Gesamtkunstwerk Stalin

Gesamtkunstwerk Stalin

Boris Groys

Nach dem Tod Stalins wurde offenbar, dass die von ihm gewalttätig beherrschte Epoche eine Kette furchtbarer Verbrechen war, die Russland demoralisiert hatten. Dabei war die Macht mit dem Ziel angetreten, die Welt gerechter und menschenwürdiger zu machen und in ein schönes Kunstwerk zu verwandeln. Boris Groys hat in seinem Essay das Scheitern dieses in der Geschichte einmaligen Experiments geschildert und aus dessen Prinzipien zum ersten Mal die Gesetze und Perspektiven gewonnen, die es heute erlauben, die gegenwärtige russische Kultur als Ergebnis dieser katastrophalen Entwicklung zu erkennen: als den vielstimmigen, widersprüchlichen, spannungsreichen Versuch, mit dem Gewalterbe der Stalinkultur fertig zu werden.

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Boris Groys

Boris Groys, 1947 in Ost-Berlin geboren, studierte in Leningrad. 1981 verließ er die UdSSR und lehrte seit 1994 Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Internationale ...

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