiteres Lesehighlight dieses Jahres im Bereich Kinder-/Jugendbuch. Empfohlen ist es ab 11 Jahren – sicher ist es kein ganz leichtes Buch und ich weiß nicht, ob alle jungen Leser die feinen Zwischentöne herauslesen und verstehen können. Nach oben hin gibt es keine Altersbegrenzung – ein Buch für alle, von 11 bis 111. Es berührt, es macht glücklich, es verzaubert.

Daniela Anders (LESEZAUBER_ZEILENREISE)


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