To the Sea

To the Sea

René Freund

A road trip on a local bus … Carla wants to see the sea one last time and persuades Anton, the bus driver, to screw up his courage for once and take a different route. A motley crew of passengers sets off for the south.

Anton, a bus driver who ferries schoolchildren and other passengers from the villages to the city year in, year out, is having a pretty bad day. He has recently fallen in love with his neighbour Doris. But the previous night he heard a man coughing on her balcony. On top of this, Carla, a passenger suffering from cancer, boards the bus saying that she wants to see the sea for the last time – right now. It’s hot, and thoughts race through Anton’s head. Courage is not one of his virtues, but didn’t Doris said she likes a man who take risks? Shortly afterwards, he makes an announcement over the tannoy: “We’re heading for the sea.”

A heart-warming story about the light and heavy aspects of life, and how you sometimes have to stake everything on one roll of the dice.

To the Sea

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Buchtrailer

5 Fragen an …

René Freund

Hat das Meer für Sie eine besondere Bedeutung?
Mein voriges Buch hat in den Bergen gespielt, nun also das Meer. Auf einem Berggipfel zu stehen oder am Ufer des Meeres zu sitzen und in die unendliche Ferne zu schauen, das sind für mich die schönsten Augenblicke.

Gibt es einen Grund dafür, dass diesmal Jugendliche eine wesentliche Rolle in Ihrem Roman spielen?
Ja! Tatsächlich habe ich mir die Handlung dieses Buches gemeinsam mit meinen Kindern (14 und 18 Jahre alt) ausgedacht. Immer nach dem Abendessen haben wir gemeinsam überlegt, was alles passieren könnte, wenn ihr Schulbus auf Abwege geraten würde.

Sind Sie ein mutiger Mensch?
Es wäre sehr mutig, wenn ich jetzt einfach Ja sagen würde. Sagen wir so: Mutig in dem Sinne, dass ich versuche, mich meinen Ängsten zu stellen.

Haben Sie sich auch schon einmal gewünscht, sozusagen den Fahrplan zu ändern?
Ich habe es mir nicht nur gewünscht, ich habe es getan. Sonst wäre ich heute kein Schriftsteller, der auf dem Land lebt, sondern Theaterdirektor in Wien.

Gibt es im realen Leben ein Vorbild für Mechthild in Ihrem Roman?
Eine sehr lustige Frage. Ich bin aber nicht mutig genug, sie zu beantworten.

Der Autor liest

Termine

René Freund: "Ans Meer"

Wels
Da Vinci Akademie,
Leonardo da Vinci Weg 1,
4600 Wels

René Freund: "Ans Meer" | Zur Veranstaltungs-Website

Seewalchen
Buchhandlung Atterbuch Weidinger,
Atterseestraße 38,
4863 Seewalchen

René Freund: „Ans Meer“

Roßleithen
Villa Sonnwend,
Mayrwinkel 80,
4575 Roßleithen

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Kommentare

Claudia S. aus HD
09.05.2018

Schulbus fahren ist sicher nicht der wichtigste Job der Welt, aber Anton macht ihn und zwar sehr gut und mit ganzem Herzen. Ein klein wenig erzieht er dabei seine Fahrgäste und für seine gute Laune sorgen Bockwürste und Butterbrezeln. Anton ist so gutherzig, dass er seiner Mutter noch immer nicht deutlich klargemacht hat, dass ihre Beziehung zu eng und er erwachsen ist, und so unsicher, dass es ihm schwer fällt, seiner Nachbarin Doris ganz klar zu sagen, wie viel enger ihre Beziehung werden soll. Der hustende Mann auf ihrem Balkon ist für Anton dann endgültig zu viel. So kommt es, dass er sich nur halbherzig wehrt, als die sterbenskranke Carla jetzt und auf der Stelle mit ihm und dem Bus nach Italien fahren will. Noch einmal ihre Heimat und das Meer sehen, mehr verlangt Carla doch gar nicht! Also entscheidet Anton: wer mitfahren will, bleibt sitzen, alle anderen steigen aus! Und los geht die Fahrt!

So humorvoll diese Geschichte zwischendurch erzählt wird, so tiefgründig und ergreifend ist sie aber auch. Mit österreichischem Charme verpackt sagt René Freund dem Leser immer wieder, wie unsinnig verkompliziert wir uns das Leben ständig machen und wie schön und einfach es sein könnte, ließen wir es nur zu. Zusammenrücken, gemeinsam etwas anpacken, miteinander kommunizieren, ehrlich sein (auch wenn es nicht immer bequem ist), das sind die ersten Schritte ins Glück. Niemand sagt, dass der Weg einfach sein wird, aber ohne den ersten Schritt zu machen, kommt man nirgendwo an.

Die Figuren, über die Freund schreibt, sind so wunderbar skurril und doch „von nebenan“, dass man sie fast zu kennen glaubt. Unterschiedlicher könnten sie kaum sein und doch haben sie so viele Gemeinsamkeiten. Sogar die demente Frau Prenosil findet in der Gruppe ihren wichtigen Platz und der pubertierende Ferdinand muss ganz schön aufpassen, dass ihn seine kleine Schwester Helene nicht mit ihrem Mut überflügelt. Die bunte, auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassende Truppe, erlebt auf ihrer Reise so viel mehr, als man denken möchte.

Die leise Sprache dieses kleinen, aber doch so großartigen Buches, geht ganz tief ins Herz, bewegt, berührt, regt zum Nachdenken an und macht unbeschreiblich glücklich. Ich wäre so gern mitgefahren und Teil dieser Truppe geworden. Und Anton Schwenk hätte ich gern gesagt: Schulbusfahrer kann der wichtigste Job der Welt sein!

Ein kleines Juwel in der großen Welt der Bücher – von mir bekommt es fünf Sterne!


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