Das Zauberschiff

Frederic Morton

Die meisten Passagiere auf dem Luxusdampfer Syngdam sind in gewisser Weise einzigartig. Als europäische Opfer der Verfolgung durch die Nazis ist ihnen bewußt, daß sie, wenn sie über den roten Teppich der Gangway in New York schreiten, ihr altes Leben und damit ihren Wohlstand und ihre Privilegien für immer hinter sich lassen werden. Aber noch trennen sie neun Tage in der ersten Klasse von den Mietkasernen, die auf sie warten - neun Tage, in denen jene dahintreibende Welt, die bei jeder Atlantiküberquerung entsteht und untergeht, besonders eindringlich Gestalt annimmt. Dramen, die sich sonst langsam entwickeln, müssen auf einer solchen Reise ein schnelles Ende finden. Fremde begegnen einander, verlieben sich, beginnen einander zu hassen, spinnen Intrigen. Die persönlichen Geschichten werden von historischen Ereignissen überlagert: Holland ist in den Krieg eingetreten, und auf der Syngdam gehen die festlichen Lichter aus. Das Schiff wird zum wahrscheinlichen Angriffsziel deutscher Torpedos. Die Angst verleiht der oberflächlich fröhlichen Welt auf See eine zusätzliche Dimension. Schicksale verweben sich zu einer fesselnden Geschichte - einer Geschichte, die durch genaue Beobachtung und Mitgefühl an Intensität gewinnt und wunderbar ironische und komödiantische Züge aufweist.

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Frederic Morton

Frederic Morton, geboren 1924 als Fritz Mandelbaum in Wien, emigrierte 1939 über England in die USA, wo er als Bäcker arbeitete und studierte, bis ihm als Schriftsteller der internationale Durchbruch gelang. Seine ...

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