Smarte Maschinen

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Ulrich Eberl

Aufbruch ins Zeitalter der Roboter und smarten Computer – Ulrich Eberl über die Revolution, die unser Leben grundlegend verändern wird

Die Maschinen sind erwacht. Sie fahren selbständig Auto, lernen kochen und kellnern, malen und musizieren, denken und debattieren. Manche übertreffen uns bereits: Sie stellen bessere Diagnosen als Ärzte, beherrschen 20 Sprachen und erkennen technische Probleme, noch bevor eine Turbine ausfällt. Wohin führt das? Sind Roboter und smarte Computer ein Segen für die Menschheit oder eher eine Gefahr für Arbeitsplätze, Privatsphäre und Sicherheit? Zukunftsforscher Ulrich Eberl hat in vielen Labors und Firmen auf der ganzen Welt recherchiert. Anschaulich und präzise schildert er die faszinierenden Entwicklungen auf dem Gebiet, das den Kern unseres Selbstverständnisses trifft: die menschliche Intelligenz.


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Ulrich Eberl ist einer der renommiertesten Wissenschafts- und Technikjournalisten deutscher Sprache. Er promovierte an der TU München in Biophysik, arbeitete bei Daimler und leitete 20 Jahre lang bei Siemens die ...

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"Faktenreich und mit hoher Sachkenntnis führt Eberl durch die Welt der Roboter und Computer […] eine sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit einer Entwicklung, die unser Leben mehr und mehr bestimmen wird." Thomas Trösch, Spektrum der Wissenschaft, 12/2016

"Am besten ist Eberl, wenn er ganz nah an den Zahlen und Fakten sein kann. Da spürt man seine Begeisterung für die Themen und seine Sachkenntnis. ... Eberl steckt einen mit seiner Sehnsucht nach der Zukunft an." Felix Zwinzscher, Literarische Welt, 13.08.16

"Anschaulich und präzise schildert Ulrich Eberl die faszinierenden Entwicklungen auf dem Gebiet, das nicht nur unseren Alltag grundsätzlich verändern wird, sondern auch den Kern unseres Selbstverständnisses trifft: die menschliche Intelligenz." Physik Journal, Juli 2016

"Die schöne neue Roboterwelt ist, wie man durch die Lektüre erfährt, längst keine Zukunftsvision mehr, wir stecken vielmehr mittendrin. [...] Eberl schafft es, dem Leser vor dieser schönen neuen Welt die Angst zu nehmen und sie als Chance zu begreifen." Petra Paumkirchner, Profil Wissen, 15.06.16

"[...] und mehr beantwortet er in seinem Buch mit einem imposanten Anhang mit Nachweisen auf eingängige, lehrreiche und erhellende Art." Buchkultur, August/September 2016

"In seinem Buch Smarte Maschinen legt der Physiker und Technikjournalist Ulrich Eberl in dreizehn Kapiteln, die jeweils von kurzen Science-Fiction-Stücken eingeleitet werden, grundlegende Konzepte und den aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet der Robotik und künstlichen Intelligenz dar. Er spricht dazu mit führenden Wissenschaftlern und Technikern und fügt deren Berichte zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. [...]
Der Text bezieht seine Wucht aus den in ihm dicht gepackten Fakten. […] Man merkt dem Text die Begeisterung seines Autors für die Technik an, er übernimmt die Perspektive der Forscher.“ Günter Hack, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.16

"Was können Roboter schon heute? Was wird noch Jahre dauern? Und inwieweit werden Maschinen dem Menschen immer ähnlicher? Der Wissenschaftsautor Ulrich Eberl gibt einen fundierten Überblick. Der Technikjournalist reiste für sein gut 400 Seiten starkes Werk in viele Länder. Er sprach mit Forschern etwa in Asien, den USA, Italien und Deutschland." Petra Kaminsky, dpa, 02.08.16, in Handelsblatt Online, Focus Online, Abendzeitung München, Rheinische Post, Augsburger Allgemeine

"Vor welchen Herausforderungen die Wissenschaft bei der Weiterentwicklung intelligenter Maschinen steht, wird in dem höchst unterhaltsam geschriebenen und unglaublich gehaltvollen Sachbuch in dreizehn Kapiteln erläutert. (...) Alles in allem ist 'Smarte Maschinen' eine grandiose journalistische Arbeit, die es versteht, den komplexen Sachverhalt des Werdens, des Seins und der Fortentwicklung künstlicher Intelligenzen zu beleuchten und darüber hinaus das Bild einer noch faszinierenderen Zukunft des Miteinanders von Mensch und Maschine zu zeichnen." Geek! November/Dezember 2016

Roboter interviewt Autor

Fragen von Roboter Robin an Ulrich Eberl

Roboter Robin: Hallo Uli, du siehst müde aus, aber ich entdecke dennoch einen frohen Zug um deine Augen. Wie geht es dir?
Ulrich Eberl: Ich sehe schon, wir hätten euch Robotern keine Emotionserkennung einbauen sollen. Aber du hast recht. Ich habe gerade mein neues Buch »Smarte Maschinen – Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert« abgeschlossen. So etwas ähnelt immer einer Geburt: monatelange Mühen, aber es ist auch sehr bereichernd.

