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Vom Modeln zum Schafe Scheren

Heida lebt ihren Traum

Die Schäferin Heiða Guðný Ásgeirsdóttir ist ein Freigeist und eine Kämpferin. Allein mit 500 Schafen auf einer abgelegenen Farm trotzt sie nicht nur Wind und Wetter, sondern auch einem Energieunternehmen, das in ihrem Tal einen Staudamm bauen will. Ihr Alltag ist hart, die Tage auf dem Traktor sind lang, der Winter kann einsam werden in dem Tal, in dem ihr Hof liegt, am Rande der bewohnbaren Welt. Doch für Heiða gibt es kein besseres Leben.
Dabei kennt sie die Versprechen der Metropolen durchaus. Als junge Frau wurde sie von einer Modelagentur entdeckt und wagte für kurze Zeit den Sprung nach New York. Die Welt vor der Kamera, von der so viele träumen, war für Heiða jedoch unerträglich, eng, viel ermüdender, als die Heuernte es je sein könnte. Und so ließ sie die Hochhausschluchten hinter sich und kehrte nach Island zurück, um Ljótarstaðir, den Hof ihrer Familie, zu übernehmen.


Steinunn Sigurðardóttir, eine der wichtigsten Autorinnen Islands, erzählt Heidas Geschichte mit großem poetischem Gespür. Sie weckt mit jeder Zeile Sehnsucht nach Island – nach der wilden Natur, der Einsamkeit und den Menschen. Dieses Buch ist ein Schatz für Naturliebhaber und Island-Enthusiasten.


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Heidas Traum

Heidas Traum

Steinunn Sigurðardóttir

Steinunn Sigurðardóttir erzählt die fesselnde Geschichte einer starken isländischen Frau. „Heiðas Traum sollte auch unserer sein.“ Elke Heidenreich

Buch

Deutschland 22,00

Österreich 22,70

E-Book

Deutschland 16,99

Österreich 16,99

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Quiz

1) Wie lange dauert die Lammzeit bei Heiða?

2) Wie heißt Heiðas neue Aushilfe?

3) Wer ist Svakaspaka?

4) Welcher Vulkanausbruch ließ Heiða keine Zeit, sich zu fürchten?

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Literaturkritikerin Elke Heidenreich über Heiðas Traum

»Es gibt Bücher, die sind anders als alles, was man schon kennt. Es ist, als würde man ein Fenster öffnen und in eine neue Landschaft, in unerhörte Leben schauen. Heiðas Traum ist so ein Buch.


Es erzählt von einem Lebenstraum, der nichts anderes will, als vorhandene Schönheit zu erhalten. Heiða hat einen Hof mit Schafen in Island, weit abgelegen, sie liebt diese karge Landschaft, dieses harte Leben, ihre Tiere, die Luft, die Klarheit der Berge und Wiesen, und wenn sie einfach immer so weiterleben könnte, wäre alles gut. Aber ein Kraftwerk soll gebaut werden, genau hier. Es würde alles zerstören. Und Heiða muss kämpfen um die Schönheit ihrer Arbeit, ihrer Heimat, um ihr Zuhause. Steinunn Sigurðardóttir leiht Heiða ihre Stimme, einfach, schnörkellos, gerade, klar, ruppig und voller Liebe – je nachdem. Man liest, vergisst alle kleinen Sorgen, möchte die dicken Schuhe anziehen und nach Island fahren, um neben Heiða zu stehen und den geplanten Irrsinn zu stoppen. Denn das wird rasch klar: Der Gedanke, hier, wo die Erde bebt und die Vulkane rumoren, ein Kraftwerk zu bauen, ist Irrsinn. Wie so vieles, was über unsere Köpfe und wider jede Vernunft entschieden wird.


Wir sehnen uns nach Schönheit, und da, wo sie ist, zerstören wir sie. Heiðas Traum sollte auch unserer sein.«


Elke Heidenreich
Foto: © Leonie von Kleist

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»Heiða – eines der besten Vorbilder, die wir uns wünschen können.«

Steinunn Sigurðardóttir ist eine der wichtigsten isländischen Autorinnen. Ihre Biographie über die Schäferin Heiða wurde in Island zum Bestseller.


