Anils Geist

Anils Geist

Michael Ondaatje

Anil Tissera kehrt nach Jahren zurück in ihre Heimat Sri Lanka. Als Rechtsmedizinerin soll sie Beweise dafür liefern, dass in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land nicht nur Rebellen Terror ausüben, sondern auch die Regierung. Es beginnt eine spannende Spurensuche, die ganz unterschiedliche Menschen zusammenführt. Sarath, der Archäologe, Ananda, der Künstler und Anil suchen jeder auf seine Weise nach der Wahrheit, der Liebe und nach der Ursache eines Verbrechens.


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Michael Ondaatje

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Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman Der englische Patient (Hanser, 1993), für den er den Booker-Preis erhielt, wurde er weltberühmt. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt Buddy Boldens ...

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Presse

"Wie Ondaatje die Geschichte erzählt ist bewundernswert und würde allein diesen Roman zu einem großartigen, mitreißenden und berührenden Buch machen." Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau, 18.10.2000

"In einer brillanten Kollage zeigt Ondaatje die Zusammenhänge auf von Religion und Tradition, Mystik und Magie, Rassenunterschieden und Ressentiments. Geschichte trifft Gegenwart und bleibt ein Rätsel... Anils Geist: Michael Ondaatjes herausragender Sri Lanka-Roman!" Jürgen Deppe, Kulturreport, 13.08.2000

"Unglaubliche Bilder. Bilder von einer choreographischen Schönheit, die einem wirklich den Atem verschlägt... Das größte Kompliment, das man einem Autor machen kann, ist wenn der Geist eines Buches es schafft, einen Leser innerlich, psychisch, seelisch zu verändern. Und das schafft Ondaatje." Denis Scheck, Kulturzeit, 3sat, 23.08.2000

"Bildgewaltig und meisterhaft gebaut:
Vor dem Hintergrund einer traumhaft schönen Landschaft und einer uralten Kultur erzählt Michael Ondaatje von dem Verlust von Identität, Familie, Liebe und Leben." Karin Weber-Duve, Brigitte, 23.08.2000

"Ähnlich glanzvoll wie dem Amerikaner Don DeLillo in seinem Roman "Unterwelt", gelingt es Ondaatje, Zeitgeschichte ganz aus der individuellen Biografie seiner Figuren heraus glaubhaft und spannend zu erzählen. ... so ergibt das furiose Kaleidoskop von "Anils Geist" eine an eleganter Stringenz kaum zu überbietende Handlung, deren kühne Perfektion sich erst bei einer zweiten und dritten Lektüre ganz erschließt." Denis Scheck, Die Welt, 26.08.2000

"Dieser Roman ist ein Rohdiamant, funkelnd nach allen Seiten, immer neue Blicke und Reflexionen auf sich ziehend. Gedanklich und bildlich fügt er sich wie ein logischer Baustein in das schöne OEuvre Michael Ondaatjes." Ursula März, Die Zeit, 07.09.2000"Was dieses Buch so spannend und lesenswert macht, ist seine Vielschichtigkeit und das umfangreiche Wissen, das wie nebenher einfließt - über die politischen Zustände in Sri Lanka, über seine Kunstschätze und jahrtausendealte Kultur, aber auch über Archäologie, Forensische Medizin. Welches Gebiet der Autor auch berührt, er betritt sicheren Boden. Und all die vielen Geschichten gewaltsam abgebrochener Leben, die vielen eindrücklichen, in harten Schnitten gegeneinander gesetzten Szenen, die großartigen Beschreibungen versunkener Klöster und gestürzter Buddhastatuen werden zusammengehalten von einer düsteren, beklemmenden Schönheit, die aus der Sprache kommt, und von den unbeantworteten Fragen nach dem lückenlosen Nebeneinander menschlicher Großmut und menschlicher Niedertracht." Anna Migutsch, Der Standard, 02.09.2000

"Ondaatje entwirft Szenen von so origineller Wucht, dass sie dem Gedächtnis auch dann noch eingeprägt bleiben, wenn man ihr narratives Umfeld vergessen hat. ... Auch "Anils Geist" enthält einen ganzen Reigen solcher im wortwörtlichen Sinn unvergesslicher Bilder, TABLEAUX VIVANTS, an deren perfekter Choreographie man sich berauschen kann und soll." Denis Scheck, Die Welt, 26.08.2000

"'Anils Geist' ein Roman aus Sri Lanka, zeigt Ondaatje auf der Höhe seines Könnens. ... In seinen Romanen ist der Weg das Ziel. Seine Werke sind vielstimmige Riffs, so lange geschichtet und gestaffelt, bis aus ihrer Tiefe eine mythische Wahrheit an die Oberfläche steigt. ... Immer wieder gelingen Ondaatje jene großartigen, pathetischen Szenen, die ihm den Ruf eingetragen haben, ein in Filmbildern denkender Schriftsteller zu sein. ... Mit großer Sinnlichkeit zelebriert Ondaatje vor dem Hintergrund der Inselnatur einfache Augenblicke des Tanzens, Essens oder Schwimmens, jene "süße Begegnung der Welt.""Susanne Weingarten, Der Spiegel, Nr. 39, 25.08.2000

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