Das Gefühl der Welt

Das Gefühl der Welt

Heinz Bude

Heinz Bude über die Stimmungen in unserer Gesellschaft: wie sie entstehen, wie sie sich verändern und wie sie die Politik entscheiden.

Wie ist die Stimmung? Nicht so gut. Von Zuversicht kann keine Rede sein. Wir fühlen uns bedroht, wollen das Erreichte sichern. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Für Heinz Bude sind Stimmungen die Gefühle der Gesellschaft. Er analysiert, wie sie entstehen, wie sie beeinflusst werden können, aber auch, wie sie kippen können. Stimmungen entscheiden darüber, wie wir die Welt wahrnehmen, deshalb ist es Politikern so wichtig, die Stimmung der Wähler zu kennen. Heinz Bude zeigt, warum Stimmungen in der Politik oft mehr entscheiden als Argumente. Stimmungen sind vage, flüchtig und unberechenbar. Aber wer verstehen will, wie unsere Demokratie funktioniert, muss von ihrer Macht über die Menschen wissen.


Über den Autor

Heinz Bude

Heinz Bude

Heinz Bude, Jahrgang 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Von 1997 bis 2015 leitete er den Bereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" am Hamburger Institut für Sozialforschung, seit 2000 ist er Inhaber des ...

Mehr über den Autor

Weitere Bücher von Heinz Bude

Alle Bücher von Heinz Bude

Weitere Empfehlungen für Sie

Das Gefühl der Welt

Presse

"Das Buch legt den Grundstein für eine neue Auseinandersetzung mit einer so widersprüchlichen wie konfliktreichen Gegenwart." Gert Scobel, Philosophie Magazin, Juni/Juli 2016

"Das Buch ist klug und inspirierend und soll gelesen werden." Bodo Morshäuser, Deutschlandradio Kultur, 23.04.16

"Wenige deutsche Soziologen haben ein solches Gespür für aktuelle und brisante Themen wie Heinz Bude." Ralph Gerstenberg, Deutschlandfunk, 14.03.16

"Ein sehr interessantes, anregendes Buch ..." Andrea Gerk, MDR Figaro, 6.4.16

5 Fragen an …

Heinz Bude

Was interessiert Sie an Stimmungen?
Stimmungen ändern alles. Ob die Flüchtlinge, die in unser Land kommen, die deutsche Gesellschaft bereichern oder überfordern, ist zunächst und zumeist eine Frage der Stimmung. Die Hochstimmung des letzten Sommers ist verflogen, seit den Ereignissen vom Silvester in Köln macht sich Katerstimmung breit. In dieser oder jener Stimmung ist es uns so oder so zumute. Das kann einem nicht passen, aber entziehen kann man sich dem nicht.

Warum soll ich mich mit Stimmungen beschäftigen?
Weil ich dann besser verstehe, warum die Konjunktur anspringt oder zum Erliegen kommt, warum aus einem allgemeinen Gefühl des Gelingens plötzlich eins des Misslingens wird und warum die Führungsfigur, die so lange ohne Alternative schien, mit einem Mal zum Problemfall wird.

Stimmungen sind flüchtig. Wie kann man sie trotzdem analysieren?
Man kann analysieren, wie Schweigespiralen sich umkehren, Alternativen sich erübrigen und Wechsel sich ankündigen. Man kann nicht so oder so gestimmt sein.

Kann man Stimmungen beeinflussen?
Man kann sicher über Mood-Mind-Management aus einer schlechten Stimmung rauskommen, aber es ist schwieriger, sich in eine gute Stimmung zu bringen. Stimmungen überkommen nicht nur Individuen, sondern auch ganze Gesellschaften. Man weiß nicht, wie es gekommen ist. Aber jetzt sieht man keinen Ausweg mehr.

Und wie ist die Stimmung nun?
Die Stimmung ist gereizt. Die Positionen sind festgefahren, die Ratlosigkeit breitet sich aus, aber es fehlt eine dritte Stimme. Wir spüren, wie es uns geht, aber nicht, wie es uns gehen wird.

Leseproben

Ihr Kommentar


* Diese Angaben sind verpflichtend