Franz Marc

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Wilfried F. Schoeller

Wer war der Künstler Franz Marc? Wilfried F. Schoellers große Biographie zeigt den Menschen hinter dem Klischee des Tiermalers, der Harmonie und der Idylle.

Mit ihm zog die moderne Kunst auf Postern in Deutschlands Wohnzimmer ein. Wer aber war dieser Franz Marc, der vor 100 Jahren, gerade einmal 36 Jahre alt, im Krieg ums Leben kam? Was trieb ihn dazu, die Welt ganz neu zu sehen und zu malen? Wilfried F. Schoeller arbeitet in seiner reich illustrierten Biographie jenen Künstler heraus, dem man nicht auf Postkarten, sondern nur vor seinen Bildern begegnet. Er hat neue Quellen gefunden, die überraschende Entdeckungen liefern. Schoeller stellt Marc als einen Individualisten vor, der in enger Beziehung zu den europäischen Künstlerkollegen seiner Zeit stand, sich aber freilich keiner Mode vereinnahmen ließ - der beste Weg, ihn als radikalen Künstler neu zu entdecken.


Über den Autor

Wilfried F. Schoeller

Wilfried F. Schoeller, 1941 geboren, war Leiter der Abteilung »Aktuelle Kultur« beim Hessischen Rundfunk/Fernsehen. Als Professor für Literatur des 20. Jahrhunderts lehrte er Literaturkritik und Medien an der Universität Bremen. Im ...

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Presse

„Wilfried F. Schoeller hat das dokumentarische Material psychologisch behutsam analysiert, mit geistigen und geistlichen Zeitströmungen in Verbindung gebracht und so ein intellektuelles Profil des ewig suchenden Künstlers Franz Marc entwickelt, das von großer Überzeugungskraft ist und die zu Tode interpretierten Werke in frischem Licht erstrahlen lässt. ... Dass Schoeller immer dabei wieder mit den Methoden der Literaturwissenschaft arbeitet, macht seine interpretierenden Beschreibungen der im Buch abgebildeten Hauptwerke zu anregenden Leseerlebnissen. Auch wer sich sattgesehen hat an den endlos publizierten Pferden, Kühen und Rehen, wird sich bei der Lektüre dieses Buches von den Gemälden und Zeichnungen wieder fesseln lassen.“ Gottfried Knapp, Süddeutsche Zeitung, 09.05.16

"Wilfried F. Schoeller ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man heute über die Epoche schreiben kann, wenn man Heldenkitsch vermeiden will." Ralf Schlüter, art - Das Kunstmagazin, 04/16

"Wilfried F. Schoellers Biographie umfasst die gesamte Entwicklung des Malers und Menschen Franz Marc. Besonders gelungen sind die Textstellen die das malende Dreigespann Marc, Kandinsky und Macke betreffen." Andreas Puff-Trojan, SWR2 Forum Buch, 27.03.16

"Den Menschen hinter dem Klischee des Tiermalers, der Harmonie und der Idylle möchte Wilfried F. Schoeller in seiner neuen großen Biografie 'Franz Marc' zeigen - es ist ihm gelungen. Schoeller schreibt fundiert, auch literarisch ambitioniert und pointiert im Urteil über den Künstler. Ein umfassender Bildteil ergänzt die Schilderungen perfekt." Jürgen Kanold, Südwest Presse, 03.03.16

"Schoeller bindet die Inhalte aus zahlreichen Korrespondenzen in die Zeit ein und pointiert sie zu großen Narrativen, die bis heute interessieren: Generationenkonflikt, Beziehungskonflikt, innere Dramen, die sich in Marcs Werken spiegeln, hier lustvoll und genau analysiert." Anja Hirsch, NZZ am Sonntag, 28.02.16

"Eine fundierte, erfrischend vorurteilsfreie Biografie." Joachim Kronsbein, LiteraturSpiegel, 30.01.16

5 Fragen an …

Wilfried F. Schoeller

Warum eine neue Biographie über Franz Marc?
Es gilt aufzuräumen: mit der Legende, er sei am 4. März 1916, vor hundert Jahren, als deutscher Held gefallen, mit dem kitschigen Bild vom guten Menschen. Ich zeichne das tragische Porträt eines jungen Europäers, suche ihn inmitten seines glanzvollen Werks auf, entwerfe das Drama seines verirrten Idealismus im Banne Nietzsches.

Wann haben Sie sich für Franz Marc begeistert?
Ich habe in München bei Hans Sedlmayr Kunstgeschichte studiert. Ihm erschien die Moderne nur als Verlust metaphysischer Mitte. Dagegen halfen die Bilder von Franz Marc: Sehnsucht und Glaube, die Schöpfung und das Paradies hat er mit seinen Farben gestiftet.

Gibt es ein Lieblingsbild?
Das Meisterwerk bleibt für mich sein “Turm der blauen Pferde”. In ihm kommt zu vollendetem Ausdruck, was er wollte: die Kräfte des Trieblebens und das seelische Geschehen im Bild zu vereinen. Leider ist das Gemälde in den Wirren nach 1945 verschwunden und wir kennen es nur noch in Reproduktionen.

Welchen Nerv unserer Zeit trifft Franz Marc besonders?
In reinen Farben hat er die Einheit der Schöpfung gemalt
und die Versöhnung von Mensch und Tier im unwillkürlichen,
kreatürlichen Blick gefordert. Wenn – wie heute – die Grundlagen
der Natur zerstört werden, erweist sich dieses Werk als aktuelle
Botschaft und als Zauberkunde zugleich.

Hätten Sie eine Frage an Franz Marc?
Zu den Rätseln, die ich als Biograph nicht lösen konnte,
gehört die Gestalt seines zukünftigen Werks, das er leidenschaftlich
ersehnte. Er glaubte an seinen Stern, aber er ist mit 36 Jahren vor
Verdun wie ein Komet auf kurzer Lebensbahn verglüht. Ich gäbe dieses Buch daran, wenn ich ihm diese einzige Frage stellen könnte: Welchen Ausdruck hat Ihr Werk nach dem Ende des Krieges?

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