Die geheimste Erinnerung der Menschen
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Mohamed Mbougar Sarr

Die geheimste Erinnerung der Menschen

übersetzt aus dem Französischen von Holger Fock, Sabine Müller
Details zum Buch
Roman / Prix Goncourt 2021
  • Erscheinungsdatum: 24.11.2022
  • 448 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-27411-2
  • Deutschland: 27,00 €
  • Österreich: 27,80 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-27566-9
  • E-Book Deutschland: 19,99 €

Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt – Mohamed Mbougar Sarrs großer Roman über die Suche nach einem verschollenen Autor

Mohamed Mbougar Sarr erzählt virtuos von der Suche nach einem verschollenen Autor: Als dem jungen Senegalesen Diégane ein verloren geglaubtes Kultbuch in die Hände fällt, stürzt er sich auf die Spur des rätselhaften Verfassers T.C. Elimane. Dieser wurde in den dreißiger Jahren als „schwarzer Rimbaud“ gefeiert, nach rassistischen Anfeindungen und einem Skandal tauchte er jedoch unter. Wer war er? Voll Suchtpotenzial und unnachahmlicher Ironie erzählt Sarr von einer labyrinthischen Reise, die drei Kontinente umspannt. Ein meisterhafter Bildungsroman, eine radikal aktuelle Auseinandersetzung mit dem komplexen Erbe des Kolonialismus und eine soghafte Kriminalgeschichte. Ein Buch, das viel wagt – und triumphiert.

Mohamed Mbougar Sarr

Mohamed Mbougar Sarr

Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 in Dakar, wuchs im Senegal auf und studierte in Frankreich Literatur und Philosophie. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht, für die er u.a. mit dem Prix Stéphane-Hessel und Grand prix du roman ...

Mehr über Mohamed Mbougar Sarr

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Die geheimste Erinnerung der Menschen

Presse

"Ich habe Mohamed Mbougar Sarrs ‚Die geheimste Erinnerung der Menschen‘ gelesen. Ein großartiges Buch." Bundeskanzler Olaf Scholz, taz, 14.01.23

„Was mir so gefällt ist, dass Sarr das mit so viel Engagement macht. Dass er sagt, die Literatur muss eigentlich die wichtigste Sache der Welt sein. Das ist für ihn eine existentielle Frage, ob er zu seiner literarischen Stimme findet. So viel Emphase auf die Literatur, auch auf die Wiederverzauberung, auf die Poesie.“ Iris Radisch, 3sat Kulturzeit, 11.01.23

„‘Die geheimste Erinnerung der Menschen‘ ist makellos. Wie die Lösung des Krimis um Elimane trotz aller Sprünge zwischen Zeiten, Orten und Erzählsituationen chronologisch abrollt, zieht mit.“ Michael Wurmitzer, Der Standard, 03.01.23

„Eine atemberaubende Spurensuche …Ein Puzzle starker Stimmen… Ein komplexer, wissenspraller und mitreißender Roman.“ Christoph Vormweg, Deutschlandfunk, 25.12.22

"So klug und so spannend – und diese wunderschönen Sätze! Man könnte sich in jeden einzelnen Satz des Romans verlieben, so perfekt und doch so urmenschlich sind sie." Sarah Murrenhoff, rbb Kultur, 19.12.22

"Einfach nur brillant!“ Gert Scobel , 3sat Buchzeit, 11.12.22

"Ein Ereignis ist dieses Buch." Katrin Schumacher, 3sat Buchzeit, 11.12.22

"In Sarrs begnadeten Händen gerät die Literatur zu einem zutiefst menschlichen Labyrinth, das vielleicht keinen Ausgang, aber dafür auch fast keine Irrgänge kennt. Dank der herausragenden Übersetzung von Sabine Müller und Holger Fock hat man nun die einmalige Chance, sich auch auf Deutsch einen eigenen, einmaligen Weg durch dieses Labyrinth zu bahnen." Samir Sellami, ZEIT Online, 11.12.22

