Die von Stibitz lieben es, Sachen zu stibitzen. Es ist beinahe so, als könnten sie gar nicht anders. Zumindest Mama Fia, Papa Ede, Oma Klaudia und die kleine Kriminella, die alle nur Ella nennen. Aber sie sind etwas besorgt wegen Ture, Ellas großem Bruder. Er stibitzt höchst ungern und macht nur, was erlaubt ist. Dass Ture nicht lügen kann, wird zu einem Problem, als seine Eltern die große Diamanten-Ausstellung besuchen, um dort etwas zu stibitzen. Da Oma zurzeit im Kittchen sitzt, übernimmt das Vorlesen der Gutenachtgeschichte an diesem Abend nämlich Nachbar Paul. Und als er wissen will, wo Mama und Papa sind, bringt das Ture in ziemliche Schwierigkeiten …

übersetzt aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger
empfohlen ab 7 Jahren
64 Seiten
Hanser Verlag
Fester Einband
ISBN 978-3-446-26622-3
Deutschland: 10,00 €
Österreich: 10,30 €

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Gerade sitzt Familie von Stibitz beim Frühstück. Auf dem Küchentisch stehen eine Menge leckerer Sachen, die Ede im Supermarkt ganz aus Versehen eingesteckt hat. Eine Zeitung hat er auch gefunden. Im Briefkasten des Nachbarn.
In der Küche ist es ziemlich unordentlich. Auf dem Boden liegt ein Becher Milch, aber niemand hat Lust, die Pfütze aufzuwischen. In der Spüle türmt sich der Abwasch.
„Wer hat meine Socken stibitzt?“ Ture stampft mit dem Fuß auf, dass es in der ganzen Küche spritzt. Er stampft nämlich mitten in die Milch. Zum Glück hat Ture keine Socken an.
„Warst du das?“, fragt er und zeigt auf Mama Fia.
„Nee, das war ich nicht!“, sagt Mama Fia und kreuzt zwei Finger hinter dem Rücken.
Papa Ede duckt sich hinter die Zeitung, damit Ture nicht sieht, dass er einen roten Kopf bekommen hat. „Ich auch nicht“, murmelt er. Aber dann richtet er sich plötzlich mit einem Ruck auf. „Ja, gibt’s denn so was?“, ruft er. „Ich bin in der Zeitung.“

ERNEUTER FAHRRAD­DIEBSTAHL steht da in fetten Buchstaben.
„Wer hätte das gedacht – Ede von Stibitz wird berühmt!“ Papa Ede lacht zufrieden. „Schau mal, Ture!“
Aber Ture ist nicht interessiert. „Dann warst du es, Ella!“, knurrt er.
Ella hält beide Hände hoch und spreizt die Finger, damit Ture sieht, dass sie nichts gekreuzt hat. Ture ist schließlich ihr bester Freund und ihr Bruder. Sie würde niemals Tures Socken stibitzen! Außerdem hat er viel größere Füße als sie.
Da gluckst Papa Ede gut gelaunt hinter seiner Zeitung: „Huiuiui! Ich glaube, Ella ist auch schon fast eine Berühmtheit!“
ÄPFELKLAU NIMMT ZU steht da in fetten Buchstaben.
„Mein tüchtiges Mädchen!“, sagt Mama Fia.
Auf einmal scheint es, als hätte Ture seine verschwundenen Socken ganz vergessen. „Aber was ist,
wenn Ella ins Gefängnis muss?“, fragt er ängstlich.
„Na, dann bekommt Oma Gesellschaft im Kittchen“, sagt Mama Fia und wuschelt der kleinen Ella, die eigentlich Kriminella heißt, durch die Haare. „Aus dir wird mal eine ganz ausgezeichnete Diebin.“
Dann legt sie einen Arm um Ture. „Und du wirst bestimmt auch ein guter Ganove. Willst du heute Abend, wenn es dunkel ist, nicht in den Nachbargarten schleichen und versuchen, auch ein paar Äpfel zu klauen?“
„Nein danke!“, sagt Ture sauer. „Und jetzt her mit meinen Sock– “
„Pssst!“ Mama Fia hat sich auf den Boden
geworfen. „Keinen Mucks!“, flüstert sie.
Draußen vor dem Fenster ist jemand.
Jemand, der spioniert.

