"Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken"

Der neue John Green Roman

Kaum ein Autor schreibt sich so tief in die Seelen Jugendlicher wie John Green. In seinem neuen Roman erzählt der preisgekrönte Autor mit unerschrockener Klarheit von der Zerbrechlichkeit der Liebe, innerer Widerstandskraft und lebenslanger Freundschaft.

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen zu kämpfen, die ihre Gedanken beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Tochter und Schülerin – zumindest eine gute Freundin. Aza versucht es und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett, sondern auch große Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen. Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale.

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green

Der neue Roman vom Bestseller-Autor John Green – über die Zerbrechlichkeit der Liebe, innerer Widerstandskraft und lebenslange Freundschaft.

Buch

Deutschland 20,00

Österreich 20,60

E-Book

Deutschland 15,99

Österreich 15,99

Leseprobe

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Als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich vielleicht Fiktion bin, verbrachte ich meine Tage an einer öffentlichen Bildungsanstalt namens White River High im Norden von Indianapolis, wo ich von fremden Kräften, die so übermächtig waren, dass ich sie nicht ansatzweise identifizieren konnte, dazu gezwungen wurde, jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit Mittag zu essen, nämlich zwischen 12 Uhr 37 und 13 Uhr 14. Hätten mir diese Kräfte eine andere Mittagspause zugeteilt oder hätten die Tischgenossen, die mein Schicksal mitbestimmten, an jenem Septembertag ein anderes Thema gewählt, hätte ich womöglich ein anderes Ende gefunden – oder zumindest eine andere Mitte. Doch ich war gerade dabei herauszufinden, dass dein Leben nicht deine Geschichte ist, sondern eine Geschichte über dich.

Natürlich tust du so, als wärst du der Erzähler. Das musst du. Ich beschließe in diesem Moment, zum Mittagessen zu gehen, _denkst du, wenn um 12 Uhr 37 das monotone Schrillen von oben klingt. Dabei entscheidet eigentlich die Glocke. Du hältst dich für den Künstler, aber du bist die Leinwand.
In der Cafeteria riefen Hunderte von Stimmen durcheinander, Sprache zu reinem Klang vermischt wie Wasser, das über Felsen rauscht. Und als ich unter den Leuchtstoffröhren saß, die ihr aggressives künstliches Licht über uns auskippten, dachte ich darüber nach, wie wir uns alle für die Hauptfigur in unserer eigenen Heldensaga hielten, obwohl wir im Grunde identische Organismen waren, die einen fensterlosen, nach Schmalz und Desinfektionsmittel riechenden Raum besiedelten.
Ich aß ein Weißbrotsandwich mit Erdnussbutter und Honig und trank ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk namens Dr Pepper. Ehrlich gesagt ekelte mich der Vorgang des Zerkauens von pflanzlichen und tierischen Produkten und ihr anschließender Abtransport durch die Speiseröhre in den Verdauungstrakt so sehr, dass ich beim Essen krampfhaft versuchte, nicht ans Essen zu denken, was auch eine Art war, daran zu denken.
Mir gegenüber saß Mychal Turner und schrieb in seinen Kollegblock. Unsere Mittagsrunde war wie ein Broadway-Theaterstück, das schon sehr lange lief: Hin und wieder änderte sich die Besetzung, aber die Rollen änderten sich nie. Mychal war der Künstlertyp. Er unterhielt sich mit Daisy Ramirez, die seit der Grundschule meine beste Freundin und Beschützerin spielte, aber wegen des Lärms konnte ich ihrem Gespräch nicht folgen.
Welche Rolle spielte ich in diesem Stück? Ich war die ewige Nebendarstellerin. Die Freundin von Daisy, die Tochter von Ms. Holmes. Ich war der Sidekick.


