Immun

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Eula Biss

Eula Biss' großer Essay über das Impfen – ein kenntnisreicher und fesselnder Beitrag zur Impfdebatte, nicht nur für verunsicherte Eltern

Mitten unter uns riskieren Eltern die Gesundheit und das Leben ihrer Kinder – in dem Glauben, sie zu schützen. Doch warum ruft das Impfen solche Angst hervor? Eula Biss geht dem Phänomen der Impfparanoia auf den Grund. Indem sich die junge Mutter in die Position der Impfgegner einfühlt, lässt sie uns verstehen, wie deren Irrglaube an eine umfassende natürliche Immunität des Körpers so stark werden konnte. Dabei tastet sich Eula Biss vorsichtig voran. Sie verwebt Exkurse in die Medizin- und Wissenschaftsgeschichte sowie autobiographische Bekenntnisse auf elegante Weise zu einem Buch, das die hitzige Impfdebatte in Deutschland abkühlen und auf ein neues Niveau heben wird.


Über den Autor

Eula Biss

Eula Biss

Eula Biss lehrt Nonfiction Writing an der Northwestern University von Illinois. Für ihr Buch Notes from no Man’s Land erhielt sie 2009 den National Book Critics Circle Award. Biss war u. a. Stipendiatin der Guggenheim und der Howard ...

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Presse

"... ein lesenswerter und vielschichtiger Beitrag zu einer hitzigen Debatte.“ Edith Luschmann, natur, März 2016

„... ein kluges Plädoyer gegen die wachsende Unvernunft unserer Zeit. Wer [diesen] eleganten, in alle möglichen Richtungen denkenden Essay liest, erfährt nicht nur einiges über Infektionskrankheiten und deren Eindämmung, sondern viel über die Ängste der Gegenwart.“ "Die uralte Skepsis, an die [...] Eula Biss in ihrem fulminanten Buch erinnert, ist nicht ausgestorben." Peter Praschl, Die Welt, 27.02.16

„So angenehm, fast lyrisch ist ihre Sprache, dass man fasst vergisst, ein Sachbuch zu lesen.“ Christina Sartori, WDR5 Leonardo, 26.02.16

„Eine junge US-amerikanische Schriftstellerin stellt viele wichtige Fragen – und liefert gute Argumente.“ Michael Lange, Deutschlandfunk, 01.03.16

„Ihre Geschichte des Impfens ist spannend und zeugt von sehr viel Mut.“ Karin Chladek, Falter, 18.03.16

„ein Plädoyer für das Impfen, das weit mehr Überzeugungskraft entfaltet als viele bisherige Bücher zum Thema.“ Robert Thielicke, Technology Review, April 2016

"'Immun' ist ein fulminantes Buch - lesenswert für Impfbefürworter und Impfgegner gleichermaßen!" Mirko Smiljanic, Deutschlandfunk, 23.05.16

5 Fragen an …

Eula Biss

Wie kamen Sie dazu, ein Buch über Immunität und das Impfen zu schreiben, gab es einen Schlüsselmoment?
Ich hatte bereits zu schreiben begonnen, als der Gedanke ein Buch zu machen aufkam. Ich zeigte meiner Freundin, der Lyrikerin Rachel Webster, Teile des Buchs, das damals noch ein unvollständiger Essay war. Wir sprachen über die Fragen, denen ich nachgehen wollte, und am Ende unseres Gesprächs sagte sie: „Ich glaube Du musst daraus ein Buch machen.“ Dieser Abend ist mir im Gedächtnis geblieben, weil ich mit den Manuskriptseiten in der Hand nach Hause lief und zum Mond am Augusthimmel aufblickte, völlig überwältigt von dem Gedanken, ein Buch über Immunität zu schreiben.

Was steckt Ihrer Meinung hinter der Impfangst?
Als ich begann das Buch zu schreiben, war die vorherrschende Meinung, dass Menschen das Impfen aus purer Ignoranz ablehnten. Diese Theorie fand ich relativ schnell unbefriedigend. Sie passte nicht zu den Gesprächen unter klugen, gebildeten Frauen, denen ich regelmäßig zuhörte. In meinen Augen wiedersetzen sich Menschen dem Impfen aus ganz verschiedenen Gründen: aus Angst vor politischer Manipulierbarkeit, aus Misstrauen gegenüber konservativer Medizin, aus einem feministischen Ideal von körperlicher Autonomie heraus oder aus antikapitalistischem Misstrauen gegenüber großen Konzernen.

Worin liegt die größte Gefahr der momentanen Impfträgheit?
Ich denke die größte Gefahr, über die aktuell gesprochen wird, ist der vermeidbare Tod von Kindern. Für mich gibt es aber noch eine andere große Gefahr, nämlich, dass Angst das Vertrauen in andere Menschen um uns herum verdrängt. Marilynne Robinson schreibt: „Die Grundlage der Demokratie ist die Bereitschaft, vom anderen das Beste anzunehmen.“

Wenn junge Eltern sich unsicher in Bezug auf das Impfen fühlen, welche Frage sollten sie sich dann stellen?
Die Frage, die ich zunächst an mich selbst richtete war: Was löst diese Verunsicherung aus und wird die Impfverweigerung diese Unsicherheit lösen? Der erste Teil dieser Frage inspirierte mich zu diesem Buch, der zweite Teil war einfacher zu beantworten.

Inwiefern hat das Schreiben ihre Haltung gegenüber Krankheit und Gesundheit verändert?
Das Buch hat mir gezeigt, wie oft wir den Kranken für ihre Krankheit die Schuld geben. Die dunklere Seite der Anti-Impf-Rhetorik ist die Unterstellung, dass Menschen nur krank werden, wenn sie etwas falsch machen. Dies ist eine rückwärtsgewandte Art über Krankheit nachzudenken und macht es denen, die krank sind, noch schwerer.

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