Die Geschichte einer kurzen Ehe

Die Geschichte einer kurzen Ehe

Anuk Arudpragasam

Ein beeindruckender Debütroman aus Sri Lanka: die Geschichte eines Tages im Krieg. "Ein Triumph." Colm Tóibín

Die Geschichte eines Tages im Krieg. Dinesh, ein junger Mann, versorgt Verletzte in einem Lager im Dschungel, läuft ziellos umher, denkt an seine Mutter, die getötet wurde und an deren Gesicht er sich nicht mehr erinnert. Jede Nacht fallen Bomben, doch sie machen ihm keine Angst mehr. Ein Mann bittet ihn, seine Tochter zu heiraten, Ganga. Er hofft, dass Dinesh für sie sorgen wird. Ganga ist eine junge, ernsthafte Frau – und nun seine Frau. Die beiden versuchen, die Fremdheit zu überwinden, ihre unerwartete Nähe zu erkunden, bevor der Krieg sie wieder trennt. In unvergesslichen Szenen lässt Anuk Arudpragasam die menschliche Existenz inmitten der Finsternis in ihrer ganzen Würde aufscheinen.


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Anuk Arudpragasam

Anuk Arudpragasam

Anuk Arudpragasam, 1988 geboren, wuchs in Colombo, Sri Lanka, auf, wo er auch heute lebt. Er schreibt auf Tamil und Englisch und ist dabei, ein Doktorandenstudium in Philosophie an der Columbia University abzuschließen. Die Geschichte ...

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"Ein Buch über den Krieg und die Angst – doch es ist ein Buch u?ber Beharrlichkeit, Mut und Zärtlichkeit. Ein Triumph." Colm Tóibín

„Dieses Buch ist ein ganz besonderes Epitaph, geschrieben von einem Hochbegabten, der verstehen will und sich deshalb in den Kopf eines Mannes versetzt, den er erfunden hat, um die Verheerung des Kriegs zu begreifen. […] Arudpragasam dringt vor an einen Punkt kreatürlicher Existenz, an dem die Wahrnehmung scharfgestellt ist, aber die Gefühle nahezu tot sind […] Ein erstaunliches Buch, zum Wiederlesen.“ Verena Lueken, FAZ, 27.07.2017

„Dies ist ein Roman, der wie eine Kerze in allertiefster Dunkelheit leuchtet. […] Es ist ein kostbarer, würdiger Text, vor dem man sich als Leser verneigen möchte, und das Stärkste, was man der Armseligkeit und Erbärmlichkeit des Terrors entgegensetzen kann.“ Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 01.08.2017

„Ein eminentes Buch über die menschliche Hoffnung – und ein Debütroman, dessen vielversprechender Autor schon jetzt in der Liga eines Michael Ondaatje spielt.“ Claudia Kramatschek, NZZ, 13.09.2017

„Ein herausragendes und wichtiges Buch, das ohne Illusionen den verlorenen Möglichkeiten der Menschlichkeit im größten Schrecken nachspürt […]. Schockierend, erdrückend und er-schütternd ist Die Geschichte einer kurzen Ehe nicht zuletzt auch wegen der literarischen Klasse, mit der Anuk Arudpragasam operiert: Was es bedeuten kann, als Zivilist zwischen Militärs zerrieben zu werden, wurde selten so eindrucksvoll beschrieben – ein Statement zu einem DER Themen unserer globalisierten Zeit.“ Ulrich Noller, WDR Cosmo, 20.09.2017

„Mit phänomenologischer Präzision schildert dieser junge Autor aus Sri Lanka die Mühsal, mit der mitten im Krieg […] die dringlichsten menschlichen Bedürfnisse befriedigt werden und die verzweifelten Versuche der Gehetzten und Gejagten, einen letzten Rest Würde zu wahren. […] Da es keine Aussicht auf Errettung gibt, zählt nur der Augenblick, der eine stille, aber existenzielle Wucht entfaltet. Subtil und feinfühlig geschrieben, mit einem atemberaubend dramatischen und herzzerreißenden Ende. Kaum zu glauben, dass dies ein Debütroman ist!“ Ilija Trojanow, Buchreport, 03.08.2017

„Seine Geschichte ist so ungeheuerlich, weil sie von Kraft und Schönheit des Lebens angesichts des nahenden Todes und von Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten erzählt. Dinesh, seinen Mut, seine Zärtlichkeit und seine selbstverständliche Güte werden wir nicht vergessen.“ Renée Zucker, rbb Inforadio, 23.07.2017

„Inmitten all der Härte legt Anuk Arudpragasam etwas frei, das es in dieser rohen und Form selten zu entdecken gibt: Das Ringen eines Menschen um seine eigene Menschlichkeit. […] Die 220 Seiten des Romans schildern einen einzigen Tag voller extremer Ambivalenzen. Auch die Sprache changiert zwischen härtester Brutalität und zarter Poesie. Die feinfühlige Übersetzung von Hannes Meyer trägt diesem Spannungsfeld Rechnung. […] ‚Die Geschichte einer kurzen Ehe‘ ist bestürzend, fremd, faszinierend und erschütternd zugleich. […] eine überaus bemerkenswerte Stimme [meldet sich] zum ersten Mal literarisch zu Wort […]. Ein Buch, das einen so schnell nicht wieder loslässt.“ Carolin Courts, Deutschlandfunk, 17.8.2017

„Ein Meisterwerk“ Simone Hamm, WDR3, 30.10.2017

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