Lumpenroman

Lumpenroman

Roberto Bolaño

Der letzte Roman, den Roberto Bolano vor seinem Tod in Spanien schrieb, gehört zu seinen vollendetsten Werken. Voller Melancholie und Finsternis, ist er eine brillante Satire auf unsere von Trash und Gewalt dominierte Kultur der Gegenwart. Schauplatz ist Rom, wo sich Bianca und ihr Bruder mit den schäbigsten Jobs durchschlagen. Ihre Freizeit verbringen sie mit Pornofilmen und Quizshows - bis eines Tages der Plan reift, den Tresor von Maciste zu knacken, einem erblindeten Bodybuilder und B-Star aus den fünfziger Jahren. Um den Safe auszukundschaften, gibt sich Bianca Nacht für Nacht dem glatzköpfigen Muskelprotz hin. Doch als das Verbrechen vergeblich scheint, dreht sie schließlich den Spieß um. Die erste Auflage des Buches erscheint wieder in bibliophiler Ausstattung.


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Roberto Bolaño, 1953 in Chile geboren und nach dem Militärputsch von 1973 inhaftiert, ging ins Exil nach Mexiko und 1976 nach Spanien. 2003 starb er in Barcelona. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den National ...

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"Roberto Bolanos "Lumpenroman" erzählt von einer räudigen Jugend und vom Erwachsenwerden als Höllenfahrt. Bianca beschreibt das Lebensgefühl heutiger Jugendlicher in Italien, in einer kranken, kaputten Gesellschaft. Diese Bianca ist Weltliteratur. Bolanos unvollendetes Werk umgibt die schmerzhafte Schönheit eines Torsos. Ein Wunder ist jeder Fund, mit dem Bolano aufs Neue berückt." Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 17.08.10

"All denjenigen als hervorragender Einstieg in sein Werk empfohlen, die sich an "2666" noch heranwagen wollen." Björn Gauges, Fuldaer Zeitung, 28.08.10

"Es gibt Romane, die schlechterdings alles Essenzielle der vergangenen Jahrtausende verweben: die Mythen der Antike, die christliche Weltschöpfung, die ewigen Gegensätze von Helligkeit und Dunkelheit, von Glück und Schmerz, Aufklärung und Barbarei, Reinheit und Schuld. Roberto Bolano ist dieses Kunststück auf nur 110 Seiten gelungen: ein kleiner, teuflischer Roman über den Himmel." Adam Soboczynski, Die Zeit, 26.08.10

"Zwischen Märchen und Porno, Krimi und Asphaltliteratur, Sozialkritik und Metaphysik, Parabel und Satire schillert der Text, in dem sich die junge Ich-Erzählerin Bianca rückblickend an die Einsamkeit und die Leere ihrer Teenager-Jahre erinnert." Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 31.08.10

"Ein perfekter Einstieg in den Kosmos des Chilenen." Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.10

"Bolaño hat die paradoxe Gabe, auf klare und anschauliche Weise eine Atmosphäre des Unwägbaren, Unbestimmten zu schaffen." Cristina Nord, die tageszeitung, 04.12.10

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