Island und seine unberührte Natur ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Welche neuen Seiten an Island haben Sie durch Heiða entdeckt?
Was ich gefunden habe, ist ein Paradies, von dem ich geglaubt hatte, es existiere nicht mehr. Ich komme selbst aus der gleichen Gegend und habe dort die Sprache meines Vaters wiedergefunden, meiner Tanten und Onkel, mit denen ich meine Sommer als Kind verbracht habe. Und nicht nur die Wörter und die besondere Musik der Sprache, die ich seit meiner Kindheit kenne, sondern auch die Mentalität der Menschen dort. Es sind ruhige, reizende Menschen, die nicht »Ja« sagen, sondern »Ich glaube schon«, Menschen, die ihre Sprache extrem vorsichtig benutzen, aber plötzlich in derart derbe Flüche ausbrechen können, dass man nur ratlos staunen kann. Unprätentiös und mit einem großartigen Sinn für Humor. Dieses Buch zu schreiben war daher für mich wie nach Hause kommen, in ein Land, das ich lange für verloren hielt.


Sie haben ein berührendes Porträt von Heiða gezeichnet. Was können wir von ihr lernen?
Ich denke, Heiða ist eines der besten Vorbilder, die wir uns für junge Frauen wünschen können, in Deutschland, in Island, überall auf der Welt. Sie hat ihr Leben und ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, und das ist etwas, was vielleicht seltener ist, als wir denken. Ich habe von jungen Frauen gehört, die weder mich noch Heiða kannten und die offen sagten, dass Heiða ihr Vorbild geworden sei. Und der frühere Chefredakteur einer führenden Zeitung schrieb in einem Artikel, dass das Buch über Heiða in Wahrheit ein Buch darüber sei, wie wir auf der Insel seit 1200 Jahren überleben.


Heiða wurde vom Model zur Schäferin und von der Schäferin zur Aktivistin – ein turbulentes Leben. Was an ihr hat Sie besonders fasziniert?
Heiðas komplexes Wesen und ihre inneren Widersprüche. Ihr eiserner Wille, ihre Sturheit und Freundlichkeit, ihre intellektuelle Brillanz und die Kreativität, mit der sie ihr Leben meistert, und die ihre Gedanken und ihre Sprache prägen.


Und was gab letztlich den Anstoß für Sie, dieses Buch zu schreiben?
In erster Linie hat mich Heiðas Kampf gegen den privaten Energiekonzern dazu bewegt – ihr Ringen darum, ihr Land behalten zu können. Eine einzelne Farmerin gegen eine Wand aus Menschen, Geld und Macht. Eine der größten Herausforderungen dabei war, Heiðas einzigartige Sprache einzufangen und sie richtig zu Papier zu bringen. Es war ein arbeitsintensiver Prozess, die richtige Form für dieses Buch zu finden, Mittel und Wege, Heiða so wahrhaftig und interessant wie möglich zu zeigen – und dazu gehörte nicht zuletzt die enorme Verantwortung, das Leben einer lebenden Person zu porträtieren. Noch dazu einer Frau, die es eigentlich vorzieht, nicht im Rampenlicht zu stehen.


Foto: © David Ignaszewski

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»Freiheit und Natur bedeuten mir alles.«

Ein unkonventionelles Leben

Wenn Heiða nach einem langen Tag ihre Muskeln spürt und sich nach dem Heumachen den Staub aus dem Gesicht wäscht, fühlt sie sich zu Hause. Ihren Traum vom guten Leben packt sie an, wie alles andere auf ihrem Hof – mit beiden Händen, mit Kraft, Phantasie und Selbstvertrauen.


