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Versöhnungstheater

Versöhnungstheater

22,00 €
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Eine kritische Analyse der deutschen Erinnerungskultur: Klug und polemisch seziert Bestsellerautor Max Czollek den Wandel im deutschen Selbstverständnis.

Max Czolleks legendäre Bücher „Desintegriert euch!“ und „Gegenwartsbewältigung“ streuten lustvoll Zweifel an den deutschen Narrativen von Integration bis Leitkultur. Scharf, gewitzt und an jeder Stelle überraschend, schließt Versöhnungstheater diesen Kreis, wenn es nach der aktuellen Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit fragt. Seit weltweit bewunderten Gesten der deutschen Selbstvergewisserung vom Warschauer Kniefall bis zum Holocaust-Mahnmal hat sich in letzter Zeit einiges verändert: Das Berliner Stadtschloss feiert Preußens Könige, mit dem neuen Militärhaushalt wird eine Zeitenwende beschworen und der Bundespräsident bedankt sich auf Israelreise ungefragt für die „Versöhnung“. Deutschland ist wieder wer, auch weil es sich so mustergültig an den Holocaust erinnert. Herzlich willkommen zum Versöhnungstheater!

Details zum Buch

Erscheinungsdatum: 2023-01-23T00:00:00Z
176 Seiten
Hanser Verlag
Hardcover
ISBN 978-3-446-27609-3
Deutschland: 22,00 €
Österreich: 22,70 €

Presse

„Auch wenn ich Czollek nicht in allen Punkten zustimme, hat er recht damit, dass viele in Deutschland, auch ich, zu leichtfertig von einer vorbildhaften Erinnerungskultur sprechen.“ Dirk Kurbjuweit, SPIEGEL Online, 17.04.23

„Es ist eine radikale Kritik der Erinnerungskultur – und die Zustandsbeschreibung einer Gegenwart, inder die ,Wiedergutwerdung’ Deutschlands zum obersten Glaubenssatz geworden ist.“ Jella Mehringer, ttt – titel, thesen, temperamente, 05.02.2023

„Wie eine Erinnerungskultur aussehen müsste, die garantiert, dass sich die Gewalt der Vergangenheit nicht wiederholt, legt Max Czollek in diesem aufrüttelnden Essay dar, der ihn einmal mehr zu einer unverzichtbaren Stimme der Gegenwart macht.“ Eva Marburg, SWR2, 25.01.2023

„Czollek gelingt mit ‚Versöhnungstheater‘ ein wichtiger, nicht selten polemischer Debattenbeitrag. Aber genau deshalb womöglich ein guter Weg, um die oft selbstgefällige Darstellung zu überprüfen und eine echte Diskussion über die deutsche Erinnerungskultur in Gang zu bringen.“ René Wildangel, Deutschlandfunk „Andruck“, 24.01.2023

5 Fragen an

Max Czollek


Lieber Max Czollek, mit deinen letzten beiden Büchern hast du dich als wichtige Stimme gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung jeder Art aber vor allem auch für die Selbstbestimmung von Menschen in dieser Gesellschaft etabliert. Dein neues Buch heißt _Versöhnungstheater_. Was hat es damit auf sich?
Das positive Selbstbild der deutschen Gesellschaft basiert auch auf einer vermeintlich guten und umfassenden Erinnerungskultur. Diese Erinnerungskultur hat in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Phasen durchlaufen. Die Kernthese, die das Buch aufstellt, lautet, dass wir in eine neue, dritte Phase der Erinnerungskultur eingetreten sind – das Versöhnungstheater. Die erste Phase (westdeutscher) Erinnerungsarbeit...

Termine

Termin in Kalender importieren27. Februar|München
Diskussion: Max Czollek

Max Czollek: "Versöhnungstheater". Max Czollek, Autor von „Desintegriert euch!“ und „Gegenwartsbewältigung“ (beide Hanser), diskutiert mit Sasha Marianna Salzmann, Autor*in (u.a. „Im Menschen muss alles herrlich sein“, Suhrkamp, u.a. Shortlist Deutscher Buchpreis, Hermann-Hesse-Preis) und Sharon Dodua Otoo, Autorin („Ada’s Raum“, S. Fischer Verlag) und politische Aktivistin.

Termin
Dienstag, 27.02.2024 | 19:00 Uhr
Veranstalter
Literaturhaus München
Termin in Kalender importieren14. November|Bremen
Buchpräsentation: Max Czollek
Max Czollek: "Versöhnungstheater"
Termin
Donnerstag, 14.11.2024
Veranstalter
Weserburg Museum für moderne Kunst

Downloads

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Autor:in

Max Czollek

Max Czollek, geboren 1987, ist Autor und lebt in Berlin. Er ist Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart und seit 2021 Kurator der Coalition for a Pluralistic Public Discourse (CPPD) für eine plurale Erinnerungskultur. Er hat drei Gedichtbände publiziert, bei Hanser erschienen bisher seine vieldiskutierten Essays Desintegriert euch! (2018), Gegenwartsbewältigung (2020) und Versöhnungstheater (ET: 23.01.2023). 2022 war er Ideengeber und Kokurator der Ausstellung Rache. Geschichte und Fantasie am Jüdischen Museum Frankfurt, deren Begleitband ebenfalls bei Hanser erschien.

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