Franz Ringel

"Ich bin ein anständiger Maler: Mein Malvortrag ist nicht wüst. Ich male keine Männchen, die in unverschämter Weise ihre Notdurft verrichten. Ich mache keine WC-Kunst. Ich male keine ungesund verknoteten Dickdärme. Auch keine Zwitterwesen zwischen Zwerg und Astronaut. Beim Anblick meiner Bilder steigt einem nicht das Blut in den Kopf. Nie verwechsle ich Chemie und Biologie mit Absicht. Mit Schillers 'Lied von der Glocke' habe ich nichts zu tun. Bei mir gibt es keine Sexwelle aus der untersten Schublade. Auch keine Sexwelle aus der obersten Schublade. Ich male keinen Kopf im Suppenteller. Und schon gar nicht einen Schweinskopf. Ich male keinen Teufel an die Wand. Auch keine Wetterhexen oder Dämonen. Auch keinen Meinungsknopf unter der Gürtellinie. Ich male kein Blut. Ich male mit der Hand. Ich stelle mich nicht selber dar. Ich bin überhaupt ein anständiger Maler. Meine Bilder sind nicht unappetitlich. Meine Bilder sind keine Provokationen. Bei mir ist das Kunstwerk sicherlich das Produkt einer totalen Enthemmung." Franz Ringel, 1969
In der Monographie über den Künstler nähern sich acht Autoren dem Werk des Malers auf jeweils andere Weise.

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