»Ich hatte schon hundertmal Wellblech aufs Dach genagelt, Reifen gewechselt, natürlich auch beim Traktor, und sämtliche Arbeiten genauso gemacht wie die Männer. Das war keine große Sache, und niemand hielt es für etwas Besonderes. Mir hat nie jemand gesagt, ich könne irgendwas nicht machen, weil ich eine Frau bin.«


»Ich möchte den Menschen zeigen, dass viele Lebensentwürfe möglich sind. Bleibt nicht auf den ausgetretenen Pfaden und lasst euch von niemandem vorschreiben, wie ihr euer Leben richtig zu leben habt.«


Heiðas Hof liegt im Süden Islands, in der Region Suðurland. Die Katla, einer der aktivsten Vulkane der Insel, ist nur wenige Kilometer entfernt, bis nach Reykjavík dauert es knapp drei Stunden.


»Mein Vater war dagegen, dass ich den Hof übernehme. Natürlich hatte er gute Absichten … er wünschte sich etwas Besseres für mich, war besorgt wegen der Schufterei und der Isolation. Dass ich genauso verschlossen und einsam würde wie er.«


Doch Heiða ist auf dem Traktor groß geworden. Sie kennt das Land, die Arbeit mit den Tieren, den Alltag, den die Jahreszeiten ihr vorgeben. Gegen die Eintönigkeit dichtet sie Verse, gegen die Einsamkeit hilft ihr ihr Schäferhund Fífill, den sie ihren Gespensterschreck nennt. Und für Langeweile lassen ihr der Hof und ihre Arbeit im Vatnajökull-Nationalpark ohnehin keinen Raum.

»Ich habe keine Zeit, mich nackt im Tau zu wälzen, wie man es dem Volksglauben nach in der Mittsommernacht tun soll, um heilende Energie zu tanken. Ich muss nachts schlafen und wäre viel zu müde dafür.«


Die Heuernte lässt ihr oft nicht mehr als vier Stunden Schlaf in der Nacht. Romantisch verklärt ist nichts in Heiðas Leben. Doch wenn sie mit dem Quad über ihre Wiesen jagt, an Motoren schraubt, die Lämmer aufziehen kann und die blauen Dächer ihres Hofs in der Ferne aufblitzen sieht, weiß sie, warum sie sich ihr Leben genauso eingerichtet hat.


»Freiheit und Natur bedeuten mir alles. Mein unkonventionelles Leben ist Freiheit.«


Einen besonderen Kampf muss Heiða seit 2010 austragen. Das Energieunternehmen Suðurorka will einen Staudamm in der Schlucht Rásgljúfur bauen – auf Heiðas wichtigstem Weideland, das auf diese Weise unter einem Stausee verschwinden würde.


Island ist Weltspitze im Bereich der erneuerbaren Energie. Staudammprojekte sind von enormer Bedeutung, gerieten in den vergangenen Jahren aber immer häufiger in die Kritik einer wachsenden Umweltbewegung. Denn während zunächst vor allem Energie produziert worden war, um den Strombedarf der Bevölkerung zu decken, zog die billige Wasserkraft bald Großkonzerne aus der energieintensiven Industrie an. Das Ergebnis: Immer mehr Naturschutzgebiete wurden geflutet, heimische Tierarten verloren ihren Lebensraum, Bauern mussten ihr Land aufgeben.


Dass auch sie ihr Land auf diese Art verlieren soll, will Heiða nicht hinnehmen. Als das Unternehmen Suðurorka beginnt, sie unter Druck zu setzen, trifft sie nach langem Ringen mit sich selbst eine Entscheidung: Sie geht in die Politik.


Dabei war ein nervenaufreibender Job in der Lokalpolitik nichts, wofür sie sich aus freien Stücken entschieden hätte. Für eine alleinstehende Landwirtin mit 500 Schafen steht ein zeitraubender Posten im Gemeinderat nicht gerade oben auf der Wunschliste. Am Ende tut sie, was sie am besten kann – die Ärmel hochkrempeln, anpacken, Mut beweisen:


»Ich möchte anderen, die sich in derselben Situation befinden, zeigen, dass sie nicht nachgeben dürfen.«



Die Zitate im Text sind dem Buch sowie einem Interview mit Heiða entnommen.


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»Als würde man ein Fenster öffnen und in eine neue
Landschaft schauen, in ein unerhörtes Leben.«
Elke Heidenreich
»Die fesselnde Geschichte einer starken jungen Frau.«
Jörg Schnieke, MDR Kultur
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