Liebwies

Liebwies

Irene Diwiak

In a delightfully wicked way, Irene Diwiak’s debut novel tells the story of the completely untalented singer Gisela Liebwies, who becomes a star, and the composer Ida Gussendorff, whose great talent remains hidden.

It is 1924. The well-known patron and music expert Christoph Wagenrad has fallen in love with a young girl who looks like his late wife, a famous pianist. Gisela Liebwies is also set to be a star – despite her lack of talent. But as a result of Wagenrad’s threats and blackmails, she is not only accepted at the Conservatory, but even chosen for the leading role in the final performance of the year. Fearing the greatest disgrace of his life, the head of the conservatory commissions an opera, in which the main actress barely has to sing: The Countess of Silence. After all, nobody needs to know that this composition was not written by August Gussendorff, who enjoys the praise he receives for it, but by his wife Ida. A wonderfully vicious story about false glamour, vanity and greed for glory – and true beauty which has nothing to do with any of these things.

Liebwies

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5 Fragen an …

Irene Diwiak

Liebwies ist Ihr erster Roman. Was erwarten bzw. erhoffen Sie sich davon?
Natürlich, dass ich damit reich und berühmt werde. Nein, in Wirklichkeit habe ich keine Ahnung, was jetzt auf mich zukommt. Im besten Fall habe ich ein Buch geschrieben, das viele Menschen begeistert. Im schlimmsten Fall habe ich ein Buch geschrieben, das nur meine Mama interessiert. Da gibt es Schlimmeres. Deswegen dominiert die Vorfreude.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und wie ist Ihr Roman entstanden?
Ich habe eigentlich schon als Kind Geschichten erfunden. Bevor ich schreiben gelernt habe, habe ich sie mit meinem Kassettenrekorder aufgenommen, später habe ich sie am Computer getippt. Mit meinem Papa gemeinsam habe ich einen Gedichtzyklus über ein Krokodil namens Krili verfasst. Mit acht Jahren habe ich dann meinen ersten Schreibwettbewerb für Kinder gewonnen. Es folgten weitere Literaturpreise und das hat mich, weil ich im Grunde ein kompetitiver Mensch bin, angespornt. Es gab für mich dann keinen Anlass, mit dem Geschichtenerfinden aufzuhören. Daher habe ich es auch nie verlernt. Mit Liebwies habe ich direkt nach der Matura begonnen, aus einem ganz pragmatischen Grund: Ich hatte da ziemlich viel Zeit. Die Arbeit hat sich dann aber über Jahre hingezogen, in denen es einige intensive Schreibphasen gab, aber noch mehr Zeiten, in denen ich gar nicht geschrieben habe. Zwischendurch glaubte ich selbst nicht mehr daran, dass der Roman je fertig wird. So ganz kann ich es immer noch nicht glauben.

Haben Sie literarische Vorbilder?
Ich mag ja die Beatles. Die sind zwar keine Literaten, aber sie haben es wie kaum jemand anderes geschafft, die Brücke zwischen Kunst und Kommerz (aber ich würde es in diesem Fall eher Zugänglichkeit nennen) zu schlagen. Sie haben großartige Musik gemacht, die gleichzeitig auch viele verschiedene Menschen auf vielen verschiedenen Ebenen angesprochen hat. Sowas würde ich gerne in der Literatur machen. Aber wenn es ein wirklich literarisches Vorbild sein soll: Dostojewski. Seinetwegen habe ich vier Jahre lang Russisch studiert und das ist so ziemlich das Ärgste, was ich jemals für einen Mann getan habe.

In Ihrem Debütroman ist Musik ein zentrales Thema. Welche Rolle spielt Musik in Ihrem Leben?
Die Musik ist, glaube ich, so ein Komplex von mir, weil ich so musikalische Geschwister habe. Sie spielen beide irrsinnig viele Instrumente, mein Bruder studiert jetzt sogar Musik. Ich hatte insgesamt sieben Jahre lang Klavierunterricht und kann nicht einmal den Flohwalzer spielen. Ich kompensiere meine fehlende Musikalität durch das Schreiben über Musik.

Was bringt Ihre Zukunft? Welche Pläne verfolgen Sie?
Im Moment versuche ich einen zweiten Roman zu schreiben, mein Studium zu beenden und im Sommer heirate ich. Und das sind allein die Pläne für dieses Jahr. Langweilig wird mir also sicher nicht so schnell.

Die Fragen stellte © Martina Schmidt

Termine

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Wien
Buchhandlung tiempo nuevo,
taborstrasse 17A,
1020 Wien

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Anton Hafner- Gasse 93,
8591 Maria Lankowitz

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