Was wir sind
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Anna Hope

Was wir sind

übersetzt aus dem Englischen von Eva Bonné
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Details zum Buch
Roman
  • Erscheinungsdatum: 17.02.2020
  • 368 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-26563-9
  • Deutschland: 22,00 €
  • Österreich: 22,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26733-6
  • E-Book Deutschland: 16,99 €

Was ist aus dem Menschen geworden, der du einmal sein wolltest? – Anna Hope über drei ungleiche Frauen und ihre gemeinsame Zeit in London, über Freundschaft und die intimen Fragen eines jeden Lebens

Nach einer atemlosen gemeinsamen Zeit in London stehen Hannah, Cate und Lissa mit Mitte dreißig an ganz unterschiedlichen Punkten. Hannah liebt ihr Leben und das Leben mit Nathan, doch alles scheint wertlos ohne ein Kind. Cate ist nach der Geburt ihres Sohnes nach Canterbury gezogen und hat das Gefühl, sich mehr und mehr selbst zu verlieren. Und Lissa steht nach einer schwierigen Beziehung auf der Schwelle zu ihrem Traum. Was wollen wir, was können wir sein? „Beeindruckend scharfsinnig und voller emotionaler Weisheit“ (The Observer) erzählt Anna Hope von drei Frauen unserer Zeit und kommt dabei ihren Figuren so nah wie wir sonst nur uns selbst.

Anna Hope

Anna Hope

 Anna Hope wurde 1974 in Manchester geboren. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art. 2014 stand sie mit "Wake" auf der Shortlist des National Book Award für ...

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Was wir sind

5 Fragen an …

Anna Hope

Liebe Anna Hope, was für eine Art Buch wollten Sie mit Was wir sind schreiben?
Ich wollte einen Roman schreiben, der sich nicht scheut, vom Häuslichen zu erzählen – von den intimen Details, die einen mit einem Menschen verbinden, einem Partner, einem Kind, einem Liebhaber oder einem Freund. Ich hoffe sehr, dass es ein ehrlicher Roman geworden ist, ehrlich in Bezug auf alle möglichen Dinge – Verlangen, Neid, Sex, den Körper. Und ich hoffe ebenso, dass dieser Roman, während er in die dunklen Seiten des menschlichen Lebens eindringt und von einem Betrug erzählt, doch die Macht, die Liebe und den Rückhalt feiert, die weibliche Freundschaft ausmachen. Da der Roman auch nach einer bestimmten Form des Widerstands fragt, danach, was es bedeutet, entgegen einem bestimmten gesellschaftlichen Status quo zu leben, wusste ich, dass seine Form in irgendeiner Art und Weise experimentell sein muss. Deshalb habe ich kleine Einschübe und Rückblenden in die Erzählung eingebaut, die die Hauptgeschichte immer wieder unterbrechen und neu beleuchten.

Ist der Roman ein sehr persönliches Buch für Sie?
Ich bin beim Schreiben des Romans tief in meine eigenen Erfahrungen eingetaucht, ich war Mitte dreißig, wohnte in einem der angesagten Teile von London, hatte wenig Geld, arbeitete in einem Callcenter statt auf der Bühne zu stehen, und hatte den Wunsch schwanger zu werden. Es war eine Zeit in meinem Leben, in der ich ganz verschiedene schwierige Empfindungen durchlebt habe, Neid, Enttäuschung, Scham, Sehnsucht. Ich wollte, dass der Roman so ehrlich wie möglich alle Formen von Sehnsucht zeigt, nach Sex, Besitz, Kindern, Erfolg, Sicherheit, Bedeutung.
Als ich dann tiefer in den Roman vordrang, wurde etwas Größeres daraus – eine Abrechnung mit meiner Generation, mit dem politischen Klima, in dem wir aufgewachsen sind – die 90er, als man glaubte, der Feminismus sei zu seinem Ende gekommen, als die liberale Demokratie andere Ideologien scheinbar überwunden hatte. Wir sind die erste Generation, die glaubte, alles haben zu können: eine Karriere, eine erfüllende Partnerschaft, ein Kind, sobald wir dazu bereit waren. Ich merkte, dass ich mich beim Schreiben einer größeren Frage annäherte – was genau macht meine Generation aus? Was haben wir aus den politischen Errungenschaften gemacht, die uns die Vorgängergeneration hinterlassen hat, und schlussendlich, wie werden wir von denen bewertet und zur Verantwortung gezogen werden, die nach uns kommen?

Sarah, die Mutter von Lissa, ist Künstlerin und Aktivistin. Wie sehr, glauben Sie, kann ein starkes politisches Engagement eine Mutter-Tochter-Beziehung stärken oder auch schwächen?
Das ist eine interessante Frage. Meine Mutter war auch politisch aktiv und das machte mich immer sehr stolz auf sie. Aber als Kind konnte ich auch spüren, dass sie Teil einer Welt war, die unmittelbar Gefahr bedeutete – zu dieser Zeit der drohende Atomkrieg – und obwohl ich wusste, dass sie alles tat, um diese Gefahr zu bekämpfen, hatte ich das Gefühl, dass eben dieser Kampf die Gefahr im Grunde nur näher an uns heranbrachte. Gleich nachdem ich „Was wir sind“ beendet hatte, schloss ich mich Extinction Rebellion an. Das schien mir die weiseste Entscheidung, um gegen die schrecklichen Bedrohungen des Klimawandels zu kämpfen, und um das Beste für meine Tochter zu tun. Aber mir war auch bewusst, dass mein Engagement paradoxerweise bedeutete, weniger Zeit mit meiner Tochter zu verbringen. Ich hoffe, dass es möglich ist, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem Muttersein, der Arbeit und dem politischen Engagement. Das ist mein Vorsatz für 2020!

Wie sehr, glauben Sie, werden die Vorstellungen und Wünsche, die wir irgendwann für unser Leben entwickeln, durch unsere Vergangenheit und unseren familiären Hintergrund geprägt?
Ich denke, unser familiärer Hintergrund bestimmt grundlegend die Vorstellungen, die wir uns von unserem zukünftigen Leben machen. Wenn wir Glück haben, dann lässt uns unsere Familie den nötigen Raum, um eine eigene Persönlichkeit zu entfalten, ohne eine bestimmte Richtung vorzugeben – aber im Grunde ist es wohl unmöglich, die eigenen Wünsche ganz von den Prägungen zu trennen, die in der Familie entstehen.

Wenn Sie Ihren Roman in zwei Sätzen umreißen sollten, wie würden die lauten?
Drei Frauen ringen mit Liebe, Sex, Mutterschaft und Feminismus. Und fragen sich was es erfordert, ein bedeutsames Leben zu führen.

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