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Über die Titelformulierung

Wie es zu dem deutschen Titel "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" kam

Unsere Kinder- und Jugendbuchverlagsleiterin Saskia Heintz, die in engem Austausch mit John Green steht, erklärt die deutsche Titelwahl von "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken"

Nicht nur in der Film-, auch in der Buchbranche ist es üblich, Titel nicht 1:1 zu übertragen, sondern eine passende Entsprechung für den deutschen Markt zu finden. Warum? Weil es kulturelle Unterschiede im Verständnis von Titeln gibt, auch zwischen dem amerikanischen und deutschen Markt. Trotzdem bleibt das Ziel, dem Original möglichst nahe zu kommen. Zumindest, wenn der Titel „Freedom“ oder „Pride and prejudice“ lautet. Was aber, wenn er „Turtles all the way down“ heißt? Eine engl. Redewendung von philosophischer Dimension, die auf einen Vortrag von Bertrand Russell zurückgeht und sogar einen Eintrag bei Wikipedia hat. Im Deutschen hat sie keine Entsprechung. Man könnte den Wortlaut mit „Schildkröten, soweit das Auge reicht“ übersetzen, aber das fängt die Bedeutung nur unzureichend ein. In Fachartikeln wird sie mit „Schildkröten bis unten hin“ übersetzt, aber auch das ist ein recht kryptischer Titel, der die Dimension des Englischen nicht transportieren kann und deutschen Lesern viele Rätsel aufgeben würde. Wir haben deshalb über 50 Titelvorschläge mit Schildkröte im Wortlaut gesammelt, um die philosophische Buchaussage einzufangen – zufrieden waren wir mit keinem. Erst die Suche nach einem Titel, der die Aussage des Romans freier überträgt, half uns weiter. „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist die Variation eines Salinger-Zitats, das im Buch vorkommt. Es bringt die Nöte der Protagonistin zum Ausdruck, die in ihren Gedankenspiralen gefangen ist.

John Green war von dem deutschen Titel spontan begeistert. Er ist ein großer Fan unserer Covergestaltung für seine Romane. Das Cover und die dt. Übertragung von „The Fault in our Stars“ in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ fand er vor sechs Jahren nicht nur sehr gelungen, sondern sogar passender als das Original. Die einfache Übersetzung des Titels (ein Zitat aus „Julius Cäsar“ von Shakespeare) hätte nicht nur sehr nüchtern geklungen, sondern wäre hinter den Bedeutungsebenen des Englischen zurückgeblieben. Die dt. Übertragung hingegen transportiert Ironie, Dramatik und inhaltliche Aussage des Romans. Darauf kommt es uns an – auch bei „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken.

Weil die Schildkröte bzw. die Echse im Buch eine wichtige Rolle spielt, ist sie übrigens auf unserem Cover zu sehen – während sich die Amerikaner für eine plakativere typografische Lösung entschieden haben, trotz Schildkröte im Titel.

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John Green

John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt “Eine wie Alaska” (2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darauf folgten die Jugendromane “Die erste Liebe” (nach 19 vergeblichen Versuchen) (2008) und “Margos Spuren” (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. Greens Jugendroman “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” (2012) ist ein weltweiter Bestseller, der in 56 Sprachen übersetzt und verfilmt wurde. Auch in Deutschland stand der Titel über ein Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste, wurde u.a. mit dem Buxtehuder Bullen und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 (Preis der Jugendjury) ausgezeichnet. Im November 2018 erscheint Greens neuester Jugendroman in Deutschland “Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken”. Mit seinem Bruder Hank betreibt John Green einen der weltweit erfolgreichsten Video-Blogs, die Vlogbrothers. Über 5 Millionen Leser folgen ihm auf Twitter. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Indianapolis.


