Der unsichtbare Vater

Amelie Fried

Eines Sonntags sitzt ein fremder Mann am Frühstückstisch. »Wer ist das?«, fragt Paul seine Mama. Als Mamas Neuen kann er diesen Ludwig unmöglich gelten lassen. Mama hat doch ihn. Was kann Ludwig, das Paul seiner Mama nicht bieten kann? Und einen anderen Papa will Paul auch nicht. Wozu? Papa ist zwar seit fünf Jahren unsichtbar. Aber das ist eben so, wenn jemand verzaubert wird. Paul redet trotzdem jeden Abend mit ihm. Zum Beispiel darüber, wie er Ludwig vertreiben soll. Leider kommt Paul da nicht weiter. Wenn er zum Beispiel das Treppengeländer runterrutscht, was seit jeher verboten war, dann lacht Ludwig einfach und macht es ihm auch noch nach. Brummig geht Paul eines Tages mit Mama und Ludwig aufs Stadtfest. Ein bisschen gespannt ist er schon, denn er hat das Plakat mit dem Saxofonisten gesehen, das ihn an Papa erinnert. Vielleicht spielt er ja auf dem Fest. Tatsächlich, da hört er plötzlich Papas Lied und entdeckt ihn auf der Bühne. Aber was ist das? Papa begrüßt Ludwig und es stellt sich heraus, dass sie uralte Freunde sind. Früher hat Ludwig mal Schlagzeug gespielt. Was soll denn Paul da noch Ludwig entgegenhalten? Vor allem, wenn sie an seinem Geburtstag sogar gemeinsam spielen. Auf einmal kommt Paul in den Sinn, dass er neuerdings zwei Väter hat, und zwei sind eigentlich besser als keiner.


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Amelie Fried, 1958 in Ulm geboren, studierte Theaterwissenschaften, Publizistik, Kunstgeschichte und Italienisch und schloss dem ein Studium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film an. Sie wurde zuerst als ...

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Presse

"Ein Buch nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum drüber reden. Dazu eignet es sich sehr gut."
Heidi Müller, Eselsohr 02/2000

"Ein Mutmach-Buch für alle Kinder, die eines Tages einen fremden Mann oder eine fremde Frau am Frühstückstisch entdecken." Petra Breitenbach, wwww.amazon.de

"Die von Amelie Fried beispiellos zart und einfühlsam geschildert werden und von Jacky Gleich zärtlich und ernsthaft in Bildern eingefangen sind, findet Paul einen Platz für seinen Vater und für Ludwig, denn das Leben geht ja weiter, und es lebt sich ganz sicher besser mit zwei Vätern als mit gar keinem.“ Gabriele Hoffmann, www.leandersleseladen.de

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