Dangerous Citizens

Dangerous Citizens

Liane Bednarz, Christoph Giesa

This book reveals the strategies employed by the new right to move into the center of public life.
It defends the ideal of citizenry that has no common ground with the narrative of the populists.

The ideas of the hotheads on the right have percolated deeper into the center of the political spectrum than one would like to believe. Their language and arguments ever more remind us of an age we thought we had overcome. We must not merely be spectators to these despicable machinations but we must actively oppose them!

PEGIDA rallies in many cities, the rise of the political party AfD and bestselling successes of populists such as Thilo Sarrazin and Akif Pirinçci are obvious proof that it has become accepted to openly stoke hatred against minorities.
The forces of the new Right are very successful using the cloak of citizenry and a presumably moderate diction to channel increasing hatred toward the weaker segments of society. These self-proclaimed warriors for "political correctness" target foreigners, homosexuals, Muslims and Jews, to name a few groups. Yet we are not condemned to sit back and do nothing. The arguments of the right demagogues are weak and their behavior is contradictory. In the final analysis there is not much left of the alleged civic pretense. Liane Bednarz and Christoph Giesa are no lefties, and this makes their points an even greater thorn in the side of the enemies of our open society. This book is an unfettered look at the working of the Brown forces and it serves as an incentive to take action.

Dangerous Citizens

5 Fragen an …

Liane Bednarz und Christoph Giesa

Fragen & Antworten Liane Bednarz

Wer sind eigentlich die „gefährlichen Bürger“, die Sie in Ihrem Buch beschreiben?
Die “gefährlichen Bürger” sind zunächst einmal Rechtsintellektuelle, die das entsprechende Gedankengut über ihre Medien mit erheblicher Resonanz verbreiten. Darüber hinaus zählen wir diejenigen Menschen dazu, welche ressentimentgeladene Texte begeistert aufgreifen und den darin geschürten Hass auf die seriöse Presse und die Politik auf die Straße tragen (Pegida) bzw. in den Leserforen und sozialen Medien ungehemmt ausleben. Dann gibt es noch diejenigen, die das neurechte Denken und den zugehörigen Jargon nach und nach adaptieren und so von verführten Bürgern zu gefährlichen Bürgern werden, ähnlich wie die zu Nashörnern mutierten Leute in Eugène Ionescos gleichnamigem Theaterstück.

Ist die neue Rechte eine ernste Bedrohung für unsere Gesellschaft?
Ja, das ist sie ohne jeden Zweifel, weil es ihr zunehmend gelingt, ihr Gedankengut in der bürgerlichen Mitte zu verankern. Ähnlich wie in der Spätphase der Weimarer Republik ist das antidemokratische und antiliberale Ressentiment wieder salonfähig geworden. Das sieht man insbesondere in der Flüchtlingsdebatte. Besonders in rechten christlichen Kreisen schämt man sich nicht mehr, deshalb eine “Islamisierung” herbeizuphantasieren und die derzeit rund 800.000 Asylsuchenden als amorphe Masse von überwiegend “jungen muslimischen Männern” zu sehen. Auch Sarrazin und Pirinci werden in diesen bürgerlichen Kreisen hochgeschätzt. Und das Wählen der AfD gehört dort gewissermaßen zum guten Ton. Hier hat sich das neurechte Gedankengut samt seinen Feindbildern schon so weit festgesetzt, dass fast kein Diskurs mehr darüber möglich ist.

Fragen & Antworten Christoph Giesa

Was sagt der Begriff der „Lügenpresse“ über diejenigen aus, die ihn benutzen?
Der Begriff an sich sagt ja noch nicht viel – auch etablierte Medien sind ja nicht frei von Fehlern und Manipulation. Eine Aussagekraft bekommt er erst, wenn man sich diejenigen, die ihn benutzen genauer anschaut: Sie manipulieren selbst, sie glauben nur, was sie wollen – egal ob es der Wahrheit entspricht, oder nicht – und sie lesen “alternative Medien”, die tatsächlich pure Propaganda sind. Deren Behauptungen werden dann allerdings blind geglaubt, selbst wenn sie noch so leicht zu widerlegen sind. Den “Lügenpresse”-Brüllern geht es nur um die Zementierung und Multiplikation ihres zumeist rechten Weltbildes, nicht um die Wahrheit.

Wie positionieren Sie sich als Publizist dazu?
Ich versuche mit sauber recherchierten Büchern und Artikeln Mythen zu dekonstruieren und wenn schon nicht die “gefährlichen Bürger” selbst zu überzeugen, so doch gefährdeten Bürgern und überzeugten Demokraten Handwerkszeug an die Hand zu geben, um in der Debatte gegenzuhalten. Manchmal muss man allerdings auch härter vorgehen und den Dialog verweigern. Wer menschenfeindliche Pauschalisierungen von sich gibt, darf nicht das Gefühl bekommen, dass sein Hass ein legitimes Argument, ein legitimer Debattenbeitrag ist.

Warum wird die AfD uns auch in der nächsten Zeit weiter beschäftigen?
Die AfD ist ja nicht nur eine Partei, sie ist auch ein wichtiger Vernetzungspunkt für verschiedenste Protagonisten aus dem neurechten Milieu. Selbst wenn sie in Zukunft keine besonders guten Umfrage- oder Wahlergebnisse mehr holen sollte, wird sie weiterhin ihren Teil zur Organisation des neurechten, autoritären, antiwestlichen, fremdenfeindlichen und homophoben Impulses beitragen. Der Angriff dieses Denkens ist nicht abgewehrt, er hat vielmehr gerade erst begonnen.

Termine

Menschenrechte nur für Christen? Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten von Verunsicherung und neurechten Ideologien. Arbeitsgruppe im Rahmen des Thementags „Erinnerung an ein Versprechen – 50 Jahre wirtschaftlich-soziale-kulturelle Menschenrechte“

Stuttgart
Hospitalhof,
Büchsenstr. 33,
70174 Stuttgart

Menschenrechte nur für Christen? Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten von Verunsicherung und neurechten Ideologien. Im Rahmen des Thementags "Menschenrechte" | Zur Veranstaltungs-Website

Stuttgart
Evangelische Landeskirche in Württemberg,
Büchsenstraße 33,
70174 Stuttgart

Gefährliche Bürger. Die neue Rechte greift nach der Mitte. Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte.

Weißenburg
Altes Rathaus Weißenburg

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