"Sarr ist ein literarisches Genie. Mit diesem Roman hat er sich den literarischen Kanon nicht nur zu eigen gemacht, sondern sich darin eingeschrieben." Thomas Hummitzsch, Der Freitag 09.12.22

"Ein fulminanter Wurf. ... Dieser Roman ist ein Geschenk; wer sich auf ihn einlassen mag, wird reich belohnt: mit einem Füllhorn an packenden Geschichten und einer Vielzahl an (Denk-)Welten, die sich immer wieder neu auftun bei der staunenden Lektüre.“ Ulrich Noller, WDR 5 Bücher, 09.12.22

"Es geht um den senegalesischen Autoren eines „perfekten Buchs“ und einen zweiten, der ihm folgt. Literatur, Kolonialismus und die Folgen, erzählt als Detektivgeschichte. Das perfekte Buch? Womöglich hält man es in den Händen." Stern, 08.12.22

"In einer kraftvoll-schillernden Prosa erzählt Sarr eine kunstvoll verflochtene Geschichte von der Literatur und ihren Gefahren, von schwarzen Autoren und weissen Kritikern, von Heimat und Exil, von der Last der Vergangenheit und den Abgründen der Gegenwart. … Berauschend ist dieser Roman, reichhaltig und tiefgründig und in seiner Vielfalt oft so rätselhaft wie Elimanes Verschwinden." Irene Binal, Neue Züricher Zeitung, 01.12.22

"Wie gut Sarr in der Literatur zuhause ist, beweist er mit diesem kunstvoll arrangierten, auf mehreren Erzählebenen wandelnden Roman, der letztendlich die Geschichte von zwei Suchen ist." Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 01.12.22

"Das Buch liest sich stellenweise wie eine Karikatur auf den Literaturbetrieb ..." Barbara Beer, Kurier, 04.12.22

"Meine Freude beim Lesen des Romans war dermaßen groß, dass ich am liebsten eine Besprechung nur aus Zitaten des Buches liefern wollte. … Das Buch, über ein ganzes Jahrhundert und drei Kontinente weit ausgreifend, verführt seine Leser mit einem sanft schwebenden Ton. … Es macht satt und schlägt Funken aus der kulturellen Zweideutigkeit, die laut Sarr der Boden der afrikanischen Schriftsteller in Europa ist.“ Brigitte Neumann, Bayern 2 Diwan, 27.11.22

"Ein umwerfender Roman." Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.11.22

"Sarr changiert collagenartig zwischen Tagebucheinträgen, Zeitungsartikeln, Monologen, träumerischeren Elementen. Was kompliziert klingt, entfacht einen ungeheuren Sog. Das liegt an seinem Stil, seiner Sprache, seiner Detektivgeschichte, die Leserinnen und Leser in einen Bann zieht. Gemeinsam mit Diégane betreten sie ein Labyrinth, verlieren sich darin, finden zurück auf den Weg, und wenn sie herauskommen, werden sie nicht mehr so sein wie vorher.“ Enrico Ippolito, Der Spiegel, 26.11.22

"Rasant und anspielungsreich … Sarrs vielschichtiger Roman ist eine glänzende Satire auf den französischen und frankophonen Literaturbetrieb und eine Annäherung an das, was (Welt-)Literatur im Kern ausmacht. … Ein spannender wie ein Krimi geschriebener Roman, den man wegen seines frechen, frischen, respektlosen Tons atemlos bis zum Ende verschlingt." Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk Kultur, 24.11.22

"Wenn man dieses Buch besinnungslos beiseitelegt, dann schläft man erschöpft ein und träumt von dem Buch schlechthin, dem vollkommenen Buch, das es doch geben müsste, aber gar nicht geben kann, und man erinnert sich vielleicht vage daran, dass man doch irgendwann einmal darin geblättert hat." Alexander Solloch, NDR, 24.11.22

