Blindlings

Blindlings

Claudio Magris

Claudio Magris erzählt vom Untergang der Illusionen: Da ist zum einen der Abenteurer Jorgensen, der am königlichen Hof in Dänemark aufwächst und Jahre später in jene Stadt deportiert wird, die er selber gegründet hat - Hobart Town in Tasmanien. Und zum anderen der Italiener Cippico: Er hat den politischen Kampf in Australien und den spanischen Bürgerkrieg mitgemacht, hat Dachau überlebt und wurde schließlich unter Tito eingesperrt auf der Todesinsel Goli Otoko. Beide Helden, obwohl in unterschiedlichen Jahrhunderten geboren, haben für ihre Ideale gekämpft, beide sind von den Ideologen ihrer Zeit betrogen worden. Ein großartiger Roman - Biographie, Geschichtswerk, Chronik, Phantasiegebilde und Mythos in einem.


Über den Autor

Claudio Magris

Claudio Magris

Claudio Magris, 1939 in Triest geboren, studierte Germanistik in Turin und Freiburg. Von 1978 bis zu seiner Emeritierung 2006 war er Professor für Deutsche Sprache und Literatur in Triest. Bei Hanser erschienen u.a. ...

Mehr über den Autor

Weitere Bücher von Claudio Magris

Alle Bücher von Claudio Magris

Weitere Empfehlungen für Sie

Blindlings

Presse

"Mit traumhafter Leichtigkeit beschreibt Claudio Magris zweihundert Jahre Grausamkeit, kolonialistische Raffgier und politische Blindheit." Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 08.06.05

"Ein feinsinnig komponiertes und rhythmisiertes Gebilde, dessen Autor sich mit großer Fabulierlust in fantastischen Zusammenhängen verliert und dennoch alle Erzählfäden in der Hand behält. Die Qualitäten des Essayisten Magris sind über jeden Zweifel erhaben. Spätestens mit "Blindlings" begegnet ihm der Romancier auf Augenhöhe." Steffen Richter, Der Tagesspiegel, 21.09.07

"Wie Magris sein Material rhythmisiert, wie er sein jeder Ökonomie spottendes, sich in Abschweifungen ergehendes Erzählen organisiert, das ist höchst bewundernswert - ganz wie die Leistung der Übersetzerin, der Magris einiges abverlangt." Steffen Richter, Neue Zürcher Zeitung, 18.10.07

"Magris ist weder Utopist noch Nostalgiker, vielmehr ein scharfer Beobachter und analytischer Geist, dem neben einem glasklaren Geschichtsbewusstsein die Gabe des Erzählens verliehen wurde. .... So wie die antiken Epen die größten Schrecken in Schönheit verwandelten, so macht auch Magris' gnadenlose Vision menschlichen Scheiterns auf wundersame Weise jede Last leicht und das Meer des Lebens schiffbar." Kristina Maidt-Zinke, Die Zeit, 08.11.07

"Kaum je zuvor hat man den Autor so kühn erlebt, so experimentierfreudig ... Eine Tour de force, ein Sprung ins kalte Wasser. Tut gut." Susanne Schaber, Die Presse, 10.11.07

"Ein klug komponiertes Werk, das den Leser immer wieder in versteckte Erzählräume lockt und durch verschlungene Labyrinthe treibt." Pia Reinacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.08

Leseproben

Kommentare

Dr. Harald Borbe
11.01.2008

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.


Ihr Kommentar


* Diese Angaben sind verpflichtend