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Familie von Stibitz - Die Ganoven-Omi

Familie von Stibitz - Die Ganoven-Omi

Anders Sparring, Per Gustavsson

Buch

Deutschland 10,00

Österreich 10,30

Stibitz_Gewinnspiel

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Die Hörbücher – gelesen von Dietmar Bär

»Diese liebenswerte Gangster-Familie hat auf Anhieb mein Herz gestohlen.«


Die Hörbuch-Ausgaben von »Familie von Stibitz« werden von Dietmar Bär gelesen und erscheinen beim Argon Verlag


Details
Ungekürzte Lesung mit Musik
Je 1 CD I je 50 Min
Der Riesenlolli-Raub (Bd. 1): ISBN 978-3-8398-4215-7
Die Ganoven-Omi (Bd. 2): ISBN 978-3-8398-4216-4
Erscheint am 26. Februar 2020


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Sparring_Gustavsson

Anders Sparring und Per Gustavsson

Anders Sparring, 1969 geboren, ist ein schwedischer Drehbuchautor, Schauspieler und Kinderbuchschriftsteller. Im Frühjahr 2020 erscheinen die ersten beiden Bände seiner von Per Gustavsson illustrierten Kinderbuchreihe Familie von Stibitz – Der Riesenlolli-Raub und Familie von Stibitz – Die Ganoven-Omi bei Hanser.


Per Gustavsson, 1962 geboren, ist ein schwedischer Illustrator und Kinderbuchschriftsteller. Er lebt und arbeitet in Stockholm. Seine Illustrationen wurden u. a. mit der Elsa-Beskow-Plakette ausgezeichnet. Für Hanser illustrierte er die ersten beiden Bände der Familie von Stibitz (Text: Anders Sparring, 2020).

5 Fragen an…

Anders Sparring und Per Gustavsson

Anders Sparring und Per Gustavsson: Wie seid ihr auf die Idee zu Familie von Stibitz gekommen?
Es war tatsächlich unser schwedischer Verlag, der wollte, dass wir ein Buch zusammen machen. Also haben wir uns auf einen Kaffee getroffen und gebrainstormt. In Schweden gibt es unheimlich viele Bücher über Kinder, die Verbrechen lösen. Detektivbüro LasseMaja zum Beispiel. Aber es gibt kein Buch, in dem Kinder Verbrechen begehen. „Oder sich gegenseitig die Socken stibitzen“, lacht Per. Es hat ungefähr zehn Minuten gedauert, dann hatten wir uns Familie von Stibitz ausgedacht.

Für wen ist das Buch?
Die Bücher rund um Familie von Stibitz sind für alle, die es gern lustig haben. In erster Linie richten sie sich an Kinder im Alter von sieben bis zehn. Aber es ist uns wichtig, dass sich die Bücher auch zum Vorlesen eignen. Und dass diejenigen, die Vorlesen, auch ihren Spaß haben.


Welche Figur aus den Büchern mögt ihr am meisten?
Anders: Ich mag Ture, denn er sorgt sich am meisten.
Per: Ich mag Ede. Er lärmt so schön und kann wunderbar durch Fenster und Türen einsteigen.


Gibt es eine Botschaft in den Büchern, die euch am Herzen liegt?
Dass man die gegenseitigen Unterschiede respektieren soll.


Und wie sieht eure Zusammenarbeit aus?
Die grundlegende Geschichte überlegen wir uns oft gemeinsam. Dann schreibt Anders weiter, ruft Per an, liest ihm Teile vor, und hört genau hin, ob Per lacht. Wenn der Text fertig ist, darf Per ihn lesen und seine Meinung äußern. Dann setzt er sich hin und zeichnet. Häufig hat sich Anders bereits überlegt, welche Stellen illustriert besser funktionieren als in Textform – wie zum Beispiel die Comicseiten in Der Riesenlolli-Raub.

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