Schimons Schweigen

Schimons Schweigen

Vladimir Vertlib

Warum haben der Vater und sein einst bester Freund Schimon dreißig Jahre kein Wort mehr miteinander gewechselt? In der Sowjetunion kämpften sie gemeinsam im Untergrund. Vertlib versucht dieses Rätsel auf einer emotionalen Reise nach Israel zu lösen, wo er als Kind zwei Jahre lang gelebt hat. Die Reise wird für ihn zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst. Seine Familie war, nachdem sie Israel enttäuscht verlassen hatte, im Wien der achtziger Jahre gelandet, wo die Waldheim-Affäre und der Umgang mit der Vergangenheit gerade die Gesellschaft entzweiten. Israel blieb für ihn das Land einer ambivalenten Sehnsucht, in dem sich die eigene brüchige Identität als Migrant, als Jude und als Österreicher russischer Herkunft spiegelte.


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Vladimir Vertlib

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Vladimir Vertlib, geboren 1966 in Leningrad, emigrierte 1971 mit seiner Familie nach Israel, übersiedelte 1981 nach Österreich, Studium der Volkswirtschaftslehre, lebt als freier Schriftsteller in Salzburg. Bei Deuticke erschienen ...

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Presse

"Vladimir Vertlib vereint das moderne Schreiben mit jüdischer Erzähltradition und russischer Poesie." Doron Rabinovici

"Vertlib schildert in diesem faszinierenden Roman eine sehnsüchtige, rastlose Suche. (...) Mit diesem Spannungsbogen intensiviert Vertlib das Staunen darüber, wie Juden von Israel enttäuscht sind, wie die Brutalität einer Diktatur sogar die Freundschaft zweier mutiger politischer Draufgänger zerstört und wie das Heimweh die Willenskraft brechen kann." Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 01.03.2012

"Die Reise dieses Erzählers lässt tief in familiäre sowie politische Kämpfe von früher schauen, in Konflikte von heute, die auf früheren Verstrickungen gründen. Und sie gibt ein eindringliches Spiegelbild eines Alter Ego, das von brüchigen Existenzen zu erzählen weiß." Klaus Zeyringer, Der Standard, 10.03.2012

"Viele scharfsinnige Beobachtungen und Analysen finden sich in diesem Buch, das uns eine Idee davon gibt, wie es sich anfühlt, ein Migrant zu sein, und überall, wo man hinkommt, im "Hinterhof der Gesellschaft" neu anfangen zu müssen." Karin Buttenhauser, Ö1, 22.03.2012

"Boshaft ironisch bis anrührend funkelt der Blick auf den "ewigen Juden im Hamsterrad", auf die wechselnden Fronten zwischen Freund und Feind im Israel von heute und auf die Frage, was Heimat bedeute." Edelgard Abenstein, Deutschlandradio, 29.03.2012

"Identitätssuche eines Weltenwanderers, zerbrochene Freundschaften, der Nahost-Konflikt - keine leichte Kost, aber dargebracht mit feiner Ironie, zuweilen mit herrlich bissigem Humor." Andrea Bollinger, Basler Zeitung, 08.04.2012
"Noch intensiver als bisher erzählt Vertlib die Geschichte vom Fortgehen und Ankommen, von der Problematik des jüdischen Emigranten, ob in Israel oder Österreich. Er erzählt sie authentisch und gelassen, aus einer Distanz, die Souveränität bekundet. So unaufgeregt über die Probleme des Judentums zu schreiben gelingt selten." Gerhard Zeillinger, Die Presse, 14.04.2012


"In seinem neuen, vielleicht bisher besten Buch macht Vladimir Vertlib die oft tragikomischen Zerreißproben im Leben eines Kosmopoliten wider Willen nacherlebbar und führt uns auf beschämende Weise die Absurdität jener Identitäts- und Herkunftsdebatten vor Augen, die heute zuweilen wieder bedrohliche Formen annehmen." Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2012

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