The Forger, the Spy and the Bomb-Maker

The Forger, the Spy and the Bomb-Maker

Alex Capus

Young pacifist Felix Bloch studies under Heisenberg in Leipzig, specialising in nuclear physics. In 1933 he leaves Nazi Germany and flees to America – only to find himself working at Los Alamos, helping Robert Oppenheimer build the first atomic bomb. Laura D‘Oriano, the rebellious daughter of a musician, tries her hand at a singing career but is forced to realise that she lacks the talent for stardom. At the outbreak of the war she moves from Marseilles to Italy as an allied spy – what she doesn’t know is that Mussolini’s agents are watching her every move. Art student Emile Gilliéron follows Schliemann to Troy, where he designs vases and restores frescoes. He also fabricates reproductions on commission – and comes to realise that it’s only a small step from there into the shady realm of forgery. The three protagonists could only have met once – in November 1924 at Zurich Central Station, where the story begins. Their journeys take them onwards to separate destinies, yet their fates remain strangely linked. Alex Capus excels himself once again at his definitive melange of fact and fiction. With a subtle blend of gentle, tongue-in-cheek humour, impeccable concision and his proverbial deftness, he traces the scrupulously researched biographies of his heroes, who are forced by circumstance to abandon their dreams – and yet manage to pluck victory from the jaws of defeat.


Foreign Sales

Bulgaria (Atlantis-KL), France (Actes Sud), Italy (Garzanti), Poland (Swiat Ksiazki), Russia (Text Publishers), Serbia (Laguna), Slovenia (Cankarjeva), UK/USA (Haus Publishing)

The Forger, the Spy and the Bomb-Maker

Videos

Alex Capus über "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer"

Alex Capus im Interview über "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer"

Kommentare

Inge Weis
17.09.2014

Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und Fälscher der Kunstgeschichte. Capus ist wie immer ein großartiger Erzähler. Er ist zweifellos einer der begnadetesten Erzähler unserer Zeit. Seine Sprache zieht den Leser in seine Geschichten hinein, wie es wenige andere Autoren vermögen. Die Charakterstudien, die er sich diesmal vorgenommen hat, basieren auf wahren Persönlichkeiten. Das macht auch den Reiz dieses Buchs aus, denn man greift zwangsläufig zum Lexikon, um mehr über diese Personen zu erfahren. Die Geschichte an sich bleibt dabei leider etwas dürftig, aber das macht fast gar nichts. Es ist einfach ein solches Vergnügen, Capus zu lesen, dass der Plot beinah zur Nebensache wird. Er schafft es wunderbar uns für seine Figuren einzunehmen. Man lebt mit ihnen und teilt Freud und Leid. Wunderbar! Eine Biographie ist eine Biographie. Hier sind es gleich drei, was für mich auch den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Ein toller Roman und gleichzeitig gut recherchierte, wahre Lebensgeschichten. Alle Bücher von Herrn Capus sind lesenswert !


tina
20.09.2013

Ein grimmiger und unreifer Zeichner, ein junges Mädchen, anders als die Anderen und ein Schüler, der sich nicht für ein Studium entscheiden kann? Alle treffen sich kurzzeitig und sogar teils unbemerkt an einem kleinen Bahnhof, alle sind an dem Abschnitt eines neuen Lebens angelangt und keiner weiß so genau, wo die Reise hingehen soll. Doch die Zeit geht mit und die Drei werden älter. Emille wird einer der bedeutendsten Zeichner und hilft Schliemann sowie Evans und kehrt nie mehr in seine Heimat zurück, Laura bekommt das Familienleben nicht und geht zurück als Sängerin und Hutverkäuferin und natürlich als Spionin im zweiten Weltkrieg. Felix Koch hingegen wechselt und kümmert sich fortan mit Heisenberger, Oppenheimer und Hegel um das Neutron. Alle drei treffen sich unbewusst genau einmal und Capus erzählt aus deren Leben die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Capus, ein Meister der Geschichte und des guten Romans.


kvel
01.08.2013

Lesenswert!

Die junge Frau Laura d’Oriano hat den Traum eine große Sängerin zu werden. Leider verfügt sie nicht über ausreichend Talent, dies umzusetzen. So schlägt sie sich mit gelegentlichen Auftritten und Jobs durch.
Emile Gilliéron besitzt außergewöhnliches künstlerisches Talent. Er gestaltet die bei Ausgrabungen gefundenen Bruchstücke im Sinne / nach den Wünschen seiner Auftraggeber. So erschafft er Realitäten.
Felix Bloch ist eigentlich Pazifist. Er studiert anfänglich Maschinenbau und kommt dann zur Atomphysik.

Ein plakativer Titel. Denn die Drei verbindet nicht mehr als, dass sie zufällig in der gleichen Zeit lebten und sich vielleicht, eventuell, einmal begegnet sein könnten.

Aber die Geschichte, die vom Autor darum herum „gesponnen“ wurde, ist ein wundervoller Roman, der einen umfassenden Eindruck von der Zeit, dem Leben und den Alltäglichkeiten der damaligen Zeit abgibt.

Es ist faszinierend mit welcher Bildgewaltigkeit der Autor über die Kriegswirrungen schreibt und wie fließend die gut recherchierten Details als Hintergrundinformationen in den Text einfließen.

Mir persönlich gefallen die stellenweise fast schon philosophischen Betrachtungen sehr gut: über die Bedeutung von Maschinen, was im Krieg zu was wurde oder dass Emile im Ausland als angesehener Künstler es nicht mehr nötig hat sich anderen gegenüber auflehnen zu müssen.

Die Spannung wird wundervoll bis zu den letzten Seiten des Romans aufrecht erhalten – man will als Leser die ganze Zeit wissen „wie wird denn nun die Sängerin Laura zur Spionin“ und „durch welche Umstände hilft Felix Bloch beim Bau der Atombombe“.

Ehrlich gesagt kann ich nicht beurteilen, wie viel geschichtliche Wahrheit und wie viel Fiktion in dem Roman stecken.
Aber das Ergebnis finde ich auf alle Fälle hervorragend!

5 Sterne (von max. 5 Sternen)


Lovell-Mais
31.07.2013

Meine Meinung:
Ein echter Capus. Der Schreibstil gefällt mir ausnehmend. Vor allem der Capus-Stil, zu schreiben, wenn er den genauen Hergang in der Vergangenheit nicht weiß, „ich weiß nicht ob – es könnte aber sein.“. Zum Beispiel gleich am sinngemäß Anfang: Der Orientexpress fährt am Bahnhof raus, ob Felix Laura sieht wie sie hinten auf den Podest singt , weiß ich nicht – es könnte aber so sein.
Der Nobelpreisträger Felix Bloch ist zwar allen bekannt aber hier lernen wir noch viel aus seinem Leben, z.B. seine Studienkollegen. Auch das sind alles durch die Bank weg Bekanntheiten. Aber die Namen so im Zusammenhang zu lesen – das hat war.
Das Schicksal von Laura und Emilie und deren Familien berühren.

Das Cover ist wunderbar gelungen. So stelle ich mir Laura auf dem Weg nach Marseille vor.

Fazit:
Ein Buch was ich jeden empfehlen kann.


Ihr Kommentar


* Diese Angaben sind verpflichtend