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Pressestimme zu Margos Spuren

„Margos Spuren schwankt zwischen Euphorie und Melancholie und hat doch eine durchweg positive Botschaft. Mit ‚Don’t forget to be awesome‘ verabschiedet sich John Green in seinen YouTube-Videos von den Zuschauern. … weil sie mehr sind als das Bild, das andere sich von ihnen machen.“
Benedikt Frank, Süddeutsche Zeitung, 03.08.15
Pressestimme zu Margos Spuren

“Eine Mischung aus Roadmovie, Detektiv- und Liebesgeschichte. Green schreibt so witzig über die tragischen Seiten der Pubertät, dass man selbst an Stellen lachen muss, die eigentlich zum Heulen sind.“
Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung Online, 22.11.10
Pressestimme zu Eine wie Alaska

“Ein beeindruckender Jugendroman. Ob seine Figuren tiefsinnig diskutieren oder respektlos daherreden, wir nehmen sie ernst. Die Dialoge sind frappant stimmig im Teenager-Tonfall und aller Tragik zum Trotz oft auch komisch.“
Hans ten Doornkaat, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 18.02.07
Pressestimme zu Eine wie Alaska

“Eine faszinierende, mitreißend erzählte Geschichte. ... John Green ist dicht am Lebensgefühl seiner Person und kennt ihre ganz spezielle Sprache. Es sind vor allem die witzigen, intelligenten, manchmal auch philosophischen Dialoge sowie Miles` innere Monologe, die diese Jugendlichen, allen voran die faszinierende Alaska, so lebendig und unverwechselbar machen, dass sie noch lange im Gedächtnis des Lesers nachklingen.“
Hilde Elisabeth Menzel, Die Zeit, 15.03.07
Pressestimme zu Eine wie Alaska

“Der furiose Debütroman des amerikanischen Autors John Green ... Dem Autor ist ein kleines literarisches Wunder gelungen. Er bringt das Kunststück fertig, eine Geschichte, die so viel Tragik beinhaltet, mit einem so pointierten Witz zu erzählen, dass der Leser selbst an Stellen lachen muss, die doch eigentlich zum Heulen traurig sind.“
Julia Büttner, Süddeutsche Zeitung, 27.03.07
Pressestimme zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter

“Was nach einer potentiell kitschigen und sehr pathetischen Geschichte klingt, ist ein fesselnder Roman voller Sprachwitz, Klugheit und Gefühl, der die heikle Balance zwischen Witz und Gravitas in jedem Moment hält - ein Buch, das man erst nicht aus der Hand legen und dann nicht vergessen kann.“

Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.12
Pressestimme zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter

“Wer hier nicht weint und lacht, fühlt wohl schon lange nichts mehr. Was für ein Buch! So rein und klar, so grundstürzend komisch und dann wieder unendlich zart. ... Das ist kein Jugendbuch, sondern Literatur für alle, anmutig, komisch, kostbar.“

Werner Bartens, Süddeutsche Zeitung, 31.07.12
Pressestimme zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter

„Es könnte so ein Buch werden, das wie ein Freund in der Nähe ist, wenn man nicht weiter weiß und auch dableiben darf, wenn man sich gut fühlt. Denn ,Das Schicksal ist ein mieser Verräter` hinterlässt seine Spuren im Leserherz.“
Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 25.08.12
Pressestimme zu Die erste Liebe

„Eine ungewöhnliche und hochgradig witzige Liebesgeschichte. Und nicht nur das, sondern auch ein Roadmovie und ein glorreiches Lehrstück über Freundschaft. … Fein pointiert … Auch acht Jahre nach Erscheinen der deutschen Erstausgabe hat diese Geschichte kein bisschen an Zeitlosigkeit, Cleverness und Witz verloren.“
Franziska Gurk, ART.5|III (art5drei.de), 30.09.16

Filmtrailer: "Margos Spuren"

Die Verfilmung von "Margos Spuren" kam 2015 in die deutschen Kinos und war ein riesen Erfolg. In der Hauptrolle der Margo ist Cara Delevigne zu sehen!

Filmtrailer: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"

Mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kam 2014 der erste John Green Roman in die deutschen Kinos und rührte nicht wenige Kinobesucher zu Tränen. In den Hauptrollen sind Shailene Woodley und Ansel Elgort zu sehen.

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