Down the Elbe
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Thilo Krause

Down the Elbe

Details about the book
  • date of publication: 17.08.2020
  • 208 Pages
  • Hanser Verlag
  • hardcover
  • ISBN 978-3-446-26755-8
  • Deutschland: 22,00 €
  • Österreich: 22,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26852-4
  • E-Book Deutschland: 8,99 €

How do you come to terms with the place you grew up in when it feels foreign to you?
A novel about our Country

After years away, a young couple returns to the strange rocky landscape of the Sächsische Schweiz. The desire to start afresh in the place where they spent their childhoods puts them on a collision course with their home town and leads to a new feeling of alienation. What happens to the individual in a society which rejects everything that’s different?

Is it just homesickness that has driven them back? The narrator keeps it a secret from his girlfriend Christina, also he feels guilty towards Vito, the school friend who lost a leg during a climbing trip together. He now returns to this place, recalling formative moments in his life: the accident, the public shaming at school during the raising of the socialist flag, his decision to break away. But his first attempt at reconciliation fails.

Thilo Krause’s debut novel tells the story of a couple returning to a setting that feels foreign to them. He casts his eye across a landscape of apple trees and Elbe meadows, but also neo-Nazi summer camps. Ultimately, the couple’s fresh start is threatened by the distrust of the villagers. A powerful novel about Germany and the times we live in.


“This is wonderful news for German-language literature. Out of silence emerges an accomplished storyteller, and an author, far away from charming Limmat, proves that he is a master of pauses, observation and articulation.”
- Eberhard Geisler, Frankfurter Rundschau

“Krause has mastered the art of psychological narration without trying to dissect the past. Everything is succinct, a given, discernable, but without having to be commented on, explained or put into formulas. The result is a prose text of simple poetic beauty. It’s not the plot that makes it come alive, but the cadence, rhythm and style.”
- Alexander Košenina, Frankfurter Allgemeine Zeitung

“‘Even though there has never been a flood, everything has been destroyed.’ This is the final sentence of a novel that brilliantly combines the poetic and the political. And which, for all its bitterness, adds a few shades of light”.
- Karin Großmann, Sächsische Zeitung

“This novel is far more political than it seems at first glance. The circumstances surrounding the first-person narrator’s return to his roots make him question his dreams and longings more closely. As a consequence, he has reset his biography to zero too. A remarkable book.”
- Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur Lesart

“What is unusual and risky in this remarkable novel is how political and emotional or subjective strands are linked. It’s an aesthetic tightrope walk without the usual safeguards.”
- Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

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France (Editions Zoé)

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Down the Elbe

5 Fragen an …

Thilo Krause

Lieber Thilo Krause, in Elbwärts erzählen Sie von Menschen, die nach vielen Jahren wieder in die Kindheitslandschaft ziehen. Ist der Roman auch für Sie eine Art Rückkehr?
Vor knapp 20 Jahren habe ich Dresden verlassen. Seitdem beschäftigt mich die Frage, ob eine Rückkehr in meine Kindheitslandschaften möglich wäre. Die Sächsische Schweiz, wo der Roman spielt, ist für mich über die Jahre immer ein Rückzugsraum gewesen. Ich wollte nochmals spüren, wie es ist, mit wenig Gepäck unterwegs zu sein, barfuß zu klettern und abends ein wenig betrunken in den Sternenhimmel zu schauen. Und gleichzeitig weiß ich, dass eine Rückkehr für mich unmöglich ist. Über die Jahre ist eine politische Stimmung aufgezogen, die mich betroffen, die mich traurig macht.

Sie leben seit vielen Jahren in der Schweiz, also nicht im Land Ihrer Geburt. Was bedeutet denn für Sie das Wort Heimat?
Heimat ist natürlich ein schrecklich schwieriges Wort. Obwohl es so zentral für den Roman ist, habe ich versucht, es sparsam zu gebrauchen. Es kommt nur dreimal auf den reichlich 200 Seiten vor. Das Paar im Roman geht von Heimat als einem Ort aus, aber nach und nach schwindet diese anfängliche Idee und es kommt stattdessen eine vergangene Zeit zum Vorschein. Ich selbst kann mich am ehesten noch mit dem Konzept einer geistigen Heimat anfreunden, eine Art und Weise in der Welt zu sein, die sich aus vielen Quellen speist. Vielleicht aus einem Woher und Wohin über Ländergrenzen hinweg, aus Kunst und Sprache, aus der Familie und dem Freundeskreis.

Und das Wort Fremde?
Als Kind der DDR war die Fremde oder das Fremde für mich immer etwas Anziehendes. Ich hatte oft Fernweh, das ich mit Lesen gestillt habe. Jetzt, in der Schweiz, ist das Fremde oft eine Art freundliche Nachbarschaft. In unserem Quartier beträgt der Ausländeranteil 40 Prozent. Wir sind uns alle ein wenig fremd, aber in diesem Fremdsein auch wieder ähnlich. Es ist die Erfahrung, dass man von irgendwoher aufgebrochen ist. Oft schafft man es, eine Sprache zu finden, in der man sich genau davon erzählen kann: wo man hergekommen ist, warum man losgegangen ist, wie es einem geht „in der Fremde“ oder „in der neuen Heimat“ – je nachdem, wie es jeder sieht.

Bisher haben Sie mehrere Bände Gedichte veröffentlicht; wie sind Sie zum Schreiben eines Romans gekommen?
Ich habe mir nie selbst „auferlegt“, einen Roman schreiben zu müssen. Ich hatte die Landschaft, dann sind die Charaktere hinzugekommen und ich konnte nicht aufhören, sie schreibenderweise zu begleiten, um so auch über mein eigenes Leben nachzudenken. Dazu scheinen mir meine Gedichte teils narrativ, als wären es kurze, dichte Erzählstränge. Die Szenen im Roman habe ich mir wiederum wie Gedichte vorgestellt. Ich wollte, dass sie ähnlich geschlossen sind, als könnten sie für sich selbst stehen, aber in der Abfolge aller entfaltet sich dann die Handlung des Romans.

Denkt und schreibt der Autor eines Romans anders als der Autor von Gedichten?
Für mich entspringt alles aus der Sprache. Ich muss einen Ton präsent haben, eine Stimme hören, als würde jemand aus dem Text heraus zu mir sprechen. Das gilt für das Gedicht wie auch für die Prosa. Wenn es nicht klingt, mag ich es nicht lesen.

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