Girl With Thimble

Girl With Thimble

Michael Köhlmeier

A little girl who has lost everything is looking for a new place to call home. A child wandering through a world that isn’t waiting for her. Michael Köhlmeier has written a magnificent,haunting book about our times.

A big city, somewhere in Western Europe. A little girl arrives at the market square, star-ving and thirsty. Someone gives her food and drink. She doesn’t understand a word of the language they speak here, but she starts screaming as soon as she hears the word »police«. Where does she come from? Why is she here? What’s her name? She doesn’t know. Yiza, she says, so from then on they call her Yiza. When Yiza meets two boys who are just as lonely, they decide to join forces. Girl with Thimble describes life on the outer edges of society. The result is an utterly captivating novel.


Foreign Sales

Belarus (Haliyafy), France (Actes Sud), Italy (Giunti), Norway (Bokvennen), Syria (Dar Ninawa), UK/USA (Haus)

Girl With Thimble

Kommentare

Arietta
17.02.2016

Inhaltsangabe:

Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt
auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man
hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien.
Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht.
Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen
trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen
zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres
Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem
Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens – ein Roman,
dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.

Meine Meinung und Zusammenfassung :

Es ist mein erstes Buch das ich von dem Autor Michael Köhlmeier gelesen habe. Mir sprang sofort dieser Cover und der Titel „ Das Mädchen mit dem Fingerhut „ ins Auge. Ich dachte mir was mag sich hinter der Geschichte verbergen , meine Neugier war geweckt. Auch fand ich den Cover sehr schön dezent und zurückhaltend gestaltet. Es blickt einem ein kleines Mädchen mit einem sehr ernsten Gesicht und unendlich traurigen großen und dunklen Augen an. Es scheint sich viel Kummer, Leid und Schmerz darin zu spiegeln.

Die Geschichte der kleinen 6 sechsjährigen Mädchen , das nicht weiß woher es kommt, noch wie es heißt und wer seine Eltern sind. Sie selbst gab sich den Namen Yiza. Wir begegnen ihr in irgend einer großen Stadt in Westeuropa, könnte auch hier in Deutschland sein. Vielleicht Flüchtlinge , wie ich vermute wegen den Sprachproblemen.

Der Autor lässt es unserer Fantasie überlassen. Die kleine Yiza wird von einem Mann auf die Straße gesetzt und zum betteln auf einen großen Markt geschickt. Er schickt sie zu einem bestimmten Stand, er verspricht ihr dort bekäme sie zu essen, genug das sie keinen Hunger mehr hätte. Es ist Bogdan, der sich ohne groß zu fragen um sie kümmert, das wieder holt sie ein paar Tage, und immer wurde sie wie versprochen am Abend abgeholt. Auf Bogdans Frage wie sie heiße antwortet sie mit Kopfschütteln, sie versteht die Leute nicht, nur das Wort Polizei, wenn sie das hört schreit sie. Aber eines Abend kommt der Mann nicht wie versprochen, Yiza irrt durch die dunkle und kalte Stadt, sie friert ist müde, die Menschen eilen an ihr vorbei, keiner nimmt sie wahr, es ist als sei sie unsichtbar.Bis eine Polizei streife anhält, sich ihrer annimmt und auch hier gibt es Sprachprobleme, man bringt sie in ein Waisenhaus. Dort. Ist man sogleich sehr bemüht um sie, besonders die Schwester dort hat die kleine sofort in ihr Herz geschlossen. Aber trotzdem, lässt sie sich von den zwei Jungen dort Schamhan der größere und Arian den kleineren, trotz Sprachschwierigkeiten überreden mit ihnen abzuhauen. Arian schenkt ihr seinen Fingerhut. Diese drei Kinder sind nun auf der Flucht, sie kämpfen um ihr überleben, sind geplagt von Hunger , Kälte und keinem Dach über dem Kopf, kein Geld. Eine sehr Abenteuerliche Flucht die da beginnt, verfolgt, gejagt, suchen sie einen Ausweg aus der Misere. Eine Geschichte voller überraschender und ungeahnter Wendungen. Man bangt und hofft mit ihnen, das sie es schaffen werden.

Zum Autor:

Der Autor schafft es mit dieser Geschichte tief zu berühren und zu fesseln, das ganze geht einem sehr unter die Haut. Sein Schreibstil ist sehr Klar, Kraftvoll, fesselnd und schon fast Poetisch. Der Roman erinnert mich an das Märchen von Christian Andersen „ Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ , auch dort steht ein armes Mädchen, hungernd und frierend in der Kälte und keiner beachtet es, und denken zuerst an sich. Sehr deutlich führt er den Überlebenskampf der drei Kinder einem vor Augen, Menschen die am Rande unserer Wohlstandsgesellschaft Leben. Mir kommt es vor wie ein Fingerzeig und regt einem unwillkürlich zum Nachdenken an.Seine Protagonisten sind sehr Bildhaft, real und lebendig geschildert, ebenso die einzelnen Charaktere, ihre Ängste, Gefühle und Emotionen sind spürbar. Der Handlungsaufbau der Geschichte ist Glaubhaft und zeigt die Seiten des Lebens auf dieser Welt, die die im Schatten und die im Licht leben. Ein sehr Facettenreicher Roman…

„ Eine Geschichte die tief berührt und unter die Haut geht „


N. B.
01.02.2016

Der österreichische Autor Michael Köhlmeier schrieb mit wenigen Zutaten von Inhaltselementen einen kurzen, aber intensiven Roman, der aufgrund seiner Geschichte einen Teil der gegenwärtige Weltsituation erzählt. Kurze Sätze, die manchmal einfache Momente des Erlebens beschreiben, aber wodurch banale Momente stark zur Geltung kommen. Das Mädchen Yiza symbolisiert ein x-beliebiges Kind, das ohne Eltern und einem Dach über dem Kopf auf der Straße lebt. Vielleicht ist es ein Flüchtlingskind, vielleicht auch nur ein Großstadtkind, das von zu Hause wegegelaufen ist. Ebenso leben die beiden Jungen Schamhan und Arian in diesem desolaten Zustand. Anhand deren Sprachbarrieren stellt man fest, dass diese Kinder unterschiedliche Herkunftshintergründe haben. Michael Köhlmeier griff ein Thema auf, das die Schwachen der Gesellschaft in den Vordergrund rückt.
Ein Roman, der einen nachdenklich zurücklässt. Die Figur Yiza steht für viele andere Kinder und Jugendliche, die Grenzen überqueren ohne Eltern, Großeltern oder Geschwister. Nicht das Mädchen an sich ist bedeutsam, sondern ihre Rolle. Ihr Rolle als Flüchtling, Obdachlose und Verwaiste. Sie steht symbolisch für viele Schicksale auf dieser Welt. Ein Roman abseits von Politik, Medien und Diskussionen, der seine Anerkennung aufgrund der Thematik verdient hat.


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