Everything I Own I Carry with Me

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Herta Müller

Romania at the end of WWII, and the German section of the population lives in constant fear. ‘It was 15th January 1945, at 3 am, when the patrol came for me. It was already minus 15 degrees and the temperature was dropping steadily. This is the beginning of the young man's story; his grandmother's last words to him are I know you'll return. A truck takes him to the holding camp before he begins the long journey to Russia. "The words I know you'll return would become my heart's accomplice and my comrade-in-arms against hunger. Because I did return, I can say this: words such as these can keep you alive." Herta Müller's superb new novel tells of a harrowing experience which will leave an indelible stamp on its survivor for the rest of his life.

"Herta Müller's books are a poetic assault on the space behind the reader's brow. Her language is cut from a different cloth than the politely ornamental lacework that constitutes the vast majority of contemporary German writing." Neue Zürcher Zeitung – It is with this unique poetic voice that she sheds light, through a profoundly original life story, on an almost unknown chapter in European history.


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Herta Müller liest aus "Atemschaukel"

Kommentare

Werner Toporski, Fohrenweg 15, 88400 Biberach
21.04.2010

Ich wage es, mich der Kritik, die die „Atemschaukel“ hoch gepriesen hat, entgegenzustellen. Diese ist nicht Herta Müllers stärkstes Buch. Ihre Einzigartigkeit liegt doch darin, scheinbar fernliegende Einzelheiten zu verschränken, unseren Blick mit weit gefächerten Assoziationen aufzuweiten, Bilder zu wählen, die uns die Situation, den inneren Zustand einer Person schlagartig verdeutlichen, gerade weil sie uns überraschen. Ich kenne niemanden, der die Komplexität eines inneren Geschehens durch seine Bildsprache so überzeugend darzustellen vermag. Sowohl in ihren Kurzgeschichten als auch in ihren Romanen, insbesondere in „Heute wäre ich mir lieber nicht begegnet“, bleibt die alles durchdringende Angst in jeder Zeile spürbar, steht sie auch in den scheinbar heiteren Szenen unausgesprochen ständig im Hintergrund. Und es wird die Kraft deutlich, die jede Gegenwehr kostet, gerade weil sie inmitten der Permanenz jener Angst zu geschehen hat.

Viel von dem vermisse ich in „Atemschaukel“. Richtig, auch hier wird die permanente Bedrängnis spürbar, die ständige Ungewissheit des Überlebens. Und vielleicht unterscheidet sich die Situation in einem Lager ja tatsächlich von der in einem totalitären Staat dadurch, dass sie mehr zu allgemeiner Abstumpfung und Gleichgültigkeit führt als zu konkreter Angst. Aber nichts hat mich beim Lesen in diese Abstumpfung hineingezogen, und dort, wo ich Angst hätte empfinden sollen, ist sie mir seltsam fern geblieben. Vielleicht liegt es an der klareren und damit einfacheren Struktur, die sich an Einzelthemen orientiert, dass die Komplexität des seelischen Zerbrechens weniger deutlich wird als in Herta Müllers anderen Büchern.

Vielleicht ist „Atemschaukel“ ja wirklich ein hervorragendes Buch. Man sollte es nur nicht an Herta Müllers anderen Werken messen. Und insofern ist diese Kritik im Grunde eine Lobrede…


Karin Wurzbacher
23.02.2010

Danke, Herta Müller! Danke für die exzellente Sprache. Danke für die Bewahrung historischer Schicksale. Ihr Buch bewegt mich sehr und beschäftigt mich fast täglich. Als ehemaliger DDR-Bürger bin
ich dankbar, dass dies heute veröffentlicht werden kann.
Ich grüße Sie herzlich!


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