Mary & Claire
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Markus Orths

Mary & Claire

Details about the book
  • date of publication: 20.02.2023
  • 304 Pages
  • Hanser Verlag
  • hardcover
  • ISBN 978-3-446-27621-5
  • Deutschland: 26,00 €
  • Österreich: 26,80 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-27697-0
  • E-Book Deutschland: 19,99 €

Based on a true story, this tale is about success and failure in love, life and literature. Mary & Claire is a captivating, elegant novel about the stepsisters and writers Mary Shelley and Claire Clairmont. Orths's writing brings history to life.

Mary and Claire are in love with Percy – and Percy is in love with Mary and Claire. He’s a romantic who believes that love is a fiery bond connecting everyone. The two women join Percy on a trip to escape the confines of London. All they long for is to breathe freely, travel and read, break loose, love and write. And into their fold, they welcome the most infamous rock star of the early 19th-century literary scene – the young Lord Byron. The four gather in a house on Lake Geneva during a violent thunderstorm. Intoxicated by opium, Byron suggests they play a game. Who can write the scariest story? From then on, Mary and Claire’s lives change forever.

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Mary & Claire

5 Fragen an …

Markus Orths

Lieber Markus Orths, in Ihrem neuesten Roman geht es um junge Menschen, die sich ins Leben werfen. Es geht um Rausch und um Literatur. Wer sind Mary & Claire?
Es sind Mary Shelley und ihre Stiefschwester Claire Clairmont. Mary Shelley ist bekannt als Autorin von Frankenstein. Claire Clairmont kennt man kaum. Auch Claire hat geschrieben. Unter anderem ein verschollenes Manuskript mit dem Titel: Idiot. Die beiden Schwestern entfliehen der Londoner Enge mit ihren Normen und Konventionen, sie sind jung und voller Liebe, sie wollen reisen, schreiben, lesen, das Leben einatmen. An der Seite des Rebells und Dichters Percy Shelley stürzen sie sich in abenteuerliche Fahrten durch Frankreich, die Schweiz und Deutschland. Doch die Freiheit schmeckt anders, als sie es sich vorstellen.

Können Sie sich daran erinnern, wann Sie zum ersten Mal dachten, dass hier der Stoff für einen Roman verborgen liegt?
Mein Buch hieß ursprünglich Mary. Das Leben von Mary Shelley fand ich schon bei meinem Englisch-Examen erschütternd (so viele tote Menschen um sie her) und aufregend zugleich. Beim Schreiben hat sich Claire immer mehr ins Buch gedrängt. Ihre Briefe haben mich begeistert. In einem dieser Briefe las ich plötzlich von ihrem Buchprojekt Idiot. Ich erfuhr, dass Lord Byron das Manuskript gelesen und gelobt hat. Und fragte mich sofort: Was war das für ein Buch? Warum ist es verschollen? Worum ging es? Was für eine Schriftstellerin ist hier verloren gegangen? So wurde langsam, aber sicher aus dem geplanten Roman Mary der Roman Mary & Claire.

Wie haben Sie recherchiert und was davon findet sich im Roman wieder?
Ich habe die Tagebücher und Briefe gelesen, manche Schriften dieser Menschen, aber man muss maßhalten in der Recherche, sonst verliert man den Fokus. Ins Buch fließt alles, was ich selber spannend und verrückt genug finde und was dem roten Faden des Buches entspricht. Bei Claire habe ich auch viel erfunden. Kurz gesagt: Das Bekannte, die Briefe, Tagebücher, Schriften, die vorliegen, bilden den Hintergrund des Romans; all das Unbekannte, die herausgerissenen Seiten aus Tagebüchern und verlorenen Texte bilden den Vordergrund.

Ihr Roman ist Schwesterngeschichte, Liebesgeschichte und Künstlerinnenroman. Was ist für Sie selbst der Kern des Buches?
Das Gegensatzpaar Einsamkeit und Alleinsein. Einsamkeit ist im Roman positiv besetzt: Aus ihr erwächst die Kraft für das Schreiben. Sich selbst zum Ausdruck zu bringen gelingt nur im Rückzug vom anderen. Die Einsamkeit aber hat ihre Kehrseite im Alleinsein. Da wird sie zur Qual, zur Hölle. Wie soll man erfüllt leben ohne andere Menschen, ohne Begegnung, Reden, Vorlesen, Zuhören, Liebe? Das Leben für die Romantiker war ein Wechselspiel zwischen der Fülle des Abtauchens in sich selbst und der Fülle der Begegnung mit anderen.

Für Mary & Claire ist Schreiben eine existenzielle Notwendigkeit. Was bedeutet Schreiben für Sie persönlich?
Wenn ich aufhöre zu schreiben, gehe ich ein wie eine Primel. Das weiß ich. Das fühle ich. Mit allem Pathos: Ich schreibe um mein Leben. Es ist das, was mir Sinn und Halt gibt, nur aus der Einsamkeit des Schaffens kann Begegnung mit anderen gelingen. So gibt es eine große innere Nähe zum Thema des Buches und zu den Menschen: Mary & Claire & Percy & Byron.

Termine

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Nürnberg
Literaturhaus Nürnberg e.V,
Luitpoldstraße 6,
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Markus Orths: "Mary & Claire"

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"Allen vier Figuren sind (auf unterschiedliche Weise) dem Spannungsfeld Einsamkeit und Alleinsein ausgesetzt, so z.B. Claire „Einsamkeit dachte sie, ist wahre Befreiung … in der Einsamkeit finde ich mich als die, die ich bin und als die, die ich sein möchte.“ Für das schöpferische Schreiben notwendig. Der Gegensatz dazu, das Alleinsein, höhlt sie aus, vieles bleibt ohne Begegnungen unerfüllt.
Sind die biografischen Daten von Mary und Percy Shelley sowie Lord Byrons hinlänglich bekannt, so muss Markus Orths die weniger bekannte Person Claire als charakterliche Ergänzung zu den anderen Darstellern aus wenigen vorliegenden Informationen entwickeln. Daraus entsteht das Bild einer leidenschaftlichen Frau, die im späteren Leben als Gouvernante ihr Geld verdiente, vielleicht ihrer Kinderlosigkeit (ihre Tochter starb mit fünf Jahren) geschuldet.
Markus Orths hat für diesen Roman umfangreich recherchiert. Die verwendeten Quellen sind im Anhang nachzuschlagen. Ein bilderreicher, sprachlich dem 19. Jahrhundert nachempfunden, z.B. „Mary lag da, nein, schwebte wie eine Wiese im Meer“. Für Freunde historischer Romane oder der englischen Literaturgeschichte ein Muss, für Leser:innen von Markus Orths Büchern eine Überraschung." Lieselotte Stalzer, Buchhandlung beim Augarten, Wien

"Mary & Claire ist für mich ein ganz besonderes Buch. Genau wie "Picknick im Dunkeln" von Markus Orths gefällt mir auch dieser Titel wieder richtig gut.
Es geht um die Schriftstellerin Mary Wollstonecraft. Um die Liebe zu ihrer Schwester Claire, zu Percy Shelley und um die Lieber zur Literatur. Und dies zeigt sich auch ganz deutlich in der grandiosen Sprache die Orths verwendet." Lisa Gotto, Bock & Seip GmbH & Co.KG

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