Auf offener Straße

Auf offener Straße

Daniel Odija

Im Zentrum, nicht an der Peripherie einer ungenannten Kleinstadt in Polen befindet sich Daniel Odijas Ulica Dluga, die Lange Straße: Hier haust Kanada, der einst dort studierte und später für die Bonzen der Partei übersetzte. Daneben züchtet der alte Pokora angeblich Krim-Tauben, und der hagere Pattex schnüffelt Klebstoff. Die Cebula-Mädchen gehen unverdrossen ihrem Gewerbe nach, und der kleine Maka sammelt Flaschen und Altpapier, um zu überleben. In knappen Sequenzen beschreibt Odija eine Gesellschaft im Übergang, ihre Träume und Hoffnungen genauso wie ihre Exzesse und Tristesse. Er beschreibt sie präzise, unbestechlich, aber niemals herzlos-diffamierend.


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Daniel Odija wurde 1974 in Slupsk geboren, wo er heute als Schriftsteller und Fernsehjournalist lebt. Das Sägewerk ist sein zweiter Roman und sein erster auf Deutsch.

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Auf offener Straße

Presse

„Odija erweist sich als kühler Beobachter einer Welt, die es eigentlich nicht geben sollte. Abseits jedweder politischer Absichten und allen sozialen Kitsches liest sich 'Auf offener Straße' als spannender Gegenwartsroman.“ Martin Sander, Deutschlandradio, 13.09.12

"Odija erzählt von denjenigen, die stehen geblieben oder gefallen und nicht mehr hochgekommen waren: im wohl wichtigsten polnischen Roman der letzten Dekade. In kurzen Sequenzen, ein bis zwei, höchstens drei Seiten lang; lakonisch, eindringlich, verstörend und von einer nie aufgesetzten, nie kitschigen Poesie." Mathias Schnitzler, Frankfurter Rundschau, 03.11.12

"Ein Wunder an Poesie und Ironie." Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung, 10.11.12

"Weder erhebt Odija wohlfeil sozialkritisch Anklage, noch weidet er sich voyeuristisch am Schicksal der Menschen – vielmehr geht es ihm darum, ihrem Schmerz durch die dichte Beschreibung poetische Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Mit lakonischer Präzision und distanzierter Einfühlung beschreibt er parabelhaft die Katastrophe eines Mangels, der die Leute von innen her auffrisst.“ Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 13.11.12

„Odijas Prosaminiaturen, die sich zu einem Bild der Nach-Wendezeit fügen, sind eine harte und bedrängende Lektüre – nicht zuletzt durch die kongeniale Übersetzung von Martin Pollack.“ Cornelius Hell, Ö1 ex libris, 24.02.13

"Daniel Odija richtet den Blick auf eine Randgruppe der neuen polnischen Gesellschaft und seziert sie mit der Präzision eines Insektenforschers. Er tut es auf eine gnadenlos nüchterne, fast brutale Weise, ohne allerdings anklagen oder schockieren zu wollen. (...) Dabei sind seine knappen, von Martin Pollack glänzend übersetzten Sätze so kraftvoll, so einprägsam, dass man jeden Straßenbewohner genau vor sich sieht und gleichzeitig die Aura des gesamten Ortes spürt." Marta Kijowska, Deutschlandfunk, 25.02.13

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