Robin: Was schreibst du denn über die Zukunft von uns Robotern?
Ulrich Eberl: Es geht nicht nur um stählerne Gesellen wie dich. Smarte Maschinen sind viel mehr als das, und sie werden unsere Welt verändern: Schon vor fünf Jahren hat ein Computer die menschlichen Weltmeister in der Quizshow »Jeopardy« geschlagen. Die daraus entwickelte Software hilft heute Ärzten bei Krebsdiagnosen, Pharmafirmen bei der Entwicklung von Medikamenten oder Bankberatern bei Anlagestrategien. Computer lernen, Bilder zu interpretieren, Texte zu verstehen und Gehörtes fast simultan in eine andere Sprache zu übersetzen. 2020 werden wir auf Autobahnen in den Automatikmodus schalten und ab 2030 auch
in Städten. Bald werden wir sogar Suchmaschinen haben, mit denen wir einen richtigen Dialog führen können.

Robin: Du meinst, so wie mit mir?
Ulrich Eberl: Ich denke, noch ein bisschen besser. Was kannst du denn richtig gut?

Robin: Ich kann laufen, tanzen, Fußball spielen, über Geröll klettern, Türen öffnen, eine Bohrmaschine bedienen, ein Tablett tragen, den Tisch abräumen. Und bei Bedarf: Klavier spielen oder Tischtennis, mit Pfeil und Bogen umgehen, malen wie Munch oder van Gogh und Getränke mixen und kochen.
Ulrich Eberl: Beeindruckend! Auch in Fabriken arbeiten immer mehr Roboter direkt mit ihren menschlichen Kollegen zusammen, sozusagen Hand in Hand. Bei der Firma Glory machen sie sogar jeden Morgen die Gymnastikübungen mit. In Lagerhäusern werden
Roboter trainiert, die bestellten Waren in den Regalen zu suchen und einzupacken. Es gab auch schon Roboter, die Vorlesungen gehalten haben, ohne dass die Studenten merkten, dass da vor ihnen kein Mensch saß.

Robin: Werden wir dann in 20 Jahren alle Arbeiten übernehmen, die ihr Menschen heute noch selbst macht?
Ulrich Eberl: Freu dich nicht zu früh. Aber in der Tat: Es wird Millionen Jobs geben, wo vieles automatisiert wird, insbesondere bei Routinearbeiten, bei Buchhaltern oder Kassierern, Taxifahrern und Lagerverwaltern, in Versicherungen, Banken oder Sekretariaten.
Aber es werden auch neue Arbeitsplätze entstehen, vor allem in kreativen Berufen, in der Forschung, den Medien und im Handwerk, und bei solchen, die soziale Kompetenz erfordern: in Pflegeberufen, der Ausbildung oder im Vertrieb. Da werdet ihr Roboter uns so schnell keine Konkurrenz machen. Wir sollten euch sowieso eher als Helfer sehen denn als Gegner – vor allem, weil wir viel Unterstützung für die älter werdende Bevölkerung brauchen: Fahrzeuge, die selbständig fahren, ebenso wie Service-Roboter, die putzen, kochen und vorlesen.

Robin: Du hast also keine Angst, dass wir Roboter einmal die Weltherrschaft übernehmen könnten?
Ulrich Eberl: Das ist ein uralter Mythos im westlichen Kulturkreis. Schon als der Begriff »Roboter« das erste Mal auftauchte: in einem Theaterstück von 1921. Und heute warnen Elon Musk und Stephen Hawking vor einer »Superintelligenz« und dem »Ende
der Menschheit«. Die Japaner sind da ganz anders: Sie gestehen Robotern Sonzai-kan, eine Art Seele, zu und freuen sich auf eine Gemeinschaft mit intelligenten Maschinen.

Robin: Das war noch keine Antwort auf meine Frage, wie du die Entwicklung einschätzt?
Ulrich Eberl: Wenn du das wissen willst, empfehle ich dir, mein Buch über »Smarte Maschinen« zu
lesen …

Robin (lächelt): Wenn ich es elektronisch bekomme, schaffe ich die 400 Seiten in wenigen Sekunden …
Ulrich Eberl: … darin beschreibe ich die aktuellen Entwicklungen in Japan, USA und Europa ebenso wie das, was in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommen wird. Maschinen werden tausendmal schneller rechnen können als heute, und ich habe schon Neurochips gesehen, die zehntausendfach schneller lernen als das menschliche Gehirn. Das wird Revolutionen auslösen, aber ich denke trotzdem nicht, dass wir uns vor einer Gemeinschaft mit euch Robotern fürchten müssen. Dazu ist der menschliche Geist zu anpassungsfähig! Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen, Roboter und intelligente Systeme aller Art in unseren künftigen Alltag zu integrieren. Aber die Auswirkungen müssen wir heute schon diskutieren: Denn dieser Aufbruch in die Gesellschaft der smarten Maschinen wird unser Leben grundlegend verändern!

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