"Große Literatur … Abenteuer- und Entwicklungsroman, Detektiv- und Liebesgeschichte, poetisch, metaliterarisch, hochgeistig und trotzdem sinnlich. Es ist auch unterhaltsam und mit sprachlicher Verve erzählt, stellenweise sogar unverschämt witzig. Sie hören, ich bin begeistert, denn hier ist einem Autor tatsächlich die Quadratur des Kreises gelungen." Jerome Jaminet, mdr, 23.11.22

"Der perfekte Roman! ... Eine Feier, des Schreibens, des Lesens und der Literaturgeschichte, aber auch ein politisches Buch." Katrin Schumacher, mdr, 23.11.22

"Ein gewaltiger Roman … Der entscheidende Verführungseffekt beruht darauf, dass seine Leserinnen und Leser die lebensverändernde Wirkung von Literatur kennen oder sie zumindest ahnen. Dieses Gefühl hält einen fest in all den Strudeln, durch die man lesend gerissen wird. Manchmal erscheint das Buch so logisch wie ein guter Krimi, manchmal brennt es wie eine große Liebesgeschichte, oft greift der Autor in gesellschaftliche Fragen der Gegenwart. … Man kann darin versinken!" Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 23.11.22

"Ein aufregender Roman, der alle Rahmen sprengt." Annabelle Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.22

"Ein herausragendes Buch, sehr zeitgenössisch und sehr literarisch." Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk Kultur, 03.11.22

Playlist zum Buch

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5 Fragen an …

Mohamed Mbougar Sarr

Lieber Mohamed Mbougar Sarr, dein Buch Die geheimste Erinnerung der Menschen ist ein politischer Text, der sich mit dem Kolonialismus auseinandersetzt, und gleichzeitig eine spannende Kriminalgeschichte und ein Bildungsroman. Wie hat alles begonnen?
Ich weiß noch, wie ich meinen beiden Verlegern das erste Mal von meinem neuen Romanprojekt erzählt habe. Die Idee war noch nicht ausgereift, es gab keinen roten Faden. Ich habe damals eigentlich nur gesagt, dass es um die Leidenschaft zur Literatur gehen soll. Es gibt gleich zwei Verleger, da mein Buch zeitgleich bei zwei französischsprachigen Verlagen erschienen ist, was ungewöhnlich ist: bei Jimsaan im Senegal und bei Philippe Rey in Frankreich. Das ist eine Art Metapher für meine eigene Reise: Ich bin mit 19 Jahren vom Senegal nach Frankreich gezogen, um dort mein Studium fortzusetzen. Und symbolisch gesehen, hat auch mein Buch diese Reise unternommen

Ich dachte, du hättest deinen Verlegern vielleicht von Yambo Ouologuem erzählt. Wer war er, und warum ist er so wichtig für deinen Roman?
Yambo Ouologuem war und ist tatsächlich eine Inspirationsquelle für mein Buch. Ich habe seine Figur mit meinen eigenen drängenden Fragen verbunden: Was ist, was darf, was kann Literatur? Ouologuem war ein Schriftsteller aus Mali, der 1968 ein bahnbrechendes Buch veröffentlichte: Das Gebot der Gewalt. Das Buch wurde gefeiert und sogar mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet – zum ersten Mal bekam ein afrikanischer Autor diesen wichtigen Preis. Aber vier Jahre später wurden Plagiatsvorwürfe laut. Ouologuem rechtfertigte sich damit, dass Intertextualität in der Literatur selbstverständlich ist. Dass jedes Buch sich auf andere Bücher bezieht, auf sie aufbaut. Aber das ließen die Kritiker nicht gelten. Daraufhin hat er sich in Mali zurückgezogen, in eine Art enigmatisches Schweigen, das fünfzig Jahre andauerte, bis er 2017 starb. In meinem Buch treffen sich meine Faszination für Yambo Ouologuem und meine eigene Auseinandersetzung mit der Literatur.

