Lea

Lea

Pascal Mercier

Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Sie erweist sich als außerordentliche musikalische Begabung und mit achtzehn liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füßen. Doch Martin van Vliet, ihren anfangs überglücklichen Vater, treibt es immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen ...


Über den Autor

Pascal Mercier

Pascal Mercier, 1944 in Bern geboren, lebt in Berlin. Nach Perlmanns Schweigen (1995) und Der Klavierstimmer (1998) wurde sein Roman Nachtzug nach Lissabon (Carl Hanser Verlag 2004) einer der großen Bestseller der vergangenen ...

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Presse

"Während die Figuren immer komplizierter fühlen und unlogischer handeln, wird die Geschichte selbst nie kompliziert oder unlogisch, schon gar nicht sentimental. Die schreckliche Tiefe der Empfindungen wird überbaut von federnden Hängebrücken des Erzählers, die höchstens einen leichten Schwindel beim Leser hinterlassen." Beatrix Langner, Neue Zürcher Zeitung, 18.07.07

"Perfekt gebaut, spannend, unterhaltsam und rätselhaft genug, um im Gedächtnis zu bleiben." Ditta Rudle, Buchkultur, August/September 07

"Eine gute Novelle verschlingt man in einem Zug. "Lea" schaffen Sie in einer Nacht." Brigitte, 09.05.07

"Ein beeindruckender Roman über die Gewalt der Gefühle und die Fremdheit der Menschen untereinander." ZDF Aspekte, 04.05.07

"Eine spätromantische Künstlernovelle mit allem Drum und Dran: Genie und Wahnsinn, Liebe und Verrat, Raserei und Selbstzerstörung, hübsch übersichtlich geordnet." Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.07

"Ein Buch, das so viele Bilder in sich trägt, dass man es einfach verfilmen muss, und Sätze, dass man weinen möchte, weil sie so schön sind." Christian Jürgens und Süleyman Kayaalp, Bücher, 4/07

Leseproben

Kommentare

Heike Geilen
18.06.2007

Die Sprache und Erzählweise in diesem Buch ist ganz Mercier-eigen. Wer den Nachtzug nach Lissabon gelesen hat, erkennt in Lea sofort die philosophische Poesie wieder. Fein und hintergründig, teilweise zwischen den Zeilen steckt sie dieses Mal, und sie wusste mich zu verzaubern und vollkommen einzuweben in die Welt von Martijn van Vliet. Es ist ein Buch der stillen, feinen und leisen Töne, aber es kann auch enorme Tempi an den Tag legen. Selten hat mich ein Buch so elektrisiert und gefesselt wie Lea. Ich konnte mich stundenlang nicht lösen von dieser literarischen Gefangennahme. Lea ist eine Novelle, die sich ganz tief in eine Vater-Tochter-Beziehung nach dem Tod der Mutter begibt. Eine Erzählung über krankhaften Zwang zum Perfektionismus und die Macht, aber auch den Einbruch der Gefühle. Lea – mag sie auch noch so begnadet Bachs Musik spielen: sie selbst hat nichts davon. Sie bleibt eine Verlorene, die sich weder bei den Menschen um sie herum, noch in der Musik in Sicherheit bringen kann – und zerbricht. Eine Erzählung über die Dunkelheit des Unverständnisses, des Verrates der Wirklichkeit und wie zwei Menschen am Leben und aneinander scheitern Es ist eine Novelle über Reflexionen zweier Analphabeten, was Nähe und Ferne sowie Vertrautheit und Fremdheit angeht – ein Buch über Dissonanzen in der Musik, übertragen ins wahre Leben – ein wohlkomponiertes Meisterwerk der Sprache, das die Abgründe der menschlichen Seele beschreibt. Tauchen Sie ab in dieses faszinierende Buch und lassen Sie sich von Merciers Sprache verzaubern.


Marianne Nagel
06.05.2007

Der Sog dieser Geschichte ist so unglaublich, dass ich das Buch in einem Zug durchlesen musste. Die nuanciert gezeichneten Figuren kamen mir so nahe, dass ich mich mit auf der Reise wähnte und den Schmerz des Protagonisten beinahe körperlich spürte. Ein beeindruckendes Buch mit wundervollen Sätzen!


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