Eine prima Saison

Josef Škvorecký

Danny Smiricky ist sechzehn. Und folglich hinter den Mädchen her. Seine Favoritinnen wechseln: An die zwanzig Versuche hat Danny schon unternommen, lauter Fehlschläge, aber diesmal - das steht für ihn fest - muß es mädchenmäßig eine prima Saison werden. Heiter, jugendlich leichtlebig, scheinbar unbeschwert läßt sich dieser Roman an. Doch die reine Idylle oder schlichte nostalgische Verklärung ist die Geschichte keineswegs. Denn sie spielt in jener Zeit, als die Tschechoslowakei als Protektorat Böhmen und Mähren unter Nazi-Okkupation stand, und so tauchen hinter der ironisch eingefärbten Schilderung von Schülerlieben und Jazzbegeisterung zunehmend bedrohlich die düsteren Gespenster von Krieg und Diktatur auf, die sich schon anschicken, mit all ihrer Zerstörungsmacht über das harmlose Leben in dem kleinen Provinzstädtchen Kostelec hereinzubrechen.


Über den Autor

Josef Škvorecký

Josef Škvorecký, geboren 1924 in Náchod/Ostböhmen, ging 1968 nach dem sowjetischen Einmarsch ins Exil. Er lebte in Kanada, wo er lange Professor für Englisch und Film an der Universität Toronto war. Dort gründete er gemeinsam ...

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Kommentare

Matthias Franz
21.03.2015

Ein Roman über die wichtigsten Dinge des Lebens

Das Leben ist eines der schwersten! Statt endlich seine Unschuld zu verlieren, muß der Gymnasiast Danny über Mathe-Aufgaben brüten, auf Berge steigen und Kirchenbücher fälschen. Denn auch die deutschen Besatzer stören Dannys Kreise … Aber zum Glück gibt es ja noch den Jazz. Und die Mädchen von Kostelec, der Hauptstadt Europas, sind die schönsten der Welt!

Seit 13 Jahren liebe ich die Romane von Josef Škvorecký. Wenn ich sie lese, balanciere ich auf dem Schwebebalken zwischen meiner kleinen Geschichte und der großen Welt, zwischen Pubertät und Weisheit, zwischen Traurigkeit, Melancholie und Humor. – Entdecken Sie einen wunderbaren europäischen Erzähler!

Matthias Franz
(2010)


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