Du bist multilingual aufgewachsen, neben Französisch sprichst du unter anderem auch die senegalesischen Sprachen Serer und Wolof. Warum hast du dich entschieden, auf Französisch zu schreiben?
Ich hatte keine Wahl: Im Senegal lernen alle Kinder in der Grundschule auf Französisch Lesen und Schreiben – eine Folge des Kolonialismus, mit der jeder afrikanische Autor meiner Generation zu tun hat. Ich kann Serer und Wolof sprechen – es sind meine Muttersprachen –, aber nicht schreiben. Meine Schriftsprache ist das Französische. Manchmal habe ich das Gefühl, damit ein gewisses Opfer zu bringen, denn oft kann ich auf Französisch nicht genau das ausdrücken, was ich möchte. Als würde mir darin eine gewisse Tiefe fehlen, die ich nur in meinen afrikanischen Muttersprachen finde. Ich bringe mir gerade selbst bei, diese Sprachen auch zu schreiben. Und vielleicht wird sich die Situation an Grundschulen in Zukunft ebenfalls ändern.

Wie würdest du deinen Schreibstil beschreiben? Könnte man sagen, dass die Tradition mündlicher Überlieferungen, die im Senegal noch immer einen hohen Stellenwert hat, darin widergespiegelt wird?
Mein Schreibstil ist eigentlich recht chaotisch. Meine Struktur im Text ist das Chaos, auch wenn das vielleicht paradox klingt. Ich mag die Vorstellung von einem freien Schreiben, ohne Einschränkungen, ohne ein bestimmtes Ziel. Chaos bedeutet Freiheit. Ich habe Vertrauen in die Fiktion an sich. Und ja, ich wollte Serer und Wolof ihren Platz im Text geben. Ich höre Musik, in der auf diesen Sprachen gesungen wird. Ich kam zuallererst mit mündlich erzählten Gedichten, Geschichten, Sagen und Legenden auf diesen Sprachen in Berührung. Meine Mutter, Großmutter und meine Tanten waren meine ersten Geschichtenerzählerinnen.

Vergangenen Herbst hast du den Prix Goncourt gewonnen und viel Aufmerksamkeit erhalten. Interessanterweise geht es in deinem Buch unter anderem genau darum: Um Literatur, um ihre Vermarktung, um die Bedeutung von Literaturpreisen. In gewisser Weise scheinen sich die Themen aus deinem Buch in deinem realen Leben fortzusetzen …
Ja, so kommt es mir tatsächlich vor. Und genau diesen Punkt finde ich spannend: Wie Fiktion und Realität zusammenspielen und sogar ineinander übergehen können. Manchmal hatte ich das Gefühl, als würde das Buch sich selbst schreiben; und jetzt erlebt es seine Fortsetzung im echten Leben. Als würden die Abenteuer aus dem Buch jetzt „draußen“ weitergehen. Es hat wirklich etwas Ironisches. Und natürlich bin ich sehr glücklich darüber, wie sich alles entwickelt hat.

Termine

Prix Goncourt - Mohamed Mbougar Sarr: Die geheimste Erinnerung des Menschen. Moderiert von Stefan Weidner, deutsche Lesung von Marit Beyer. Veranstaltung auf Deutsch und Französisch | Zur Veranstaltungs-Website

Stuttgart
Literaturhaus Stuttgart,
Breitscheidstraße 4,
70174 Stuttgart

Prix Goncourt - Mohamed Mbougar Sarr: Die geheimste Erinnerung des Menschen. Moderiert von Alexander Solloch, deutsche Lesung von Franziska Herrmann. Veranstaltung auf Deutsch und Französisch | Zur Veranstaltungs-Website

Hamburg
Literaturhaus Hamburg,
Schwanenwik 38,
22087 Hamburg

Prix Goncourt - Mohamed Mbougar Sarr: Die geheimste Erinnerung des Menschen. Moderiert von Annabelle Hirsch, deutsche Lesung von Benito Bause. Veranstaltung auf Deutsch und Französisch | Zur Veranstaltungs-Website

München
Literaturhaus München,
Salvatorplatz 1,
80333 München

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Kommentare

Leila Slimani
29.04.2022

“Brillant!”


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