The Day My Grandfather was a Hero

The Day My Grandfather was a Hero

Paulus Hochgatterer

In spectacular, brilliant style, Paulus Hochgatterer once again proves that he is that he is one of the most important contemporary Austrian writers.

In October 1944, on a farm in Lower Austria, a thirteen-year-old girl turns up, disturbed and appearing to have lost her memory. Nelli is taken in and becomes a part of the family. A few months later, a young Russian turns up one night – a forced labourer who has escaped German captivity. He has nothing with him but a canvas roll, which he guards like a hawk. A tender relationship grows between him and the girl, but it is abruptly interrupted by the arrival of a group of Wehrmacht soldiers in retreat. Paulus Hochgatterer tells the story of how a long-lost painting reappears and a simple man becomes a hero. He tells of fear, longing, and everyday life – and of those moments, when history becomes highly personal.

The Day My Grandfather was a Hero

5 Fragen an …

Paulus Hochgatterer

Wie ist die Idee zu Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war entstanden?
Der autobiografische Kristallisationspunkt des Buches ist eine Geschichte, die meine Mutter immer wieder von ihrem Vater erzählt hat, eine Geschichte, in der er, ein wortkarger Bauer, im Frühjahr 1945 einem Offizier der deutschen Wehrmacht begegnete. Dieses Ereignis hat mir einerseits unser aller Bedürfnis nach dem guten Ausgang von Geschichten vor Augen geführt, andererseits den historischen Umstand, dass ein einziges grauenhaftes Jahrzehnt das Leben von uns allen nach wie vor bestimmt. Vielleicht hat das Ganze auch damit zu tun, dass die Eltern meiner Generation jetzt sterben und uns damit die letzten Zeugen dieser Zeit verloren gehen.

Es gab für diesen Stoff also einen historischen Ausgangspunkt?
Historisch betrachtet sind jene Ereignisse Ausgangspunkt der Erzählung, die sich im März 1945 im westlichen Niederösterreich abgespielt haben: Bombenangriffe, ein in Brand geschossener Ölzug, amerikanische Soldaten, die man einfach umgebracht hat. Als ein zweiter Strang spielt die Frage, welche Bedeutung die Kunst im Dritten Reich hatte oder, allgemeiner, welche Gefahr Kunst für Diktaturen darstellt, eine wichtige Rolle.

Ist die „Möglichkeitsform“, die diesen Text zu einem ganz besonderen macht, beim Schreiben entstanden, oder war es für Sie von Anfang an klar, dass die Erzählung nach dieser Form verlangt …
und dass die eigentliche Hauptfigur ein junges Mädchen sein würde?
Dass das erwähnte Bedürfnis nach einem Helden, nach einem Fehlen des Schreckens, nach einem Nichtstattfinden des Todes, einer erzählerischen Umsetzung bedarf, war mir klar. Dass ausgerechnet ein Mädchen, dem die eigene Geschichte verloren gegangen ist, uns allen von der Erfüllung unserer Sehnsucht nach dem guten Ende erzählt, war eine schöne Überraschung.

Die Geschichte hat ein offenes Ende … Wir als Leser würden natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Werden Sie uns diesen Wunsch erfüllen?
Die Geschichte hat ein glückliches Ende. Zumindest heißt das letzte Kapitel so. Im Ernst: Ein Mädchen und ein Bild brechen auf und machen sich auf den Weg. Wenn die Menschen wissen wollen, wohin er die beiden führt, werde ich mir wohl etwas überlegen müssen.

Die Fragen stellte © Martina Schmidt

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