Tod eines glücklichen Menschen

Tod eines glücklichen Menschen

Giorgio Fontana

Mailand, 1981: ein Staatsanwalt, ein Terrorist – und ihr Kampf für Gerechtigkeit. Ein spannender Politthriller.

1981 herrscht in Mailand Angst vor linksextremem Terrorismus. Ein Politiker der Christdemokraten wird umgebracht, der junge Staatsanwalt Colnaghi soll die Mörder jagen. Schon bald gelingt ihm ein Coup: die Verhaftung des Topterroristen Gianni Meraviglia. Doch je länger sich Colnaghi mit dessen Motiven und mit der Frage der Schuld beschäftigt, desto mehr will er diese merkwürdige Ethik verstehen, die das Vernichten von Menschenleben rechtfertigt. Warum wählen zwei Menschen, die, wie er und Meraviglia, von Gerechtigkeit träumen, zwei so gegensätzliche Wege? Mit vibrierender Intensität lässt Fontanas kluger und hochspannender Roman das Italien der "bleiernen Jahre" wiederauferstehen.


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Giorgio Fontana, 1981 in Saronno in der Lombardei geboren, studierte Philosophie in Mailand und arbeitet als Journalist und Buchautor. Fontana hat bereits zahlreiche Essays, Reportagen sowie Romane veröffentlicht. Im Namen der ...

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Presse

"An diesem Roman bestechen vor allem zwei Dinge. Erstens ist bewundernswert, wie es dem gerade vierunddreißigjährigen Autor gelingt, eine Geschichte aus seinem Geburtsjahr 1981 zu erzählen und dabei die Atmosphäre aus Italiens „bleierner Zeit“ so zu evozieren, dass man nie den Eindruck hat, hier bastele sich einer aus Angelesenem etwas zusammen. … Das Zweite, was an diesem Roman auffällt, ist seine gänzlich pathosfreie Ernsthaftigkeit. ... Spannend wie ein Thriller, dabei hochliterarisch." Jochen Schimmang, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.15

"Ein spannungsreicher Roman mit philosophischem Tiefgang. Er liefert nicht nur eine Momentaufnahme aus der Spätphase des italienischen Terrorismus, sondern resümiert den Partisanenkampf in Saronno, über den man kaum etwas wusste. … 'Der Tod eines glücklichen Menschen', … ist kein moralisierender Nachhilfeunterricht in Geschichte. Giorgio Fontana packt einen Stoff an, der wie kaum ein anderer der Aufarbeitung bedarf, und er tut es auf mitreißende Weise. … Dass ein Autor, dessen Generation den Terrorismus häufig eher wie ein Pop-Phänomen behandelt, eine so fundierte Auseinandersetzung mit den ideologisch besetzten Verwerfungen wagt, ist bemerkenswert." Maike Albath, Süddeutsche Zeitung, 19.11.15

"Fontana (sprengt) die Grenzen des Genres. Colnaghi ist ein «unorthodoxer» Staatsanwalt. Nicht in seinen Ermittlungsmethoden. Sein Arbeitsethos ist skrupulös: «Ausnahmen immer, Fehler nie.» Ungewöhnlicher sind Colnaghis philosophische Nachdenklichkeit, seine Sorge um die Welt, die von Fontana eine differenzierte Darstellung erfahren. … Mit Colnaghi ist Fontana eine überzeugende Figur gelungen!“ Samuel Moser, Neue Zürcher Zeitung, 21.10.15

"Fontana erzählt Komplexes stimmungsvoll klar, niemals banal." Franziska Zaugg, Berner Zeitung, 12.01.2016

"Giorgio Fontana zeichnet sprachlich klar und sparsam ein überzeugendes Portrait seiner Hauptfigur. Die ethischen Diskurse werden auf hohem Niveau geführt, wirken aber nie scholastisch, sondern sehr inspirierend. (...) 'Tod eines glücklichen Menschen' ist ein Roman, den man verschlingt und der sehr berührt.“ Patrick Seibel, NDR Kultur, 24.08.2015

"Souverän verknüpft Fontana Spannungsfäden mit Reflexionen über die Verhältnismäßigkeit von Mittel und Zweck." Walter Titz, Kleine Zeitung, 15.08.16

"Mit verdichteter, unprätentiöser Sprache und dennoch griffigen Bildern voll Licht und Licht und Fantasie begleitet man Giorgio Fontanas 'Mann der Gerechtigkeit' in einer Zeit dramatisch verhärteter Fronten durch einen Diskurs über das Gewissen. Der Roman ist weniger Kriminalstück als philosophische Betrachtung des Wunsches nach Vergeltung und der Position, die man einnehmen kann, wenn das Töten zur Regel wird."
Meike Dannenberg, BÜCHERmagazin, 06/2015

"Facettenreich ist das Porträt, das Giorgio Fontana von Mailand zeichnet. Nicht als Shopping-Paradies oder Industrie-Metropole erscheint die Stadt hier, sondern als ein Ort, der sich in der Schwüle auflöst. ... Fontana erzählt präzis, unaufgeregt, floskelfrei." Susanne Kübler, Sonntagszeitung, 26.07.15

"Dem jungen Autor gelingt es, die Intensität dieser Bedrohung in seinem Buch zu transportieren; obwohl er selbst erst 1981 geboren wurde und diese Zeiten gar nicht bewusst miterleben konnte. Fontana braucht dafür kein sprachliches Brimborium; es gelingt ihm, seinen Protagonisten mit wenigen Worten Leben einzuhauchen.“ Aachener Zeitung, 26.01.2016

„Mit vibrierender Intensität lässt Fontanas kluger und hochspannender Roman das Italien der ‚bleiernen Jahre‘ wiederauferstehen.“ Buch-Magazin, 11/2015

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