Reinhard Jirgl

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Reinhard Jirgl

Reinhard Jirgl, geboren 1953 in Berlin, wo er auch heute lebt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Marburger Literaturpreis, den Joseph-Breitbach-Preis, den Stadtschreiber-Preis von Bergen und den Georg Büchner-Preis 2010. Bei Hanser erschienen zuletzt Abtrünnig (Roman aus der nervösen Zeit, 2006), Land und Beute (Aufsätze, 2008), Die Stille (Roman, 2009), Mutter Vater Roman (Neuausgabe, 2012), Nichts von euch auf Erden (Roman, 2013) und 2016 der Roman Oben das Feuer, unten der Berg.    


Bücher von Reinhard Jirgl

Oben das Feuer, unten der Berg

Oben das Feuer, unten der Berg

Reinhard Jirgl

Berlin, Oktober 2012, eine Frau ist verschwunden. Theresa, in Ostdeutschland geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf, weil ihre Eltern als Oppositionelle inhaftiert waren. In den Siebzigern bekommt ...

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Nichts von euch auf Erden

Nichts von euch auf Erden

Reinhard Jirgl

Im 23. Jahrhundert ist die Erde für die Raubgier der Märkte und Mächte zu klein geworden. So beginnt die Auswanderung der Starken auf Mond und Mars; auf Erden zurück bleibt nur die alte, ...

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Mutter Vater Roman

Mutter Vater Roman

Reinhard Jirgl

Eine werdende Mutter, die einen Weg sucht für sich und ihr Kind, ein vom Krieg gezeichneter Heimkehrer, der kein Vater sein will - Reinhard Jirgls Debüt, 1990 noch in der DDR erschienen, doch ...

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Reinhard Jirgl: "Oben das Feuer, unten der Berg"

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Presse

"Jirgl hat einen unbestechlichen und scharfsinnigen Blick auf die deutsche Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, die das Thema aller seiner Romane ist. Bücher, die Zuversicht verströmen und uneingeschränkte Lebensbejahung zum Ausdruck bringen, wird er wohl auch in Zukunft nicht schreiben. Dafür entschädigt er zuverlässig mit etwas anderem: einer von Ideologien gänzlich untgetrübten Sicht auf die Welt und einer Sprache, der man sich, hat man sich erst einmal auf sie eingelassen, nur ganz schwer entziehen kann." Gunther Nickel, Die Welt, 10.07.10

"Reinhard Jirgl, ein Meister der Sprachstromlandschaften. Hier stellt die deutsche Gegenwartsliteratur ihre Vitalität unter Beweis. So virtuos wie er lässt derzeit niemand in der deutschen Literatur die expressionistische und barocke Tradition noch einmal aufschäumen." Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 10.07.10

"Die Kraft und Sicherheit, mit denen der Autor erzählt, sein Formbewusstsein und sein Mut, formale Konventionen zu überschreiten, sein Geschick für großartig sinnliche Naturschilderungen als Gegenstück zur aufgeregten Interaktion seiner Figuren – all dies vermittelt beim Lesen das nicht alltägliche Erlebnis, dass ein Autor seinem Stoff gewachsen ist." Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.10

"Jirgl ist ein außergewöhnlicher Schriftsteller. Vielleicht der außergewöhnlichste in der aktuellen deutschsprachigen Literatur." Steffen Richter, Der Tagesspiegel, 11.08.09

"Wie kaum ein anderer Schriftsteller hat es Jirgl verstanden, in seinem umfangreichen Romanwerk einen ganz eigentümlichen, durchaus widerständigen Sprachgestus mit grosser epischer Erzählkunst zu verbinden. In seinen Romanen brachte er die Zeitgeschichte in Lebensgeschichten eindringlich und bestürzend zur Anschauung. Ein Autor, der unsere Kenntnis der jüngeren deutschen Geschichte erweitert und zugleich das Bewusstsein für die Brüchigkeit der Sprache geschärft hat." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 10.07.10

"Eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.07

"Jirgls Bücher haben trotz aller Kaltschnäuzigkeit und Rabenschwärze (Brecht, Benn und Heiner Müller winken zwischen den Zeilen) immer auch ein ethisches Anliegen: die Verteidigung der Schiffbrüchigen – wobei er sich aber hütet, die sozial Gestrandeten als nette Kumpel zu verklären." Franz Haas, Der Standard, 07.01.06

"Der böse, unversöhnliche Blick auf die Welt ist ein Fossil aus den alten Tagen der Gesellschaftskritik. In den Romanen von Reinhard Jirgl erlebt dieses Fossil eine machtvolle Wiedergeburt." Iris Radisch, Die Zeit, 01.12.05

"Reinhard Jirgl … ist der Baal der deutschen Gegenwartsliteratur, ein wütender Dämon und sprachmächtiger Erbe des Expressionismus, ein verlässlicher Verhöhner alles wohltemperierten, aller 'Coolness', aller neu aufgelegten 'Neuen Sachlichkeit' und aller Selbstfeier des Kosmopolismus." Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 18.10.05

"Die Romane Jirgls zeigen, dass es etwas gibt, was nur mit den ureigenen Mitteln der Literatur ausgedrückt werden kann. Es ist nicht sofort übersetzbar. Es behauptet seinen Eigensinn. Und es entrümpelt den Kopf. Dann merkt man wieder, wofür die Literatur eigentlich da ist." Helmut Böttiger, Der Tagesspiegel, 30.11.03

Awards

2011 Sudetendeutscher Kulturpreis für Literatur

2010 Georg-Büchner-Preis

2009 Grimmelshausen-Preis

2009 Lion Feuchtwanger Preis der Berliner Akademie der Künste

2007 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim

2004 Eugen-Viehof-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859

2004 Dedalus-Preis für Neue Literatur

2003 Kranichsteiner Literaturpreis

2003 Rheingau Literaturpreis

1999 Joseph-Breitbach-Preis

1998 Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung

1998 Johannes-Bobrowski-Medaille

1994 Marburger Literaturpreis

1993 Alfred-Döblin-Preis

Bibliographie

Im Carl Hanser Verlag erschienen
1995 Abschied von den Feinden. Roman
1997 Hundsnächte. Roman
2000 Die Atlantische Mauer. Roman
2002 Genealogie des Tötens. Trilogie
2003 Die Unvollendeten. Roman
2005 Abtrünnig.Roman aus der nervösen Zeit
2008 Land und Beute. Aufsätze aus den Jahren 1996 bis 2006. (Edition Akzente)
2009 Die Stille. Roman
2012 Mutter Vater Roman (Neuausgabe)
2013 Nichts von euch auf Erden. Roman
2016 Oben das Feuer, unten der Berg. Roman

Weitere Veröffentlichungen  (Auswahl)
1990 Uberich. Protokollkomödie in den Tod
1991 Im offenen Meer. Schichtungsroman
1992 Das obzöne Gebet. Totenbuch
1993 Zeichenwende. Kultur im Schatten posttotalitärer Mentalität