Wilde, wüste Geschichten

Wilde, wüste Geschichten

Jeremias Gotthelf

Dieses Buch zeigt Gotthelf von seiner abgründigsten Seite. Kein Autor deutscher Sprache hat sich der menschlichen Bosheit mit so scharfem Blick und brandschwarzem Humor gestellt. Die in diesem Band vorgelegten Geschichten sind wenig oder überhaupt nicht bekannt. Sie bieten einen faszinierenden Einblick in die menschliche Seele und in die Realität der Bauern der Schweiz im 19. Jahrhundert. So ergreifend sie die Liebeskraft der Menschen schildern, so erschreckend leuchten sie in Abgründe von Eigensucht und Gefühlskälte. Wer der Meinung ist, Gotthelf sei der Inbegriff der guten alten Zeit, kann hier sein blaues Wunder erleben - und Neuland der Literaturgeschichte betreten.


Über den Autor

Jeremias Gotthelf

Jeremias Gotthelf wurde 1797 als Albert Bitzius in Murten geboren. Er studierte Theologie und arbeitete später als Pfarrer. 1833 heiratete er Henriette Zeender, mit der er drei Kinder hatte. 1837 gelang Gotthelf mit seinem Erstling ...

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Presse

"Wilde, wüste Geschichten" ist eine weitere Trouvaille in der von Peter von Matt verantworteten Kollektion Nagel & Kimche." Florian Welle, Süddeutsche Zeitung, 18.07.12

"Gotthelf sieht das Wort als Waffe. Damit will er die Leute nicht so sehr zu ihrem Glück zwingen, sondern vor allem zur Anklage führen: mit allen Registern rhetorischer Raffinesse, mit gewaltiger Phantasie, rabenschwarzem Humor und einer Komik, die ebenso pessimistisch ist wie sein Menschenbild überhaupt. Er schreibt seine abgründigen Texte mit einer Leidenschaft, Farbigkeit und Kraft, die man einem Dichter der Biedermeier-Epoche nie zugetraut hätte." Peter Urban-Halle, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.12

"Peter von Matts exzellentes Nachwort zeigt, dass Gotthelf ein prominenter Platz in der Geschichte der Ästhetik des Bösen gebührt. Gänzlich wild - und gerade darin faszinierend - werden die Erzählungen, wo keine höhere Sinngebung mehr durchscheint und das radikal Böse sich ungehemmt entfaltet. Wer den Band nach der letzten Geschichte fröstelnd zur Seite legt, hat begriffen, wie viel Schopenhauer (im finsteren Blick auf die Welt) und Nietzsche (in der Entlarvung scheinheiligen Moralisierens) in dem vermeintlichen Bauernidylliker Gotthelf steckt." Manfred Koch, Neue Zürcher Zeitung, 17.10.12

"Wer begreifen möchte, weshalb Gotthelf zur Weltliteratur zählt, muss diese Geschichten lesen." Klaus Lieber, Schweizer Familie, 22.11.12

"Jeremias Gotthelf, das weiß man nach dieser Lektüre, war ein Autor, der Abgründe genau erforschte. Und der von der Wirklichkeit seiner Alpendörfer auf den Schrecken und den Segen der Moderne schloss." Katharina Döbler, Deutschlandradio, 08.05.12

"Die Wiederentdeckung des grössten Erzählers, den die Schweiz je besessen hat!" Philipp Theison, Tages-Anzeiger, 02.08.12

"Gotthelf offenbart sich als - durchaus ebenbürtiger - Vorläufer der grossen Realisten wie Charles Dickens und Victor Hugo. Sprachlich dicht, akribisch beobachtet und ungeschminkt schildert Gotthelf Zu- und Missstände und zertrümmert das Vorurteil vom patriotischen Klein-denker aufs Gründlichste." Olivier Berger, Südostschweiz, 06.05.12

"Ebenso überraschend wie mitreißend. Es lohnt sich, das außergewöhnlich sprachmächtige Werk Jeremias Gotthelfs wiederzuentdecken." Florian Hunger, Jüdische Zeitung, Juli 2012

"Dieser Erzähler ist eine Wiederentdeckung wert. Peter von Matt hat eine solche Wiederentdeckung unternommen. Das Ergebnis ist verblüffend." Klaus Walther, Freie Presse, 29.06.12

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